Doku-Tipp: „Suisse Secrets – Schmutziges Geld"

Ein Artikel von red | 22.02.2022 - 07:56

Es beginnt mit einer Botschaft: „Ich glaube, dass das Schweizer Bankgeheimnis unmoralisch ist", schreibt die anonyme Quelle, die Tausende geheimer Konten der Credit Suisse enthüllt hat. Wo kommt all das Geld auf diesen Konten her, darunter das Geld von Autokraten und auch von Kriminellen? Warum hat die Bank solche Kunden akzeptiert?

Das Reporter-Team reist auf der Suche nach Antworten in die Schweiz. Und trifft die Schweizer Richterin Monika Roth, Spezialistin für die Regeltreue von Banken. Sie hält einzelne Fälle aus den Suisse Secrets für „haarsträubend". Der Film zeigt auch, was mit jenen passiert, die solche Geheimnisse verraten. Rudolf Elmer, einst Whistleblower bei einer anderen Schweizer Bank, fühlt sich immer noch wie ein „Ausgestoßener", sagt er. Denn die Schweiz schützt ihr sagenumwobenes Bankgeheimnis.

Wo stammen all die Millionen her?

Für die Dokumentation wird die investigative Recherche filmisch modern erzählt und bringt so den Zuschauern nahe, welche Auswirkungen die Finanzkriminalität gerade in Entwicklungsländern hat. Der Podcast verfolgt eine neue Spur im größten Schmiergeldskandal Deutschlands: Ein millionenschweres Konto ist in dem Datenleak aufgetaucht. Es gehörte dem ehemaligen Siemens-Manager Eduard Seidel. Spitzname „Der König von Nigeria". Auch hier die Frage: Wo stammen all die Millionen her?

Die 30-minütige Dokumentation „Suisse Secrets – Schmutziges Geld" ist in der ARD-Mediathek. Der Podcast zur Recherche erscheint in der NDR-Info-Serie „Organisiertes Verbrechen".