PC-Feuerwehr: Online-Banking sicher gemacht

 
02.12.2008
 

Bequemer als vor dem heimischen Rechner können Bankgeschäfte kaum geregelt werden. Online-Banking ist eine der praktischsten Errungenschaften des Internets. Bei aller Einfachheit ist Online-Banking nicht immer so sicher, wie es scheint. Cyberkriminelle versuchen auf immer raffinierteren Wegen, das Banksystem zu knacken und sich das Geld anderer zu eigen machen. Dem kriminellen Treiben kann aber ein Riegel vorgeschoben werden. Mit den Tipps der PC-Feuerwehr wird Online-Banking zu einer sicheren Sache.

Immer wieder sind die Nachteile des Online-Bankings in der Diskussion – welche Gefahren es birgt und wie schnell man auf die böse Masche von Angreifern im Internet hereinfällt. In der Regel gibt es zwei Möglichkeiten, wie sich Kriminelle im World Wide Web an den Bankkonten anderer zu schaffen machen. Zum einen dringen sie über eine Schadsoftware wie zum Beispiel Trojaner in fremde Systeme ein. Als nützliches Programm getarnt, erfüllt es im Hintergrund eine andere Funktion: Eingabedaten, PIN und TAN werden protokolliert und an den Angreifer weitergeschickt. Eine andere Variante zielt direkt auf den Benutzer ab. Über gefälschte Webseiten, die dem Original gleichen, werden die Daten der Bankkunden abgerufen. Gefälschte E-Mails verlinken auf diese Seiten und übermitteln die eingegebenen Daten direkt an die Betrüger.
"Um sich vor solchen Angriffen zu schützen, sollte man sich erkundigen, ob das Bankinstitut auch Verfahren zum Online-Banking anbietet, die nicht auf PIN- und TAN-Nummern angewiesen sind", rät Michael Kittlitz, Gründer und Geschäftsführer der PC-Feuerwehr. "Kartenlesegeräte für die Bankkarte oder USB-Sticks, die ausschließlich in Verbindung mit einer TAN-Nummer benutzt werden, sind beispielsweise sichere Alternativen." Diese so genannten Home Banking Computer Interface (HBCI) Lösungen stehen für sicheres und multibankfähiges Online-Banking zwischen Kundensystemen und Bankrechnern. Beide vorgestellten Möglichkeiten verhindern, dass die TAN von Systemfremden abgefangen wird. Ein hilfreiches Tool, das beim Online-Banking genutzt werden sollte, ist die virtuelle Tastatur. Anhand der Mouseklicks, die auf diese Weise irgendwo auf dem Desktops gemacht werden, kann kaum rückverfolgt werden, welche Tasten eingegeben wurden. Wählt man im Startmenü "Ausführen" und gibt den Befehl "OSK" ein, erscheint die virtuelle Tastatur auf dem Desktop.
Noch besser ist es, das Betriebssystem Linux gegebenenfalls von einer Boot-CD zu starten und es ausschließlich für Online-Banking Aktionen zu nutzen. Der Vorteil liegt darin, dass dieses System dann lediglich in der Lage ist, Befehle auszuführen und nicht durch Schadsoftware manipuliert werden kann. So können sich Viren und Trojaner dort nicht einnisten. Weitere Tipps zum sicheren Online-Banking gibt es unter pc-feuerwehr.de.

jtw