IBM und AT&T haben eine endgültige Vereinbarung getroffen, nach der IBM Sterling Commerce für etwa 1,4 Milliarden US-Dollar in bar von AT&T übernehmen wird. Mit der Übernahme des in Dublin und Ohio ansässigen Unternehmens will IBM nach eigenen Angaben seine Kompetenz für die Bereitstellung intelligenter und dynamischer Business-Netzwerke erweitern.
Das Middleware-Portfolio von IBM werde durch die Lösungen von Sterling Commerce auf ideale Weise ergänzt. IBM geht davon aus, dass das Unternehmen durch die Übernahme der Technologie und des großen Handelspartner-Netzwerks von Sterling Commerce in der Lage sein wird, seinen Kunden neue Cross-Channel-Lösungen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus komplettiere die Technologie von Sterling Commerce die branchenspezifischen Softwarelösungen von IBM. Dadurch könne IBM zusätzliche Funktionen in seine Produkte für Einzelhandel, Produktion, Kommunikation, Gesundheitswesen und Banken integrieren.
Heute nutzen weltweit mehr als 18.000 Kunden Lösungen von Sterling Commerce. Das Unternehmen unterstützt mit seinen Produkten mehr als 1 Milliarde Geschäftstransaktionen pro Jahr bei Kunden aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Einzelhandel, Produktion, Kommunikation und Distribution/Logistik.
Nach Angaben von IBM wird die Kombination der Technologien und Kompetenzen beider Unternehmen dazu führen, dass Business- und Partnernetzwerke durch die unternehmensübergreifende Integration intelligenter und effizienter werden. IBM geht davon aus, dass diese Übernahme für Kunden, die IBM-Software für Rules Management, Analytics und Business Process Management einsetzen, eine Erweiterung der Funktionen ihrer vorhandenen Systeme ermöglicht.
AT&T erwartet Rekordgewinn
"Sterling Commerce ist ein solides Unternehmen, das optimal zu den Produkten und Serviceleistungen von IBM passt. Im Mittelpunkt stehen für uns die Entwicklung und Bereitstellung eines Portfolios mit herausragenden netzwerkbasierten Lösungen und Serviceleistungen, darunter auch Netzwerk- und Cloud-Implementierungen von Datenspeicherlösungen und Managed Hosting sowie Applikations- und Computing-Services", erklärt Ray Wilkins, Chief Executive Officer, AT&T Diversified Businesses. "Und AT&T setzt natürlich auch weiterhin auf die strategische Allianz mit IBM, unserem größten Kunden, um konsistente IT- und TK-Serviceleistungen für multinationale Konzerne in der ganzen Welt bereitzustellen."
In Übereinstimmung mit seiner Softwarestrategie wird IBM auch weiterhin Kunden von Sterling Commerce unterstützen und Technologien des Unternehmens ergänzen. Darüber hinaus können Kunden von Sterling Commerce die Vorteile des großen IBM-Portfolios nutzen. Nach Abschluss der Transaktion werden etwa 2.500 Mitarbeiter von Sterling Commerce in die WebSphere-Organisation der IBM Software Group integriert.
IBM und AT&T rechnen damit, dass die Transaktion in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 abgeschlossen wird. AT&T erwartet für das Quartal, in dem die Transaktion abgeschlossen wird, einen Rekord-Sondergewinn von etwa 750 Millionen US-Dollar.
rh