Gibt es den „Corona-Push“ für die Cloud?

Ein Artikel von red | 25.03.2021 - 09:08
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Businessman holding digital human brain ©Tiko - stock.adobe.com

Für Unternehmen gibt es derzeit reichlich gute Gründe um im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie über einen Umstieg von internen Softwarelösungen über Cloud-Lösungen nachzudenken. Für Geschäftsführung und Aktionäre steht dabei meist die Kostenminimierung im Vordergrund.

Denn durch Cloud-Hosting lässt sich die Softwarestruktur effizienter betreiben und Veränderungen des Geschäftsmodells können direkt skaliert werden. Während diese Flexibilität die letzten Jahre keinen großen Stellenwert hatte, ist sie aktuell zu einem Haupttreiber für Cloud-Lösungen geworden. Besonders im letzten Jahr mussten viele Unternehmen sehr schnell auf Disruption reagieren, weiß Sven Kohl, Director Sales & Advisory bei CNT Management Consulting: „Wir sehen zurzeit eine Kehrtwende bei unseren Kunden - alles was früher schlecht war, ist heute erstrebenswert. Ein ‚leanes‘ Produkt und eine schnelle und ergebnisorientierte Implementierung sind wichtiger denn je.“

Dies gelte vor allem für das Kundenerlebnis, denn konsequente Kundenbeziehungsprozesse und die Einhaltung der Serviceversprechen , wie beispielsweise Erreichbarkeit, Lieferzeiten und Retourenabwicklung, sind ausschlaggebend für eine langlebige Kundenbindung.

Fokus auf den Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten

Einer der größten Vorteile einer (Public) Cloud ist die Reduktion auf das Wesentliche. Alle wichtigen und relevanten Anforderungen von Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen werden erfüllt. „Die Cloud ist stark auf Kernprozesse fokussiert“, erklärt Kohl. Das bedeute aber nicht, dass man nicht mehr innovativ oder flexibel arbeiten könne.

Mit einem Cloud Entwicklungskonzept und der „Business Technology Platform“ von SAP beispielsweise lassen sich entkoppelt vom Kernprodukt individuelle und perfekt zugeschnittene Prozesse entwickeln. Zudem bieten die SAP-Clouds eine Datensicherheit, die kaum ein Unternehmen intern abbilden könnte. „Mit einem digitalen Mindset und der Anleitung eines starken Implementierungspartners spricht somit nichts mehr gegen Cloud-Lösungen“, betont Kohl.

Schlanke „Best Practise Prozesse“ können dabei helfen Software schnell zu implementieren.

Sven Kohl, Director Sales & Advisory bei CNT Management Consulting

Oft fehlt das „digitale Mindset“

"Um wirklich wettbewerbsfähig zu bleiben müssen Unternehmen noch offener für Veränderungen werden. Es ist wichtig flexibel zu sein und auf Disruption reagieren zu können. Schlanke „Best Practise Prozesse“ können dabei helfen Software schnell zu implementieren. Dabei sollten aber immer nur die Standard IT-Prozesse angepasst werden, die einem Unternehmen einen unbestrittenen Geschäftsvorteil gegenüber dem Wettbewerb verschaffen“, so Kohl weiter. Doch selbst wenn alle Beteiligten das verinnerlicht haben und über ein „digitales Mindset“ verfügen, ist es nötig, dass die Änderungen im Unternehmen mittels Änderungsmanagement in einem digitalen Transformationsprojekt proaktiv begleitet werden. Denn Änderungen sind für alle Beteiligten zu erwarten, dies vorab mit einzuplanen ist einer der wichtigen Erfolgsfaktoren auf dem Weg zu einem digitalen Unternehmen.

Der Druck geht vom Business aus

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Sven Kohl, Director Sales & Advisory bei CNT Management Consulting.

 „Wir sehen aktuell eine Veränderung bei der Herangehensweise unserer Kunden“, so Kohl. „Früher war der Wunsch nach einer neuen Softwarelösung von der internen IT getrieben. Heute, und das gilt auch für Cloud-Lösungen, geht der Druck eher vom Business aus.“ Denn Verkauf, Marketing und Co. möchten gerade in Zeiten wie diesen die Customer Experience verbessern um die Kunden zu binden. Die Herausforderung ist, dabei Themen wie Compliance, Datensicherheit, Back-up, User Management und Lizenzverwaltung in die Cloud-Strategie zu integrieren. Die Einbeziehung der internen IT bei einem digitalen Transformationsprojekts ist absolut notwendig. Digitalisierung ist ein Weg, der nur zusammen angegangen werden kann.