Die "European Association for Biometrics" möchte den Einsatz von Technologien, die Menschen erkennen, voranbringen. Der Datenschutz und die Wahrung von Persönlichkeitsrechten sollen dabei im Vordergrund stehen.
Die im vergangenen November neugegründete Vereinigung hat das Ziel, Forschung und Entwicklung der Biometrie voranzubringen. Der EAB geht es darum, den angemessenen und nutzbringenden Einsatz der Technologie zu fördern.
„Trotz aller positiver Prognosen ist ein weltweiter Biometrieboom bisher ausgeblieben", sagt Alexander Nouak, Vorsitzender der EAB und Abteilungsleiter „Identifikation und Biometrie" am Fraunhofer IGD, Forschungseinrichtung für angewandtes Visual Computing.
Biometrie mit Sicherheit gleichzusetzen, hält Nouak für unzureichend. Seiner Ansicht nach hat die Technologie vor allem die Aufgabe, den Komfort bei Sicherheitssystemen zu erhöhen. „Dadurch, dass ich meine biometrischen Merkmale immer bei mir trage, muss ich mir keine Codes, Passwörter oder PINs merken und auch keine Schlüssel oder Karten mitführen", sagt Nouak.
„Biometrie kann unser Leben vereinfachen, wenn der Datenschutz gewahrt bleibt und die Anwendung dem geforderten Sicherheitsniveau entspricht." Die gemeinnützige EAB will Industrie, Politik und Anwender an einen Tisch bringen. Dazu strebt sie die Gründung eines europaweiten Netzwerks an, dass seine Erfahrungen auch mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft diskutiert.
Die Gründung der EAB ist eine Folgeaktivität des von der Europäischen Kommission im 7. Forschungsrahmenprogramm geförderten Projekts „BEST Network". Dieses thematische Netzwerk bildete ein europäisches Forum für Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Forschung zur Biometrie. Die 26 BEST-Partner sind auch die Gründungsmitglieder der EAB.
Weiterführende Informationen finden Sie hier.
msw