Billwerk und Cimt kündigen Integration mit SAP an

Ein Artikel von red | 18.10.2021 - 16:24

Die Subscription Transition erfasst bereits alle SAP-Schlüsselindustrien

Die digitale Transformation schafft für das Gros konventioneller Industrien gänzlich neue Möglichkeiten. Im Zuge dieses Paradigmenwechsels entstehen quer durch alle Branchen neue Geschäfts- und Erlösmodelle – die Mehrzahl auf der Grundlage von Subscription und Consumption basierten Services.

Eine aktuelle Bitkom Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Digitalisierung in Zukunft bei 73 Prozent aller Industrieunternehmen einen starken bis sehr starken Einfluss auf das Geschäftsmodell haben wird. So planen 88 Prozent aller Industrieunternehmen die Einführung Plattform basierter Services. 45 Prozent aller Befragten ziehen gar in Betracht, ihre Maschinen Kunden im Rahmen von Pay-per-Use-Modellen bereitzustellen und somit einen langfristigen strategischen Shift von Capex hin zu Opex Geschäftsmodellen zu vollziehen.

Doch gerade für Unternehmen aus konventionellen und Hardware geprägten Industrien wie dem Anlagen- und Maschinenbau, der Elektrotechnik, der Automobilindustrie oder dem Verlagswesen geht dieser Transformationsprozess oft mit einer großen Herausforderung einher. Denn: Wie lassen sich neue, digitale und hybride Erlösmodelle in die bestehende IT-Infrastruktur integrieren, ohne bestehende Geschäftsmodelle negativ zu beeinflussen?

Das FIR Institut an der RWTH Aachen kommt im Ergebnis seiner Benchmarking-Studie Industrial Subscription-Business zu einem eindeutigen Urteil: Unternehmen haben nur dann eine veritable Chance, wenn „durch eine optimale Integration des Kunden in die eigenen Prozesse […] ein gemeinsames, effizientes System mit reibungsloser Kommunikation und durchgängigem Datenaustausch geschaffen“ wird. Bereits 60 Prozent der Subscription-Anbieter würden ihre Lösung über mehrere Schnittstellen in die Wertschöpfungskette ihrer Kunden einbinden, so das FIR.

Best-of-Breed Solution Ansatz

Durch den Billwerk SAP-Standard-Connector werden Unternehmen, die SAP im Einsatz haben, in die Lage versetzt, auch wiederkehrende Erlösmodelle in SAP abzubilden und alle relevanten Finanzdaten zwischen Billwerk und SAP bidirektional zu synchronisieren.

Mit diesem strategischen Schritt unterstreicht Billwerk, essentieller Bestandteil einer Best-of-Breed-Lösungsarchitektur zum Betrieb von Subscription Modellen zu sein. „Mit dem Billwerk SAP-Connector befähigen wir alle, die SAP im Einsatz haben, einen smarten und aufwandsneutralen ‚Best-of-Breed-Ansatz‘ verfolgen zu können“, fasst Pierre Schramm, Mitglied der Geschäftsleitung bei Billwerk, die Entwicklung zusammen. „Unser Anspruch ist es, SAP Finance mittels des Connectors gezielt an den Stellen zu erweitern, an denen SAP out of the box de facto keinen funktionalen Umfang mitbringt und der Aufwand einer Custom Solution oder nativen Integration einfach zu hoch wäre“, so Schramm weiter.

Vorteile des neuen Standard-Connector für SAP Finance

Mit dem Connector lassen sich Finanz- und Rechnungsdaten zwischen Billwerk und SAP Finance bidirektional austauschen. Der Connector ist eine Schnittstelle, die sowohl die in billwerk verwalteten Finanzdaten an SAP übergibt, als auch SAP-Finanzdaten dem Billwerk Ecosystem bereitstellt – vollautomatisiert und just in time. Im Gegensatz zu individuell entwickelten Integrationen bereitet der Connector nur einen geringen initialen Aufwand und ermöglicht damit ein schnelleres Go-to-Market, da Standardprozesse bereits abgebildet werden.

„Ein weiterer großer Vorteil für unsere Kunden ist die Möglichkeit, dass wir kundenindividuelle Anpassungen direkt am Connector vornehmen können, da wir mit Cimt einen Partner haben, der sowohl SAP als auch Billwerk versteht“, betont Steffen Mey, Senior Solution Architect und billwerk Co-Founder. „Wir haben in dem Connector ein gewisses Framework abgebildet. Das sind Prozesse, die out of the box funktionieren. Durch Mapping-Tabellen, die wir dem Kunden in unserem Namensraum zur Verfügung stellen, sind spezifische Einstellungen durch den Kunden selbstpflegbar“, erklärt Johannes Honold, Managing Partner bei Cimt.