Die Deutsche Postbank AG hat ihr zentrales SAP-Kontoführungssystem auf den aktuellsten Stand gebracht. Rund fünf Millionen Girokonten und über 13 Millionen Sparkonten sind erfolgreich auf die neue "Banking Service Plattform 6.0" der SAP gewechselt worden. Die Umstellung verlief reibungslos.
"Dank unserer langjährigen SAP-Erfahrung konnten wir die Bereiche Giro und Sparen gleichzeitig innerhalb von 20 Stunden umstellen", sagt Dr. Mario Daberkow, Vorstand IT und Operations, "dadurch blieben die Funktionseinschränkungen für unsere Kunden auf ein einziges Wochenende beschränkt." Die Postbank steigert mit der aktualisierten SAP-Kernbanken-Software die Leistungsfähigkeit ihrer IT insgesamt und verbessert die Zusammenarbeit mit umliegenden Systemen durch eine erweiterte Schnittstellentechnologie. Künftige Herausforderungen sind so besser zu bewältigen.
Der Wechsel auf die neue Software war die größte technische Veränderung der SAP-Kontoführungssysteme bei der Postbank seit der erstmaligen Einführung im Jahr 2003. Damals waren die Kundenstammdaten, die Sparkonten und die Girokonten noch in getrennten Arbeitsgängen im Abstand von jeweils mehreren Monaten migriert worden. Dieses Mal erfolgte die Umstellung von Giro- und Sparkonten gleichzeitig in weniger als zwanzig Stunden.
Auch die Vorbereitung verlief zügig und reibungslos: Vor einem Jahr, im August 2009, wurde die neue Software durch SAP ausgeliefert. Die eigentliche Testphase vor der Einführung dauerte von Mai bis Juli 2010. Bankexperten aus 24 Geschäftsfeldern arbeiteten mit den Fachleuten der IT-Tocher Postbank Systems AG in der dreimonatigen Testphase intensiv zusammen. 20.000 Testfälle wurden dabei gemeinsam überprüft und dokumentiert.
jz