Bild_CW Smart Date AdobeStock.jpg

Investor analyzing stock market report and financial dashboard with business intelligence (BI), with key performance indicators (KPI).businessman hand working with finances program on wide screen computer. ©everythingpossible - stock.adobe.com

Intelligente Entscheidungen mit Smart Data

Ein Artikel von red | 22.10.2020 - 09:55

Banken und Unternehmen haben das Potenzial von Big Data erkannt: Für sie sind solche Datenmengen eine wichtige Stütze für businessrelevante Entscheidungen, die nicht zuletzt zur Kostenoptimierung der eigenen internen Prozesse bei Bankgeschäften und -produkten beitragen. Die größte Datensammlung nützt jedoch wenig, wenn die Parameter nicht in Relation gestellt und sinnvoll miteinander verknüpft werden. Mittels IT-Unterstützung wird „Big Data“ so zu „Smart Data“.

Digitalisierung bzw. Multikanalisierung des Kerngeschäfts, Regulierung der Bankentätigkeit, neue Player im Bankensektor ohne eigene Filialnetze (FinTechs): Es sind keine einfachen Zeiten für etablierte Banken. Mithilfe von Big Data lassen sich diese Herausforderungen jedoch besser meistern. Big Data ist zunächst nur eine sehr große Ansammlung von Daten, die in der täglichen Arbeit von Banken anfallen. Doch aus ihrer Nutzung ergeben sich zahlreiche Vorteile: Bestandskunden können auf Grundlage der vorhandenen Daten gezielt über Dienstleistungen oder Produkte beraten werden. Im Bereich der Neukundengewinnung bzw. Kundenbindung sind so Vorteile gegenüber dem Wettbewerb möglich. Zusätzlich sind die Banken in der Lage, neue Anwendungsfälle zur Optimierung des Geschäfts zu identifizieren. Beispielsweise können bei korrekter Nutzung von Big Data Betrugsfälle mit Kundenkonten oder Kreditkarten effektiver verhindert oder reduziert werden.

Smarte Analyse von Datensammlungen

Damit eine riesige, unstrukturierte Datenmenge für die Informationsgewinnung genutzt werden kann, braucht es passende IT-Lösungen. In der Vergangenheit waren große Analysten-Teams nötig, um einen Zusammenhang zwischen den verschiedenen Parametern der im Tagesgeschäft gesammelten Daten herzustellen. Mittlerweile können auch kleine Expertengruppen diese Arbeit leisten: mit Unterstützung von geeigneten Softwarelösungen.

„Diese speziellen Lösungen bringen Licht ins Dunkel und machen aus Big Data Smart Data: Zunächst werden die Daten analysiert, um das Sammelverhalten anzupassen“, sagt Christopher Gasteier, Business Development Manager IT-Management bei Controlware. So werden Umfang und Validität der Daten festgelegt und wirklich nur die Informationen gespeichert, die einen Mehrwert für die Bank erzielen. Smart Data bezeichnet dann die gesammelten Daten des Datenspeichers, verknüpft mit dem unternehmerischen Nutzen, der Datenqualität, Semantik und dem Datenschutz. Mithilfe mathematischer Verfahren und der Verwendung historischer Datensätze kann anschließend beispielsweise das Verständnis für den Kunden verbessert und dieser gezielt mit speziell zugeschnittenen Bankprodukten oder Dienstleistungen beraten werden.

Zufriedene Kunden

Eine Möglichkeit, Big Data schnell und intelligent auszuwerten, ist die Anwendung von Machine Learning zur Generierung von Erfahrungswerten aus vorhandenen Datensätzen. Die eingesetzte Softwarelösung lernt aus diversen Beispielen der Vergangenheit und verallgemeinert diese für zukünftige Vorgänge. Ein Anwendungsfall: Der Kunde hat hohe ungenutzte finanzielle Rücklagen auf seinem Konto. Diese Information kann dazu dienen, dass eine Bank die Beratung individuell abstimmt und so ein passendes Produkt anbringt. Der Kunde fühlt sich verstanden, gut betreut und vertraut auf die Beratung seiner Hausbank. Auch die Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) im Kundengespräch ist in Zukunft vorstellbar: Mit KI-unterstützten Systemen ist es beispielsweise möglich, die Emotionen eines Kunden zu analysieren, um festzustellen, wie hoch seine Akzeptanz eines bestimmten Produktangebotes der Bank ist.

Um die Prognoseergebnisse und zusammengefassten Datenübersichten korrekt zu erfassen, sind visualisierte Darstellungen der Datensätze für Entscheider in Bankhäusern enorm hilfreich. So finden sie schnell und einfach Erkenntnisse für das Business oder Antworten auf Ad-hoc-Fragen. Zudem helfen die grafischen Darstellungen dabei, verschiedene Ausgangsszenarien und Handlungsoptionen direkt miteinander zu vergleichen und potenzielle Businessentscheidungen verständlich zu gewichten. Entsprechend müssen Banken, die ihren Vorrat an Big Data in Smart Data umwandeln möchten, ausreichend Zeit für die Themen rund um Datenhaltung, -klassifizierung und -aufbereitung einplanen.

Der Systemintegrator und Managed Service Provider Controlware unterstützt Banken bei der Konzeption und Implementierung von Smart-Data-Lösungen als kompetenter Partner rund um Data Analytics. Gemeinsam mit den Controlware Experten erarbeiten die Banken individuelle Strategien zur optimalen Nutzung der eigenen Daten. Darüber hinaus erhalten die Controlware Kunden Empfehlungen zur Use-Case-Entwicklung oder Visualisierung und Interpretation aller relevanten Daten.