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Medienbrüche sind Kostenfresser, die es auszumerzen gilt – etwa mittels Robotic Process Automation

Intelligente Automatisierung optimiert Bankenprozesse

Ein Artikel von red | 21.04.2020 - 13:18

Wann immer ein Prozess einen Medienbruch hat und im schlimmsten Fall manuelle, menschliche Tätigkeiten erfordert, dann ist es ein Kostenfresser.

Andreas Bittner, Co-Founder der solarisBank:

In vielen Banken sind etablierte Prozesse und Systeme vorhanden, die eine End-to-End-Digitalisierung erschweren und zu Systemschnittstellen führen. Das operative Tagesgeschäft ist dadurch oftmals von Medienbrüchen gekennzeichnet. Und das kostet Geld, weiß Andreas Bittner, Co-Founder der solarisBank: „Wann immer ein Prozess einen Medienbruch hat und im schlimmsten Fall manuelle, menschliche Tätigkeiten erfordert, dann ist es ein Kostenfresser.“ 

Ziel etlicher Digitalisierungsstrategien ist daher die Ausweitung durchgängiger und medienbruchfreier Prozesse. Robotic Process Automation (RPA) bildet dabei die Grundlage. Sie verbindet schnell und kostengünstig Systeme, zwischen denen es keine Schnittstelle gibt und hoch repetitive und regelbasierte Prozesse können einfach und zuverlässig automatisiert werden. In Kombination mit Künstlicher Intelligenz (KI) stellt dies eine Entwicklung dar, die für die intelligente Automatisierung von Prozessen im Finanzbereich immer mehr an Bedeutung gewinnt. 

Intelligente Automatisierungstechnologien sind gerade im Bankensektor von Vorteil, da sich viele Prozesse durch ein hohes Maß an Standardisierung auszeichnen. So besteht bei 75 Prozent der manuellen Prozesse im Bankensektor Automatisierungspotenzial.

Durch intelligente Automatisierung werden manuelle Arbeitsschritte auf ein Mindestmaß reduziert. Dadurch lassen sich Arbeitskapazitäten sinnvoller verteilen und notwendige Bearbeitungszeiten verkürzen. Die gesteigerte Effizienz führt schließlich auch zu einem besseren Kundenerlebnis und zu höherer Kunden­zufriedenheit. Mitarbeiter können sich wiederum auf komplexe Aufgaben und Exception Handling – also die gezielte Bearbeitung von Ausnahmen oder ungewöhnlichen Situationen – fokussieren.

Intelligente Automatisierung: Erfolg sichern und Zukunft gestalten

Viele etablierte Banken in Deutschland sind nach wie vor im Kern analog aufgestellt, mit einem hohen Anteil an manuellen Prozessen. Dabei gehört der Finanzsektor zu den Branchen mit dem höchsten Digitalisierungspotenzial. Welche Ziele, Strategien, Treiber sowie Herausforderungen aktuell bestehen und wie intelligent automatisierte Prozesse in der Bankenpraxis umgesetzt werden können, beschreibt Swiss Post Solutions gemeinsam mit dem Statistik-Dienstleister Statista in dem neuen Whitepaper „Die digitale Bank“.

Erfolgsrezept: Intelligent automatisieren

Untersuchungen der Unternehmensberatung Gartner zeigen, dass etwa 80 Prozent der in Unternehmen vorhandenen Daten in unstrukturierter Form vorliegen.  Unstrukturierte Informationen sind beispielsweise frei formulierte Texte einer E-Mail. Strukturiert sind Informationen immer dann, wenn Datentypen über jeweils zugeordnete Eigenschaften verfügen. Der Schlüssel zur intelligenten Automatisierung liegt in der Erfassung unstrukturierter Daten. Künstliche Intelligenz liefert die Technologie dazu. Sie erkennt die Intention und macht aus der unstrukturierten Information maschinell verarbeit­bare, strukturierte Daten. KI kann somit Aufgaben erledigen, für die bisher der Einsatz menschlicher Intelligenz notwendig war. Für den nächsten Schritt – der Automatisierung von standardisierten Transaktionen und Prozessschritten – wird Robotic Process Automation (RPA) eingesetzt. Roboter werden so konfiguriert, dass sie alle Prozessschritte identisch ausführen wie es bisher ein Mensch erledigt hat – aber schneller und ausdauernder. Dabei arbeiten diese Software-Roboter mit vorhandenen Systemen auf der Basis des Benutzer-Interfaces oder existierenden Schnittstellen. 

Strategische Partnerschaften sind gefragt 

Vor allem angesichts fehlender interner Ressourcen und Erfahrungen hinsichtlich intelligenter Automatisierung wird der Aufbau strategischer Partnerschaften mit externen Dienstleistern für Banken wichtig. Neben ihrer Flexibilität und ihrem unvoreingenommenen Blick von außen wird ihnen insbesondere große Umsetzungserfahrung sowie Know-how zugeschrieben. Bei Bedarf stehen die benötigten Fähigkeiten und das Expertenwissen schnell bereit, Risiken können begrenzt und die Lernkurve verkürzt werden. „Wir sind auf externe Dienstleister angewiesen. Um die heutigen Anforderungen an Mitarbeiter, Systeme und Prozesse erfüllen zu können, benötigen wir die Expertise von Experten auf dem Gebiet der ­Digitalisierung. Ich glaube auch, dass der Bedarf in der Zukunft noch viel wichtiger wird“, bestätigt Sebastian Henrichs, Chief Executive Officer der Fondsdepot Bank. Eine Lösung, kurzfristig Kundenzufriedenheit zu steigern und mehr Effizienz in die Banking-Prozesse zu bringen, ist, sich eine Partnerin wie Swiss Post Solutions an die Seite zu holen. Die BPO-Spezialisten übernehmen End-to-End-Prozesse, setzen Künstliche Intelligenz und Robotic Process Automation ein, um kurz­fristig Potenziale zu heben und Finanzinstitute langfristig in eine überzeugende Wettbewerbsposition zu bringen.