mockDrop_iPhone X Mobile_Wallet.jpg

Digitale Karten beleben das Geschäft

Ein Artikel von Volker Bausch, Head of Competence Center „Payment & Digitization” bei Diebold Nixdorf | 16.10.2020 - 08:35
Volker_Bausch.png

Volker Bausch, Head of Competence Center „Payment & Digitization” bei Diebold Nixdorf

Der Siegeszug von Apple Pay und Google Pay hat den Bemühungen deutscher Kreditinstitute, eigene mobile Bezahllösungen im Markt zu platzieren, ein Ende gesetzt. Die Bereitschaft, diese mit Ihren eigenen Bezahlkarten zu unterstützen, honorieren die Kunden wiederum mit wachsender Aufmerksamkeit. Allein die Bekanntgabe der Sparkassen, dass Sie die Girocard für die Apple Pay-Nutzung freigeschaltet haben, erzeugte ein enormes werbewirksames Medien-Echo und zur Freude der Sparkassen auch hohe Registrierungszahlen für das mobile Bezahlen.

Dabei geht es weniger um die Vorherrschaft als vielmehr um eine Symbiose. Die Banken und Sparkassen bringen ihre Angebote in die standardisierten „Mobile Wallet“-Apps und profitieren von der Innovationskraft von Apple und Google mit ihren einfachen und intuitiven Lösungen. Die deutschen Kreditinstitute haben dadurch zwar den Banking-App „Touchpoint“ für mobiles Bezahlen an die beiden digitalen Riesen verloren, allerdings können Sie auch von den Mehrwertdiensten der mobilen Wallets als weiterem Kundenkanal profitieren. So können auch digitale Karten in Mobile Wallets eingebunden werden, die eine wichtige Rolle in den Bereichen Kommunikation, Marketing, Kundenbindungssysteme, Identifikation und Datenerfassung übernehmen.

Diese virtuellen Nachfolger der Plastikkarte haben viele Vorteile. Der Wichtigste: Während die Plastikkarten-Oberfläche statisch ist, lassen sich digitale Karten dynamisch mit Inhalten füllen. Ihr Einsatz optimiert die Marketing- und Kommunikationsaktivitäten des Finanzinstituts, erweitert Verkaufsprozesse und trägt zur Kundenbindung bei.

Diebold Nixdorf unterstützt mit seinen Partnern dieses neue Mobile Wallet-Ökosystem und bietet verschiedene Anwendungsfälle (Visitenkarten, Kundenkarten, Gutscheine, Eintrittskarten u.v.m.) mit unterschiedlichen Customer Journeys an.

mockDrop_iPhone X Mobile_Wallet.jpg

Mit einem Klick zwischen den Karten wählen: die digitale Brieftasche macht‘s möglich

Eine Lösung – zahlreiche Einsatzmöglichkeiten

Hat der Kunde seine Karten in der Wallet hinterlegt, kann er mit einem Klick zwischen den verschiedenen Karten wählen.

Zusätzlich zur Bezahlfunktion kann die Bank beispielsweise eine digitale Visitenkarte des zuständigen Beraters hinterlegen. Wechselt dieser einmal, wird die Karte entsprechend angepasst – der Kunde findet so stets seinen Ansprechpartner. Klickt er dann auf die Kontaktdaten, kann er einen Telefonanruf ebenso starten wie einen Videocall oder einen Chat – ganz ohne zusätzliches Installieren weiterer Software. Die digitale Karte bildet dabei den zentralen „Absprungpunkt“ zu allen Services. Auch für Werbung eignet sich die digitale Karte. Banner werden zentral gesteuert auf der entsprechenden digitalen Karte angezeigt. Automatisierte Erinnerungen an einen Beratungstermin können per Push-Mitteilung auf das Smartphone geschickt werden.

Und interessiert sich ein Kunde für eine Immobilie aus dem digitalen Immo-Schaufenster, erfährt das Institut, wie viele Interessenten es gibt und kann passgenau Haus- und Wohnungsalternativen zeigen sowie Termine für eine Finanzierungsberatung anbieten.

Wie eine Plastikkarte haben auch digitale Karten eine Rückseite. Auf ihr lassen sich zusätzliche Serviceleistungen hinterlegen – beispielsweise die Hotline-Nummern für den Verlust- oder Betrugsfall mit der Möglichkeit, im Notfall eine Emergency Cash-Karte zur Bargeldversorgung bereitzustellen.

mockDrop_iPhone X Produktkarte.jpg

Wie die analoge Variante verfügt auch die digitale Karte über zwei Seiten

DN_Digitale_Karten_Mobile_Wallet.jpg

Einfach anwählbar: die hinterlegten Karten

Insbesondere für kleinere Unternehmen wie Restaurants, Bäcker, Friseure, Theater oder auch gemeinnützige Vereine ist eine eigene App oder ein aufwendiges Kundenbindungs-system meist zu teuer. Hier kommt der Mehrwert der digitalen Karte voll zur Geltung. Sie punktet in Form von Coupons, Vouchern oder auch Rabattkarten – und das nicht zuletzt gerade auch in der aktuellen Corona-Phase, in der aus Hygienegründen das händische Überreichen etwa von Gutscheinen oft nicht erwünscht ist. Und hat das Unternehmen doch eine eigene App, so lässt sich auch diese integrieren.

 

DN_Digitale_Karten_Produktkarte_Kartenrückseite.jpg

Erweiterte Funktionen auf der Rückseite

Ein Optiker kann auf der virtuellen Karte den digitalen Brillen-Pass seines Kunden hinterlegen. Sobald der Kunde in die Nähe einer Filiale kommt, erhält er als Push-Nachricht mittels GPS oder Beacon-Technologie individuelle Angebote aufs Handy.

DN_Digitale_Karten_Produktkarte_Vorderseite.png

Dynamische Inhalte für mehr Kundenbindung

Die Lösung ist ohne aufwändige Systemanbindungen oder zusätzliche Programmierkenntnisse innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. Die digitalen Karten sorgen über ihren Nutzwert für loyalere Kunden und können die Geschäftsbeziehung beleben. Zugleich können Finanzinstitute über ihre Firmenkunden Endnutzer erreichen, die bislang nicht zu ihrem Privatkundenstamm zählen.