Die GAD eG hat ihr IT-Verfahren Basel II und den Basel-II-Rechenkern zertifizieren lassen. Die Prüfung der Deutschen Genossenschafts-Revisions Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestätigte jetzt die Qualität sowie die Sicherheit der IT-Anwendung und der Anwenderdokumentation. Damit ist die GAD das erste Rechenzentrum im genossenschaftlichen FinanzVerbund, das die Zertifizierung der Basel-II-Anwendung erhalten hat. Im Rechenzentrum der GAD testete die Prüfungsgesellschaft das Verfahren anhand von realen Daten und Fällen. Im Einzelnen analysiert wurden zum einen das Adressausfallrisiko nach dem Kreditrisiko-Standardansatz mit der einfachen und umfassenden Sicherheitsanrechung; zum anderen die Bewertung der operationellen Risiken nach dem Basisindikator, dem Standardansatz und dem alternativen Standardansatz.
Gegenstand der Softwareprüfung war auch die Beurteilung der Einhaltung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB). Mit dem positiven Prüfungsvermerk können sich die Kunden der GAD, die Volks- und Raiffeisenbanken im Norden und Westen Deutschlands, darauf verlassen, dass sie die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und ihr Vorgehen revisionssicher ist. Außerdem wurden die Dokumentation und die fachlichen Erläuterungen des Anwenderhandbuches als „anwenderfreundlich“ bewertet. Dass die Banken fit in Sachen Basel II sind, zeigte auch die erste Solvabilitätsmeldung zum 31. März 2008: Im telefonischen Support der GAD gab es sehr wenige Rückfragen seitens der 450 Banken. Fast alle ermittelten und meldeten problemlos die notwendigen Daten. Hauptgründe dafür sind die umfassende und einfache Unterstützung durch das Bankenverfahren bank21 und die gute Vorbereitung der einzelnen Bank.
So ist beispielsweise ein aufwändiges manuelles Bearbeiten von Listen oder Daten nicht erforderlich. Alle relevanten Datensätze sind in bank21 per Mausklick abrufbar und werden sehr übersichtlich dargestellt.
Darüber hinaus haben alle 450 Volks- und Raiffeisenbanken eine entsprechende Fach- und IT-Schulung der GAD und der regionalen Verbände abgeschlossen. Zusätzlich dazu hat die Mehrheit von ihnen bereits seit Anfang 2007 Proberechnungen mit bank21 durchgeführt. Über dieses Tool in der Basel-II-Komponente konnten die Banken IT-gestützt ihre Risikoermittlung nach dem neuen Kreditrisiko-Standardansatz gemäß Solvabilitätsverordnung im Vorfeld simulieren.
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