STUDIE

Verwahrentgelte: ein Grund die Bank zu wechseln

Ein Artikel von red | 19.10.2021 - 06:00

Dies sind Umfrageergebnisse der internationalen Data & Analytics Group YouGov in Zusammenarbeit mit dem Bank Blog, für die 2.074 Personen in Deutschland mittels standardisierter Online-Interviews vom 24. bis 27. September 2021 befragt wurden. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Knapp drei Viertel aller Befragten in Deutschland (73 Prozent) geben an, dass ein Verwahrentgelt sie zum Wechsel des Bankinstituts veranlassen würde. Auch diese Aussage treffen Männer häufiger als Frauen (75 Prozent vs. 70 Prozent). Zwei von fünf aller Befragten (39 Prozent) geben an, derzeit aktiv nach Möglichkeiten zu suchen, ihr Geld so anzulegen, dass sie kein Verwahrentgelt bezahlen müssen.

Die aktiven Vermeider von Verwahrentgelten als Potenzialgruppe

Zu dieser Gruppe der „Verwahrentgelt-Vermeider“ wird in der neuen YouGov-Studie „Verwahrentgelte bei Banken – Vermeider und Betroffene der Strafzinsen“ eine ausführliche Zielgruppen-Analyse erstellt. Diese gibt u.a. preis, dass diejenigen, die aktiv nach Möglichkeiten suchen, ein Verwahrentgelt zu vermeiden, eine finanz-affine Potenzialgruppe sind. Sie betrachtet sich selbst als finanziell abgesichert (67 Prozent vs. 53 Prozent der Gesamtbevölkerung) und sucht ständig nach Möglichkeiten, ihr Geld gewinnbringend zu investieren (55 Prozent vs. 37 Prozent der Gesamtbevölkerung).

Sie ziehen u.a. Booking.com häufiger in Betracht als die Gesamtbevölkerung (35 Prozent vs. 28 Prozent), die Hotelmarke Marriott (17 Prozent vs. 11 Prozent) oder auch die Bio-Lebensmittelmarke Alnatura (10 Prozent vs. 6 Prozent der Gesamtbevölkerung).

Nachhaltigkeit bei Banken ist einem Großteil der Vermeider wichtig

Ein nachhaltiges Wirtschaften und Handeln von Banken, beispielsweise mit Nachhaltigkeitssiegeln, nachhaltigem Investieren, oder der Förderung nachhaltigen Verhaltens der Mitarbeiter, ist 70 Prozent der „Verwahrentgelt-Vermeider“ wichtig. Das sind acht Prozentpunkte mehr als in der Gesamtbevölkerung (62 Prozent).