Die chinesische Bank of Communications (BaComm) benötigte für den deutschen Markteintritt eine moderne Bankensoftware. Durch einen neuen Ansatz der Multibank Software Service AG mit interaktiven Schnittstellen konnte das Unternehmen nun deutlich schneller seine Geschäfte aufnehmen.
Die BaComm wurde 1908 gegründet und ist eines der traditionsreichsten Kreditinstitute des Landes. Bereits seit einiger Zeit betrieb sie in Frankfurt eine Repräsentanz, beschloss aber, diese in eine Branch umzuwandeln. Für Nicht-Banker: Eine Branch ist eine "echte" Bankfiliale, für die einerseits eine Banklizenz erforderlich ist und die andererseits eine Neustruktur der Geschäftsprozesse erforderlich macht -- naturgemäß verbunden mit einer erneuerten IT.
Das übliche Verfahren wäre gewesen, für die deutsche Branch eine deutsche Lösung maßzuschneidern und diese anschließend mit der Lösung im Mutterhaus umständlich zu verknüpfen, ganz im Sinne eines umfassenden Systems. In Frankfurt kommt nun aber eine innovativere Lösung zum Einsatz: "Die chinesische Software arbeitet innerhalb der Buchhaltung als führendes System. In Deutschland wird hingegen unsere Lösung genutzt. Beide Programme sind eng miteinander verknüpft und bilden deckungsgleich dieselben Informationen ab", erläutert Multibank-Vorstand Asmus Christesen die Vorgehensweise.
Die beiden Softwarelösungen spiegeln die Daten, informieren sich gegenseitig und ergänzen einander da, wo es notwendig ist. Beispiel: Ein Konto wird in Deutschland neu angelegt; dies geschieht in der asiatischen Software. Die Multibank-Software ergänzt jedoch die Felder mit den für die hiesigen Abläufe notwendigen Informationen. Der Vorteil:
schnellere, schlankere Prozesse als gewöhnlich. Andernfalls hätte man die chinesische Lösung beispielsweise um das Meldewesen, die Zahlungsformate oder SEPA ergänzen müssen. Christesen: "Allein die deutsche Abgeltungsteuer dann in der heimatlichen IT unseres Kunden abzubilden wäre ein gewaltiger Aufwand."
mog