Wincor Nixdorf und IRIS Analytics werden künftig eng zusammen arbeiten. Wincor Nixdorf wird das Software-Produkt IRIS weltweit vertreiben, es seinen Kunden alternativ aber auch als integrierten Bestandteil seiner Software-Suite ProClassic/Enterprise Retail Banking Solution Suite anbieten.
Nach Angaben von Wincor Nixdorf vereint und bewertet IRIS Informationen aus beliebigen Zahlungskanälen und verfolge so einen Multikanalansatz. Daten von kartenbasierten Transaktionen, aus dem Online-Banking oder Mobile Banking könnten damit miteinander verknüpft und in Echtzeit ausgewertet werden. Hochverdächtige Transaktionen könnten mit einer bisher unerreichten Treffsicherheit direkt im Rahmen von Autorisierungsprozessen abgelehnt werden.
Beim Online-Banking reagiere IRIS auf ungewöhnliches Verhalten, wie etwa den Zugriff auf ein Konto über zuvor nicht benutzte IP-Adressen in Kombination mit verdächtigen Zielkonten oder einer kurz darauf folgenden hohen Abhebung am Geldautomaten. "Betrüger sind weltweit vernetzt, hoch kreativ und agieren schnell", so Hanns-Michael Hepp, Geschäftsführer der IRIS Analytics, "Mit IRIS geben wir unseren Kunden ein hochflexibles, proaktives Werkzeug zur Prävention von Missbrauch in die Hand, mit dem komplexe Zusammenhänge frühestmöglich aufgedeckt und verhindert werden."
"Missbrauch ist eine der großen aktuellen Herausforderungen des elektronischen Zahlungsverkehrs", ergänzt Johann Praschinger, Leiter Payment Solutions bei Wincor Nixdorf. "Mit dem gesamtheitlichen Security-Konzept ProTect bieten wir wirksamen Schutz an Geldautomaten und Terminals für die Karteninhaber unserer Bankkunden, und mit IRIS erweitern wir diesen Schutzschirm auf die anderen Zahlungskanäle."
Im Fokus stünden dabei insbesondere die Reduktion aller mit Missbrauch im Zusammenhang stehenden Kosten und die Erhöhung der Kundenzufriedenheit. So könne immer dann, wenn ein Verdacht auf kompromittierte Kundendaten vorliege, Karten beziehungsweise Konten unter besondere Beobachtung durch IRIS gestellt werden.
"Nur im Fall von tatsächlichen Missbrauchsattacken werden die Karten dann individuell ersetzt. Ein massenhafter, reputationsschädigender und kostspieliger Austausch kann so vermieden werden", fügt Johann Praschinger hinzu. Die IRIS-Technologie erlaube es somit, Missbrauchsattacken organisierter Krimineller ohne nennenswerte Beeinträchtigung rechtmäßiger Verfügungen abzuwehren.
rh