Von Klassisch bis Modern - Banking as a Service

Ein Artikel von red | 25.09.2020 - 13:27

Smartphone-Bank Neon bietet kundenzentrierte, digitale Bankdienstleistungen

Als erster unabhängiger Schweizer Banken-Herausforderer bietet neon Verbrauchern eine einfache, nutzerfreundliche und sichere Kontolösung als Smartphone-App. Für die Umsetzung des Bankangebots arbeitet neon mit der Open-Finance-Plattform Ndgit, der Hypothekarbank Lenzburg und weiteren Partnern zusammen.

Open-Banking-Partner ermöglichen innovatives Produktangebot

Im Mittelpunkt des Bankangebots von neon stehen der Nutzer und sein Bedürfnis nach unkomplizierten Finanzdienstleistungen. Entsprechend konzentriert sich das Unternehmen stark auf ein anwenderfreundliches Frontend. Für die dahinter liegenden Bankfunktionen wie Kontoführung, Zahlungsverkehr, Banklizenz und Karten greift neon auf das Banking-as-a-Service-Angebot der Hypothekarbank Lenzburg zurück. Die Grundfunktionen seines Bankkontos hat neon mit innovativen Fintech-Lösungen ergänzt. Um beispielsweise die Identifikation im Rahmen der Kontoeröffnung zu beschleunigen, vernetzte sich die Neobank mit einem Fintech für Video-Legitimierung. Darüber können Verbraucher bequem von Zuhause den Identitätsnachweis per App erbringen. Zur besseren Kontrolle der Ein- und Ausgaben für Kunden sowie einer Kategorisierung der Zahlungen kooperiert neon mit einem Anbieter für Personal Finance Management. Die entsprechenden Auswertungen stehen dem Kunden direkt in der Smartphone App zur Verfügung. Erst im Dezember 2019 lancierte neon als erste Schweizer Neobank zudem eBills. Damit können Kunden Rechnungen über die App ohne Papier überprüfen und bezahlen. Um das Kundenerlebnis weiter zu verbessen und das Banking für die Kunden noch einfacher zu gestalten, hat neon weitere Features eingeführt wie Foto-Onboarding oder internationale Zahlungen mit TransferWise.

Skalierbare API-Plattform als zentraler Connector von Neon

Um sich mit den vielen verschiedenen Partner zu vernetzen und deren Funktionalitäten in der Banking-App zusammenzuführen, setzt neon auf die Open-Finance-Plattform von Ndgit als zentrale Schaltstelle. Über Application Programming Interfaces (APIs) verbindet die Plattform die Banking-Anwendungen und ermöglicht einen standardisierten Datenaustausch zwischen dem jeweiligen Partner und Neon. Der Vorteil liegt auf der Hand: Da die Smartphone-App über eine einheitliche Schnittstelle an die API-Plattform angebunden ist, reduziert sich der Integrationsaufwand mit Partnern und neue Features können schneller auf den Markt gebracht werden. „Die API-Plattform von ndgit ist die technologische Brücke unserer vernetzten App zur Bankenwelt“, sagt Simon Youssef, Co-Founder & CTO bei Neon Switzerland. „Dadurch konnten wir in wenigen Monaten alle Kundenfunktionen rund ums Konto unserer Partnerbank in unsere App einbinden und haben volle Flexibilität, unseren Kunden neue Bankprodukte und Fintech-Funktionen effizient und sicher bereitzustellen.”

Hypothekarbank Lenzburg (HBL) baut eigenes Open Banking Ecosystem auf

Die Hypothekarbank Lenzburg gilt als die digitalste Bank der Schweiz und zeigt durch ihre Aktivitäten auf, wie es traditionellen Bankhäusern gelingt, sich für die Zukunft des Open Banking aufzustellen. Basierend auf der Open-Finance-Plattform von Ndgit, hat die HBL in den vergangenen Jahren ein eigenes Ecosystem aufgebaut.

Das System umfaßt mittlerweile zahlreiche Partner und ermöglicht die Nutzung von Produkten und Services der Hypothekarbank Lenzburg bei Dritten. Das Ökosystem wurde bereits mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Euro Finance Tech Award 2017 sowie mit dem Finance IT-Innovation Award 2019.

Kernbankensystem und Ndgit API-Plattform als Bausteine

Für den Aufbau des Open Banking Ecosystems wurde die von Ndgit entwickelte API-Plattform mit Open Banking APIs in weniger als drei Monaten an die Anforderungen des Schweizer Marktes sowie die der Hypothekarbank Lenzburg angepasst.

Die HBL wurde bereits mehrfach als digitalste Bank der Schweiz ausgezeichnet und versteht als Anbieter des Kernbanksystems Finstar das Geschäft von integrierten IT-Lösungen für Universalbanken in der Tiefe. Sie ist aber auch in der Lage, sich neu zu erfinden und den sprichwörtlichen „Schritt“ voraus zu sein. Bisher wurden seit dem Start im Jahr 2017 über so genannte Application Programming Interfaces (APIs) mehr als 20 digitale Partner an das Ecosystem angebunden, deren Services das Kundenerlebnis von Privat- wie Geschäftskunden im Online Banking bereichern.

Zentralisierung und Standardisierung von Schnittstellen als Erfolgsfaktor

Die offene Bankenplattform Finstar der Hypothekarbank Lenzburg zeigt, wie durch eine Zentralisierung und Standardisierung das Partnernetzwerk schnell und effizient ausgebaut werden kann. Das ermöglicht zum einen der HBL ihre Bankprodukte wie Kontoführung oder Karten Dritten als Banking-as-a-Service anzubieten, zum anderen öffnet sich die Bank dadurch selbst für Angebot von Dritten und kann innovative Fintech-Lösungen wie beispielsweise einen Virtual ATM in ihr Angebot an Bankkunden integrieren. Bankkunden der HBL können somit Bargeld bei über 2.300 angeschlossenen Partnershops in der Schweiz abheben. Die Bank schafft somit einen Mehrwert für ihre Kunden und gestaltet gleichzeitig die Bargeldversorgung in der Fläche deutlich effizienter als bisher.

Plattform-Modelle als Zukunft des Bankings

„Wir sind überzeugt, dass offene Plattformen wie Finstar im Banking in der Zukunft immer wichtiger werden“, sagt Marianne Wildi, CEO der Hypothekarbank Lenzburg AG zur Bedeutung von Ecosystemen für Banken. Ein zentraler Baustein hierfür ist die zugrunde liegende Technologie, welche die Vernetzung über standardisierte Schnittstellen (APIs) ermöglicht. Mit Hilfe dieser Standardisierung ist der Ausbau auf über 20 Partner in weniger als zwei Jahren auch für etablierte Bankhäuser effizient umsetzbar.