Studie

Operative Effektivität: Es fehlen die Investitionen

Ein Artikel von red | 21.04.2022 - 08:46
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Als Softwareanbieter beschäftigt sich Pegasystems mit der drastischen Vereinfachung komplexer Arbeitsprozesse. Leiter von Operations-Abteilungen aus zehn Ländern Amerikas, Europas und dem asiatisch-pazifischen Raum teilten ihre Meinungen zur Zukunft betrieblicher Funktionen.

Operations-Teams tragen die Verantwortung für Mitarbeiter, Budgets, die Umsetzung von Projekten, Transformationsinitiativen sowie die betriebliche Strategie und sind für den Unternehmenserfolg entscheidend. Dennoch sind 50 Prozent der Befragten aus der Studie von Pegasystems der Ansicht, dass der operative Bereich nicht genügend Investitionen erhält, um wirklich effizient zu sein. Fast zwei Drittel (64 %) sind überzeugt, dass zusätzliche Investitionen die Effektivität ihrer Teams erheblich verbessern würden. In den nächsten fünf Jahren wird es von entscheidender Bedeutung sein, so 73 Prozent der Studienteilnehmer, mit den neuesten Technologien Schritt zu halten. Entsprechende Investitionen in Technologie seien der Schlüssel zum Aufbau einer größeren Stabilität und Vorhersagbarkeit und dem Risikoabbau innerhalb von Geschäftsabläufen. Gleichzeitig könnten so die Auswirkungen erwartbarer großer Störungen vermutlich gemildert werden.

Die nächsten drei bis fünf Jahre werden für alle, die im operativen Bereich arbeiten, eine Zeit bedeutender Veränderungen sein. Die gute Nachricht ist, dass bereits Technologie zur Verfügung steht, um die störenden potenziellen Auswirkungen auf die betrieblichen Funktionen zu minimieren. Nie gab es daher einen wichtigeren Zeitpunkt, um in die Technologien zu investieren.

Eva Krauss, Vice President, Strategy & Transformation bei Pegasystems

Zu erwartende Veränderungen in den kommenden fünf Jahren

  • Die Studie ergab zudem, dass Betriebsteams sich über die nächsten fünf Jahre auf weitere bedeutende Veränderungen einstellen müssen. Einige der zu erwartenden Veränderungen sind:
  • Allgegenwärtige Automatisierung: Fast drei Viertel (71 %) der Befragten gaben an, dass die Automatisierung von administrativen und IT-Routineaufgaben in den nächsten fünf Jahren einen „großen oder transformativen“ Einfluss auf betriebliche Funktionen haben wird. Der gleiche Prozentsatz schätzt den Einfluss der Optimierung von Workflows durch KI und Automatisierung im gleichen Zeitraum ähnlich ein. Diese Aussagen deuten darauf hin, dass Unternehmen mehr Wert auf die Implementierung KI-gestützter Entscheidungsfindung und Workflow-Automatisierung legen werden.
  • Hybridmodelle statt Zero Operations: Berater und Technologen haben für die Zukunft betrieblicher Funktionen „Zero Operations“ vorausgesagt, also eine vollständigen Automatisierung. Die Befragten der aktuellen Studie von Pegasystems gaben allerdings an, dass ein hybrides Modell mit einer Mischung aus Automatisierung und persönlicher Arbeit wahrscheinlicher ist. Mehr als ein Viertel (29 %) der Teilnehmer sagten, dass sie bereits zu sehr auf einen manuellen Ansatz setzen, um den Betrieb vollständig zu automatisieren. Für 26 Prozent kommt eine Automatisierung nicht in Frage, da für die effektive Erfüllung einer betrieblicher Funktion mindestens eine spezielle Person nötig ist.
  • Technische Versiertheit für Fachbereichsleiter: Auf die Frage, welche Kompetenzen für sie selbst in den nächsten drei bis fünf Jahren am wichtigsten sein werden, nannten die Befragten computerbasierte Fähigkeiten als die wichtigsten – rund ein Drittel (32 %) stufte sie als essentiell ein. Führungskräfte im operativen Bereich werden sich aber auch in anderer Hinsicht weiterbilden müssen: Geschäftsstrategische (31 %) und kollaborative (26 %) Fähigkeiten werden als wichtige Kernkompetenzen angesehen.
  • Aufstieg der Ops-Spezialisten: Die zunehmende Automatisierung und hybride betriebliche Funktionen werden eine größere Anzahl von Spezialisten erforderlich machen. Rund die Hälfte der Befragten (48 %) gibt an, dass sie mehr Experten einstellen müssen, um betriebliche Aufgaben durchzuführen, die sie nicht automatisieren oder digitalisieren können. Mehr als ein Drittel (36 %) sagt, dass sie die Anzahl der Generalisten im Betrieb reduzieren werden.