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Fintech für Kostenkontrolle

Ein Artikel von red | 17.09.2021 - 05:18

Was ist das Geschäftsmodell von Payhawk und was unterscheidet das Unternehmen von Mitbewerbern?

Thomas Westerhoven: Payhawk hilft mittelständischen Unternehmen und Konzernen mit der Automatisierung und Digitalisierung von Firmenausgaben und Spesen – dank intelligenter Kreditkarten und angeknüpfter Finanzsoftware.

Wie Payhawk sich von anderen Marktteilnehmen absetzt: Wir sind ein zu 100 Prozent tech-getriebenes Unternehmen. Also eher ein TechFin als ein FinTech, da die Betonung ganz klar auf dem Technologie-Teil liegt. Unsere Finanzplattform ist aus einer Finanzinfrastruktur Perspektive performanter und generell dem Markt weit voraus. Wir sind in der Lage auch komplexere Kundenforderungen wie mehrstufige Genehmigungsprozesse technisch abzubilden. Unternehmenskunden erhalten bei uns ein vollumfassendes Konto, mit dem sie in Echtzeit ihre Kreditarten verwalten, Mitarbeiterspesen begleichen und Rechnungen bezahlen können. Unser Herzstück-Feature ist die eigens entwickelte, selbstlernende KI, die unseren Kunden dabei hilft, alle Belege und Rechnungsdokumente in Echtzeit auszulesen. Dies bedeutet weniger Aufwand für alle Beteiligten, besonders in der Buchhaltung. 

Traditionelle Bankunternehmen – Freund oder Feind?

Thomas Westerhoven: Freund. Traditionelle Bankunternehmen, besonders Sparkassen und Volksbank haben es geschafft über lange Jahre hinweg tiefes Vertrauen mit ihren Kunden aufzubauen. Dieses Vertrauen müssen sich neue, digitale Anbieter am Markt erst einmal verdienen.

Chancen für Banken

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Thomas Westerhoven, Country Manager des bulgarischen FinTech-Startups Payhawk. 

Was ist Ihrer Meinung nach die derzeit spannendste Entwicklung im Banking-Umfeld?

Thomas Westerhoven: Die meiner Meinung nach spannendste Entwicklung im B2C/Retailbanking Bereich, sehe ich aktuell im Feld Neobrokerage, mit Anbietern wie Trade Republic, Scalable Capital oder Smartbroker. Hier liegt es nun an den traditionellen Bankunternehmen nachzuziehen, um bei der neuen Generation an Kunden mit Fokus „mobile first“ und Nutzerfreundlichkeit nicht den Anschluss zu verlieren.

Im B2B Business Banking Bereich, ist für mich klar das Thema smarte Zahlungen im Fokus. Ein Geschäftskonto bei einer traditionellen Bank reicht heutzutage nicht mehr aus, um Kundenforderungen ausreichend bedienen zu können – ein Kontoanbieter sollte mehr bereitstellen als das einfache Hin-und-her Verschieben von Geld. Hier gibt es aktuell spannenden Entwicklungen, besonders auf dem deutschen Markt.

Wo sehen Sie Payhawk in den nächsten fünf Jahren?

Thomas Westerhoven: Payhawk wird sich in Zukunft genauso weiterentwickeln, wie wir es in der Vergangenheit getan haben: 100 Prozent marktgetrieben. Wir fügen ausschließlich zusätzliche Funktionalitäten hinzu, die von unseren Kunden nachgefragt werden. In 5 Jahren, wird Payhawk der Kreditkarten-Standard sein für alle mittelständische und große Unternehmen, die in Echtzeit direkte Kontrolle über all ihre Zahlungen erlangen wollen.