Förderbanken: Vom Troubleshooter zum agilen Zukunftsgestalter

Ein Artikel von red | 19.05.2022 - 11:55

 „In der Corona-Krise haben die Institute ihre bedeutende Stellung für den Standort Deutschland bewiesen. Allerdings offenbarten sich auch Schwachstellen: Manuelle Prozesse, abgeschottete Systeme und komplexe Produkte erschwerten die Abwicklung der Unterstützungsmaßnahmen. Im Zuge des Ukraine-Krieges zeigt sich erneut, dass das Geschäft der Förderbanken einfach, digital und schnell erfolgen muss“, sagt Marco Moczarski, Partner bei der auf Finanzdienstleister spezialisierten Unternehmensberatung Cofinpro.

„Zudem erwarten Kunden heutzutage keine Onlineanträge, die dann papierhaft an die Förderbank zu senden sind. Ziel der Transformation muss sein: eine digitale Förderung von der Beantragung bis hin zur Bestandsführung in einem reibungslosen End-to-End-Prozess, um mit der Dynamik und Kundenorientierung moderner Neo- und Geschäftsbanken mitzuhalten.“

Kein Weg führt an der Plattform-Ökonomie vorbei

„Die Bankenwelt wird zunehmend von einer Plattform-Ökonomie geprägt. Für die Förderbanken heißt das: Sie müssen digitale Standards übernehmen und eine engere Verzahnung mit anderen Instituten zulassen“, so Unternehmensberater Moczarski. Über standardisierte und automatisierte Prozesse können Kunden und Vertriebspartner besser angesprochen, beraten und mit digitalen Produkten bedient werden.

Da der traditionelle Produktvertrieb über die Bankfiliale zunehmend wegfällt und die wirtschafts-politische Entwicklung immer häufiger eine schnelle Anpassung der Fördermittel erfordert, stehen die Institute gleich von mehreren Seiten unter Druck. Sie sollten nach Angaben des Cofinpro-Beraters ihren Transformationsprozess offensiv angehen: „Dies wirkt sich nicht nur auf die Optimierung der internen Prozesse, sondern auch auf die Modernisierung der IT-Systeme aus und sollte in Kombination mit der Einführung agiler Zusammenarbeitsmodelle angegangen werden.“

Wie der Wandel von papierbasierten Antragsstrecken und manuellen Prozessen hin zu einer Plattform-Ökonomie mit eingebetteten digitalen Produkten gesteuert werden kann, erklärt die auf Finanzdienstleister spezialisierte Unternehmensberatung in einem Whitepaper.