Viele Deutsche setzen trotz der aktuellen Finanzkrise weiterhin auf ihre Bank. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Kölner Unternehmensberatung Grass Roots Performance vom 8. Oktober 2008. Ein Großteil der Befragten glaubt weiterhin an die Beratung ihrer Bank. Lediglich 17 Prozent haben ihr Vertrauen verloren. Knapp die Hälfte hat bislang darauf verzichtet, sich aktiv auf die Krise vorzubereiten.
Die Umfrage der Grass Roots Performance belegt, dass die deutschen Verbraucher ihr Vertrauen in die Finanzinstitute trotz täglicher Hiobsbotschaften aus den Medien nicht verloren haben. "Vor allem junge Leute sind optimistisch und offen. Sie haben weniger Geld, das sie durch falsche Anlagen verlieren können", meint Guido Kiell, Finanzpsychologe bei der Grass Roots Performance, und spielt damit auf die Studie an: Lediglich ein Viertel der unter 29-Jährigen erwartet finanzielle Verluste in den kommenden sechs Monaten. Nur 16 Prozent planen, ihren Konsum einzuschränken. Und das, obwohl die meisten Verbraucher mit einer lang anhaltenden Krise rechnen: Über die Hälfte der Befragten glaubt nicht an eine Beruhigung der Märkte innerhalb der kommenden zwei Jahre.
Trotz der Vielzahl an Aspekten geben zirka drei Viertel der Befragten an, befriedigend bis ausgezeichnet über die Krise informiert zu sein. Auch hier kommen die Banken gut weg: Nur 26 Prozent der Befragten sind der Meinung, ihre Bank müsse für mehr Transparenz sorgen. Bei den Verbraucherzentralen (50 Prozent) und der Regierung (61 Prozent) sehen die Befragten hingegen erheblich mehr Informationsbedarf. "Die Studie ist ein positives Signal: Die Finanzinstitute können viel von der Haltung der Verbraucher lernen", kommentiert Kiell das Ergebnis: "Wenn die Banken das Vertrauen, das sie seitens ihrer Kunden genießen, untereinander weitergeben, wäre schon viel gegen die Krise getan."
Grass Roots Performance hat für die Studie 1626 Personen im Alter zwischen 18 und 80 Jahren befragt. Die vollständige Studie erhalten Sie kostenlos unter grassroots-performance.de .
jtw