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Herausforderungen der Finanzinstitute managen

Ein Artikel von red | 30.11.2021 - 15:21
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Entscheidendes Handeln ist jetzt erforderlich. © Banking Circle

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

  • Alle FinTechs und 99 Prozent der Banken bestätigen, dass es in ihrer Organisation Qualifikationslücken gibt.
  • 63 Prozent der FinTechs und 56 Prozent der Banken erwarten in den nächsten zwölf Monaten eine Aufstockung ihrer IT-Teams im Zahlungsverkehr.
  • 35,5 Prozent der Befragten in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) sind nicht davon überzeugt, dass ihre Recruitment-Planungen zukünftigen Anforderungen genügen.
  • 35 Prozent der Banken in der D-A-CH-Region glauben nicht, dass die bestehende Systemwartung und -infrastruktur zukunftssicher ist. 35 Prozent der FinTechs sind der gleichen Meinung im Hinblick auf ihre API-Technologie.
  • Im Vergleich zur Zeit vor COVID werden 48 Prozent der Befragten in der D-A-CH-Region in „neue Zahlungssysteme“ investieren, 43 Prozent planen in den kommenden Monaten höhere Investitionen in „API-Technologien".
  • „Make or Buy?“: FinTechs im deutschsprachigen Raum arbeiten etwas häufiger als Banken mit externen Partnern zusammen, um ihre technischen Herausforderungen zu lösen.

Im Rahmen der Studie hat Banking Circle im Juli 2021 600 Chief Technology Officer (CTOs) und Chief Information Officer (CIOs) bei Banken, FinTechs und PSPs in den Regionen Großbritannien, D-A-CH (Deutschland, Österreich und Schweiz) und Benelux (Belgien, Niederlande und Luxemburg) befragt. Die Ergebnisse sind im Whitepaper 'Futureproofing payments tech: The challenges facing CIOs and CTOs' veröffentlicht. 

„Es ist ermutigend, dass die von uns befragten Banken, PSPs und FinTechs generell optimistisch in die Zukunft blicken“, kommentiert Anders la Cour, Chief Executive Officer der Banking Circle Group. „Die Pandemie hat die IT-Abteilungen gezwungen, große Veränderungen vorzunehmen, um ihre Organisationen zu digitalisieren und zukunftssicher zu machen. Dennoch beunruhigt sie der noch vor ihnen liegende Weg. Viele CTOs und CIOs der FinTech-Unternehmen können nachts schlecht schlafen, weil sie sich über mögliche technische Ausfälle und die fehlenden Qualifikationen ihrer Mitarbeitenden Gedanken machen. CTOs und CIOs der Banken wissen nicht, wie sie neuen Marktentwicklungen begegnen und erfolgreiche Projekte zur digitalen Transformation starten können. Eine gute Nachricht ist, dass diesen Problemen mit steigenden Investitionen begegnet wird. Denn es gibt Investitionspläne in allen Technologiebereichen – vom Datenzugang, der Datensicherheit und der Wartung der bestehenden Infrastruktur bis hin zur Beschaffung neuer Systeme, KI/ML- und API-Technologien.“

Die Studie belegt, dass die Budgets für Technologie zwar steigen, aber nicht so stark, dass CIOs und CTOs eine komplette Überholung ihrer Technologie- oder Zahlungsinfrastruktur genehmigen. Daher ist die Zusammenarbeit mit Partnern künftig ein wichtiges Instrument, um sowohl Banken als auch FinTechs zukunftssicher zu machen.

 

„Betrieb noch nicht in die Cloud verlagert"

66,5 Prozent aller befragten Unternehmen in der D-A-CH-Region planen, Technologien für den Zahlungsverkehr im eigenen Haus zu entwickeln. 64,5 Prozent wollen standardisierte Lösungen einkaufen. Etwas weniger beabsichtigen, die Technologie auszulagern oder Partnerschaften zu nutzen. Banken kaufen dabei eher Standardlösungen, während PSPs und FinTechs selbst entwickelte Lösungen bevorzugen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Banken und FinTechs in der D-A-CH-Region mit externen Partnern zusammenarbeiten, ist nahezu gleich, wobei FinTechs diesen Weg etwas häufiger wählen als Banken.

Anders la Cour ergänzt: „Um den erforderlichen Wandel herbeizuführen, planen die Befragten eine Kombination aus dem eigenen Aufbau von Technologien für den Zahlungsverkehr, dem Kauf von Standardlösungen und der Zusammenarbeit mit externen Anbietern. Die Studie zeigt, dass Banken und FinTechs ihren Betrieb noch nicht in die Cloud verlagert haben. Wobei fast die Hälfte angibt, weniger als 50 Prozent ihrer IT- oder Zahlungsverkehrssysteme in der Cloud abzuwickeln. Die Nutzung von Cloud-basierten-Lösungen über einen externen Partner ist ein schnellerer Weg, um die Flexibilität, die kurze Markteinführungszeit und den Wettbewerbsvorteil zu erlangen, den sie bieten.“

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