Banken-Websites : Vertriebliche Möglichkeiten nur zur Hälfte ausgeschöpft

 
28.05.2008
 

Banken könnten die vertrieblichen Möglichkeiten ihrer Websites noch viel besser ausnutzen. So ist die Umsetzung einer guten Beratungsqualität im Internet keine Selbstverständlichkeit. Im Gegenteil: Bei der Anregung des Kunden, der Evaluation von Produkten und Leistungen, der Unterstützung des Produktkaufs und dem After Sales-Service zeigt sich großer Handlungsbedarf für Banken.

Dies ist das Ergebnis der Studie „ibi Website Rating 2008: So gestalten Sie Ihre Website noch vertriebsstärker“ des Forschungs- und Beratungsunternehmens ibi research, bei der 170 Banken-Websites im deutschsprachigen Raum anhand eines detaillierten Kriterienkatalogs untersucht wurden.

Noch am besten sind die Großbanken aufgestellt, die 60 Prozent der in der Studie angesetzten Kriterien der Beratungsqualität erfüllen. Mit größerem Abstand folgen die Sparkassen. Sie erfüllen die Anforderungen etwa zur Hälfte. Genossenschaftsbanken, Direktbanken und sonstige Kreditbanken sind noch weiter abgeschlagen. Die Anregungs-Phase wird von den Banken am besten unterstützt. Im Durchschnitt erreichen die untersuchten Websites die Kriterien hier zu knapp 60 Prozent. In der Unterstützung von Evaluation und Kauf zeigen sich aber große Qualitätsunterschiede. Die Phase Kauf wird mit durchschnittlich nur 25 Prozent Zielerreichungsgrad am wenigsten unterstützt. Bei den Kriterien Unterstützung der Evaluation und Unterstützung des Kaufs liegt das Feld der Anbieter auch jeweils sehr weit auseinander. Die Spannweite zwischen den schlechtesten und besten 10% der Institute ist hier enorm groß.
Natürlich gibt es auch Institute, deren Webauftritt sich als besonders vertriebsstark erweist. Von diesen Banken können andere Institute sich einiges „abschauen“ – schließlich muss das Rad nicht immer neu erfunden werden. Gerade hinsichtlich der produktzentrierten, bedarfs- und zielgruppenorientierten Anregung, der Kampagnengestaltung sowie der Motivation, Transparenz und Produktkonfiguration in der Evaluations-Phase zeigen einzelne Institute interessante Ansätze.

Mehr dazu gibt es in der nächsten Printausgabe der geldinstitute.

eg