Chancen des digitalen ­Bezahlens nutzen

Ein Artikel von Jukka Yliuntinen, Vice President Digital Solutions in der Division Financial Solutions bei G+D Mobile Security | 16.12.2019 - 10:11

Für Konsumenten ist es zunehmend eine Selbstverständlichkeit, ihre Einkäufe digital zu bezahlen. Dabei bleiben ihre Möglichkeiten nicht auf Mobilgeräte, Bezahlkarten, oder die Kassen von Online-Shops beschränkt. Die Zahl an Geräten, die über das Internet of Things vernetzt sind und ­damit ebenfalls digitales Bezahlen ermöglichen, wird in Zukunft kontinuierlich und schnell anwachsen – von Haushaltsgeräten bis hin zu vernetzten Autos, die Zahlungen durchführen. Für Banken gehen damit große Chancen einher. Sie können ihre Dienstleistungen erweitern und neue Geschäftsmodelle erschließen. Sie stehen dabei aber auch vor großen Herausforderungen. Ihre Kunden wünschen sich ein ganzheitliches Bezahlerlebnis über alle diese Kanäle hinweg und erwarten dabei natürlich, dass sämtliche Transaktionen auf dem höchstmöglichen Sicherheitsniveau ablaufen und ihre sensiblen Zugangsdaten umfassend geschützt sind. Diesen Erwartungen gerecht zu werden, ist ein komplexes Unterfangen mit zahlreichen technischen und ­sicherheitsbezogenen Aspekten. Eine standardisierte Digital-Payment-Plattform kann ihnen dabei helfen, diese Unterfangen effizient zu meistern und neue Services schnell am Markt einzuführen.

Verwaltung von Sicherheits- und Zahlungsnachweisen über gesamten Lebenszyklus

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Die Vernetzung durch IoT wird zunehmen 

Idealerweise deckt die Plattform als zentrale Lösung für das digitale Bezahlen dabei alle erforderlichen Kanäle und Bezahl­anwendungen integriert ab:

• Die Plattform ermöglicht die sichere ­Verbindung zwischen der ausstellenden Bank und mehreren Endpunkten über den gesamten Lebenszyklus des digitalen Zahlungsverkehrs.

• Darüber hinaus ermöglicht die Plattform die sichere und leistungsstarke Digitalisierung von Zahlungskarten in Form von Tokens und deren sichere Ausgabe und unterstützt das Lifecycle-Management der Tokens.

• Im Idealfall bietet die Plattform inhärente Verbindungen zu der Vielzahl von Zahlungsanbietern und deren Tokenisierungsdiensten. Dazu gehören globale Anbieter wie Mastercard und Visa sowie lokale Akteure wie Rupay in Indien, ­girocard in Deutschland und eftpos in Australien.

• Die Plattform ist in der Lage, die eigenen mobilen HCE-Payment-Wallets (Host Card Emulation) der Banken zu unterstützen.

• Darüber hinaus arbeitet sie nahtlos mit ­allen gängigen mobilen Wallets von ­Dritt­anbietern zusammen. Dazu zählen OEM-Wallets wie Apple Pay, SamsungPay und Google Pay, Wearable-Wallets wie Fitbit Pay, Garmin Pay und SwatchPAY oder IoT-Wallets, unabhängig davon, ob es sich um vernetzte Autos oder Haushaltsgeräte handelt und – ebenfalls sehr wichtig – E-Commerce Use Cases.

Auch der Anbieter ist einen genaueren Blick wert

Bringt die Plattform diese Eigenschaften mit, können Banken damit sowohl den ­aktuellen als auch den zukünftigen Anforderungen des digitalen Bezahlens gerecht werden. Um Flexibilität zu gewährleisten, sollte diese Plattform als Cloud-Service ­aktiviert werden, der auch Skalierung und ständige Verfügbarkeit ermöglicht.

Doch nicht nur auf die Plattform selbst, sondern auch auf ihren Anbieter lohnt sich ein genauerer Blick. Er sollte über eine nachweisliche langjährige Branchenex­pertise sowie Verständnis für Sicherheit in Bereichen auch außerhalb des Bank- und Zahlungsverkehr-Sektors verfügen, eng mit allen relevanten Playern und Organi­sationen zusammenarbeiten und bereits ­erfolgreiche Referenzprojekte für seine Plattform vorweisen können.