Die Zeit läuft: Banken müssen sich auf Kryptos vorbereiten

Ein Artikel von red | 15.07.2022 - 08:35

Kryptowährungen haben in den vergangenen Jahren weltweit einen massiven Boom erlebt – als Geldanlage und als Zahlungsmittel. 22 Prozent der Deutschen können sich bereits vorstellen, mit Kryptowährungen zu bezahlen, so die Erhebung ‚PayObserver 2022‘ von Galitt. Drei Prozent kaufen bereits mit Bitcoin, Ether oder Litecoin ein.

„Es ist jetzt an der Zeit, dass sich Banken mit Web3 und Kryptowährungen beschäftigen. Sonst riskieren sie, später aufholen zu müssen“, kommentiert Mishal Ruparel, General Manager Europa von Banking Circle. „Es mag immer noch so aussehen, als stünden wir am Anfang der Entwicklung von virtuellen Vermögenswerten, aber unsere Untersuchungen zeigen, dass die Popularität von Kryptowährungen rapide zunimmt. Die nächsten zwei bis drei Jahre werden für diese Entwicklung geschäftsentscheidend sein. Die Branche hat hart daran gearbeitet, Risiken zu minimieren. Schutzmaßnahmen gegen Betrug und Geldwäsche wurden verbessert. Wir glauben, dass die Akzeptanz, die Transaktion und die Abwicklung von Kryptowährungen am schnellsten wachsen werden, wenn Banken diese vollständig einbinden.“

Krypto-Transaktionsvolumen wachsen

Aktuelle Zahlen zeigen, dass Krypto-Transaktionsvolumen schneller als je zuvor wachsen und von 2020 bis 2021 um 567 Prozent zugelegt haben. Daraus ergeben sich zunehmenden Chancen für Banken, die eine Rolle in der Krypto-Revolution spielen. Die Studie von Banking Circle zeigt, dass Zentralbanken auf der ganzen Welt digitale Versionen ihrer nationalen Währungen entwickeln, die von Regierungen unterstützt werden und viele der Vorteile von Kryptowährungen liefern, wie schnellere Transaktionen – allerdings mit der Zusicherung einer geringen Volatilität. Digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) werden derzeit in der Eurozone, Kanada, Schweden, China, Brasilien, den USA und dem Vereinigten Königreich entwickelt.

Während sich das Umfeld für Digital- und Kryptowährungen verbessert, hat die Banking Circle-Studie ergeben, dass es immer noch Herausforderungen gibt, die die Entwicklung aufhalten können. Die hohen Kosten für Transaktionen im Ethereum-Netzwerk sind eine der wichtigsten Überlegungen für Banken, die sich an der Revolution der digitalen Vermögenswerte beteiligen wollen, obwohl die Kosten mit der Einführung neuer Code-Layer sinken dürften.

„Die Zusammenarbeit mit Drittanbietern als Teil ihrer laufenden Digitalisierungsstrategie wird Banken helfen, sich auf das kommende Zeitalter der digitalen Währungen vorzubereiten“, fügt Mishal Ruparel hinzu. „Bei Banking Circle entwickeln wir bereits Lösungen für die Zahlungsakzeptanz, -verarbeitung und -abwicklung, die darauf zugeschnitten sind, dass sich Banken im Rahmen von breiteren Akzeptanz- und Transaktionsabwicklungssystemen an digitalen Währungen beteiligen können.“

Das Whitepaper mit den umfassenden Studienergebnissen können Sie hier herunterladen.