SEPA: Jungfernflug erfolgreich absolviert

 
23.05.2008
 

Am 28. Januar ist der einheitliche europäische Zahlungsverkehrsraum (SEPA) mit der SEPA-Überweisung gestartet. Wie eine nun vorliegende Auswertung von 952 Überweisungen zeigt, die zu diesem Termin auf den Weg geschickt wurden, hält diese in weiten Teilen, was sie verspricht. Bei der Wiedergabe des Verwendungs­zwecks und bei Überweisungsrückgaben sind jedoch auch noch einige Probleme aufgetreten, die es zu beheben gilt.

100 Tage SEPA – zu diesem runden Geburtstag haben ibi research an der Universität Regensburg und die Firmen ABK Systeme und EFiS Financial Solutions jetzt eine Studie über ihre Erfahrungen mit der Geburtsstunde des einheitlichen europäischen Überweisungs­verkehrs vorgelegt. 241 Empfänger in 16 europäischen Ländern waren an dieser Studie beteiligt und haben insgesamt 952 Überweisungen erhalten. Die Rückmeldungen der Teilnehmer zu den Überweisungslaufzeiten und Kontoauszugsdaten hat das Regensburger Forschungs- und Beratungsinstitut anschließend strukturiert ausgewertet und aufbereitet.

„Einer der größten Vorteile der SEPA-Überweisung ist die garantierte Laufzeit von maximal drei Tagen bzw. einem Tag ab dem Jahr 2012, und das ohne Betragsbegrenzung“, sagt Jürgen Ortmann, Geschäftsführer der ABK Systeme GmbH, die gemeinsam mit ihrem Schwesterunternehmen EFiS Financial Solutions Komplettlösungen für den nationalen und internationalen Zahlungsverkehr bereitstellt. „Insbesondere Unternehmen werden davon profitieren, da sie ihre Liquidität im europäischen Zahlungsverkehr jetzt noch besser steuern können.

„Wie die Rückmeldungen der Teilnehmer zeigen, wurden über zwei Drittel der Zahlungen sogar bereits einen Bankarbeitstag nach der Ausführung gutgeschrieben“, berichtet Dr. Ernst Stahl, Research Director bei ibi research an der Universität Regensburg, von den Ergebnissen der Studie. „Bei Zahlungen innerhalb Deutschlands kamen sogar drei Viertel der Zahlungen innerhalb eines Tages an. Nur einige wenige Überweisungen (2%) wurden nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist von drei Tagen valutiert.

Insbesondere bei Überweisungen an ausländische Banken treten jedoch häufig noch Probleme wie z. B. fehlende Satzteile oder Zeichen auf. Statt „Herzlichen Glueckwunsch zur Teilnahme am Jungfernflug SEPA“ mussten einige Empfänger „Herzli Teilnahme am Jungfernflug SEPA“ oder „Herzchen Glueckwunsch zur Teilnahme aJungfernflug SEPA“ auf ihren Auszügen lesen. Auch die Geschäftsvorfall- und Rückgabecodes werden zum Teil noch nicht richtig verwendet. Der Name des Auftraggebers und die Ende-zu-Ende-Referenz wurden dagegen weitgehend richtig wiedergegeben, der IBAN und der BIC (entspricht Kontonummer und Bankleitzahl beim bisher bekannten Überweisungsverfahren) des Auftraggebers waren in gut der Hälfte der Kontoauszüge enthalten.

„Insgesamt kann festgehalten werden, dass der SEPA-Jungfernflug erfolgreich war, dass aber auch an einigen Stellen noch Verbesserungsbedarf besteht“, sagt Armin Gerhardt, Vorstandsvorsitzender von EFiS Financial Solutions. Um die Entwicklung des SEPA-Zahlungsverkehrs weiter beobachten zu können, will er auch zukünftig regelmäßige Testflüge durchführen. „Wir laden alle herzlich ein, unseren SEPA-Flieger auszuprobieren und uns von ihren Erfahrungen zu berichten!“, so Gerhardt weiter.

Wer sich selbst von der Funktionstüchtigkeit des SEPA-Zahlungsverkehrs überzeugen will, kann diesen jetzt kostenlos testen: jungfernflug.ibi.de .

eg