Schutz und Sicherheit durch RFID-Zugangskontrollen

Ein Artikel von Manuel Haertlé, Senior Produktmanager, Feig Electronic | 30.06.2022 - 17:00
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© Susanne Plank @Pixabay

Banken und Sparkassen gehören zu den sogenannten Kritischen Infrastrukturen und sind damit systemrelevant für unsere Gesellschaft. Die Finanzinstitute sind zudem einer Vielzahl regulatorischer Anforderungen unterworfen, die sie zu einem Maximum an Schutzvorkehrungen verpflichten. Dazu gehört auch der Schutz der Geschäftsräume vor unbefugtem Zutritt.

Elektronische Zugangskontrollsysteme auf RFID-Basis (Radio Frequency Identification) schaffen diese Sicherheit und schützen die Geldhäuser vor dem Zutritt unberechtigter Personen. Jedoch ist es heute mit einer einfachen Ja-Nein-Berechtigung für die verschiedensten Gruppen nicht mehr getan. Viele verschiedene Personen müssen durch die verschiedenen Sicherheitszonen der Bank geleitet werden – mit teilweise sich überlappenden oder häufig ändernden Berechtigungen zu einzelnen Bereichen. Daher wird es immer wichtiger, wenn Filialleiter und Security-Manager einer Bank ganz komfortabel definieren können, welche Personen wann Zugang zu ausgewählten Arealen – bis hin zu den kritischen Sicherheitsbereichen der Bank – haben.

Um die hohen Sicherheitsanforderungen der Finanzinstitute zu erfüllen, muss die eingesetzte Technologie eine verlässliche und zuverlässige Identifikation gewährleisten. Gleichzeitig sollte die Lösung die hohen Ansprüche der Nutzer an Bequemlichkeit und Komfort erfüllen und intuitiv bedienbar sein.

Sicheres Zugangsmanagement von Mitarbeitern

Am häufigsten bewegen sich die eigenen Mitarbeiter in den Filialräumlichkeiten. Auch hier kommt es auf Sicherheit, Bequemlichkeit und Schnelligkeit an. Banken können ihren Mitarbeitern je nach individueller Sicherheitsstufe den Zugang zum Gebäude sowie zu sensiblen Bereichen innerhalb der Geschäftsräume mithilfe eines RFID-Zugangskontrollsystems ermöglichen.

Unabhängig davon, ob es sich um Kassen-, Tresor-, IT-, Back-Office-, Personalräume oder den Parkraum handelt, ein RFID-gestütztes Zugangssystem ermöglicht es, den Mitarbeitern individuelle Zutrittsebenen zuzuweisen sowie den Zugang zu kontrollieren und zu steuern.

So kann die Bank sämtliche Ereignisse, egal ob erfolgte berechtigte Einlässe oder versuchte Verstöße, jederzeit nachvollziehen bzw. den Zutritt automatisch in Echtzeit gewähren oder auch einschränken.

Moderne RFID-Zugangssysteme garantieren eine sichere und zuverlässige Identifikation von berechtigten Personen im Nah- und Weitbereich im 24/7-Betrieb. Sie arbeiten sowohl im Stand-Alone-System als auch integriert in eine bestehende RFID-Zutrittskontrolle. In der Regel besteht ein Zugangssystem aus drei Komponenten: einer ID-Karte mit RFID-Chip beziehungsweise einem Fahrzeug-Transponder für die Parkraumüberwachung, einem Kartenlesegerät mit Antenne und einem Zugangskontrollserver. Erkennt das Lesegerät eine Karte im Nahumfeld, tauschen Karte und Lesegerät ID-Daten aus.

Im nächsten Schritt sendet das Lesegerät die Kartennummer an das Kontrollsystem, das schließlich in Echtzeit über die Zutrittsberechtigung entscheidet. Je nach Ausgestaltung können die RFID-Zugangslösungen Mitarbeiter identifizieren, Anwesenheitskontrollen durchführen, Zeitprofile anlegen sowie deren Anwesenheitszeiten erfassen.

Die RFID-Technologie hat für Banken und Finanzinstitute aber noch einen weiteren Vorteil: Sie kann auch dazu genutzt werden, um Bankkunden einen sicheren Zugang zu SB-Bereichen oder aber sensibleren Orten innerhalb einer Bank, so zum Beispiel für die Schließfachbereiche, zu gewähren. Gleichzeitig wird der Zutritt für Unbefugte dadurch unmöglich gemacht.

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Autor Manuel Haertlé ist Senior Produktmanager bei Feig Electronic. © FEIG

RFID-Transponder sind gegen Manipulation gesichert

Für die Identifikation von Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, Servicekräften oder Reinigungspersonal im Nahbereich – an Türen oder Schranken – sind vermehrt Chipkarten, Schlüsselanhänger oder Armbänder als Transponder im Einsatz. Ein integrierter RFID-Chip regelt den Zugang des Transponder-Inhabers innerhalb des Gebäudes und identifiziert ihn an definierten Kontrollpunkten. Befindet sich beispielsweise ein Mitarbeiter nur wenige Zentimeter vom Lesegerät entfernt, reagiert das System sofort. Die hohe Performance der RFID-Zugangssysteme geht dabei nicht auf Kosten der Sicherheit und garantiert eine konstante und nachvollziehbare, sichere sowie zuverlässige Identifikation innerhalb der Bank. Über kryptografische Verfahren kann in Sekundenschnelle ermittelt werden, ob ein solcher RFID-Transponder wirklich „authentisch“ ist oder kopiert wurde. Darüber hinaus können zusätzlich enthaltene Daten kryptografisch gesichert hinterlegt und ausgelesen werden.RFID-Transponder sind somit gegen Manipulation gesichert, kopiergeschützt und so im Vergleich zu anderen Systemen noch sicherer.

In Zeiten von Cybercrime und digitalen Manipulationsversuchen werden die physischen Sicherungsmaßnahmen und der Schutz der Zugänge oft leichtfertig außer Acht gelassen. Moderne RFID-Zugangskontrollen sorgen dafür, dass weite Teile einer Bank nur berechtigten Personen zugänglich sind. Digitale Lösungen in Kombination mit einer individuellen Software vereinfachen das Zugangsmanagement und garantieren Schutz durch eine sichere und zuverlässige Personen-Identifikation. Sowohl das Sicherheitsmanagement der Banken als auch die Mitarbeiter genießen damit ein Höchstmaß an Komfort und Sicherheit.