BCG-Studie: Banken müssen Umrüsten

 
17.02.2011
 

2010 erwirtschafteten Banken weltweit Erträge von rund 590 Milliarden US-Dollar im Zahlungsverkehr – das entspricht einem durchschnittlichen Rückgang von jährlich sieben Prozent seit Ende 2008. Um dem Abwärtstrend entgegenzuwirken, müssen sich Banken an die umfassenden Veränderungen in dem Geschäftsbereich anpassen – so eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group (BCG).

Die Studie "Global Payments 2011: Winning After the Storm", die zum zehnten Mal in Folge erscheint, analysiert das Retailgeschäft für einzelne Regionen weltweit und das Firmenkundengeschäft aus globaler Perspektive. "Das traditionell starke Zahlungsverkehrsgeschäft hat in den letzten Jahren, vor allem durch sinkende Margen, deutliche Schwächen gezeigt, erklärt Niclas Storz, BCG-Partner und Mitautor der Studie.

Die Banken müssten prüfen, so Storz, ob sich ihre Geschäfts- und die dahinterliegenden Operatingmodelle auch in einem gewandelten Branchenumfeld bewähren. Unterschiedliche Strategien für verschiedene Kundensegmente und unterschiedliche Märkte könnten laut Studie hier zielführend sein. In jedem Fall müssten Banken, die ihr Zahlungsverkehrsgeschäft ausbauen wollen, die organisatorische Komplexität reduzieren.

Von 2010 bis 2020 sollen die Erlöse pro Transaktion von 0,75 auf 0,57 US-Dollar im inländischen sowie von 3,62 auf 2,93 US-Dollar im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr fallen. Die niedrigsten Erlöse pro Transaktion werden dabei im westeuropäischen Zahlungsverkehrsmarkt erwartet: diese sollen bis 2020 von aktuell 0,58 auf durchschnittlich 0,29 US-Dollar sinken.
Die Studie kann über die BCG-Internetseite abgerufen werden.

msw