VR-BankenService | GAD bietet mit Mehrmandantenfähigkeit die technologische Basis

Regionales Outsourcing-Modell erfolgreich etabliert

 
Heft 2/2008
 

Die VR-BankenService, ein Kompetenzzentrum zur Bündelung von Backoffice-Aufgaben im genossenschaftlichen Finanzverbund, zieht nach zwei Jahren eine positive Bilanz. Rund 20 Volks- und Raiffeisenbanken aus dem Geschäftsgebiet des IT-Kompetenzcenters GAD nutzen bereits die Dienstleistungen in den Bereichen Zahlungsverkehr, Marktfolge Passiv, Revision und Recht. Das Unternehmen wurde von der GAD, der WGZ BANK sowie den mittlerweile fusionierten Volksbanken Detmold und Paderborn-Höxter im Januar 2006 gegründet. Das Interesse am Kooperationsmodell ist groß, es gilt inzwischen als Vorbild für weitere Outsourcing-Modelle in anderen Regionen. Interessierte Banken können entweder Kunde bei der VR-BankenService werden oder eigene Outsourcing-Gesellschaften in ihrer Region gründen.

Die Technologieplattform für das Auslagern von Standardprozessen in Banken an die VR-BankenService ist bank21 – das Bankenanwendungsverfahren der GAD. Durch die einzigartige Mehrmandantenfähigkeit von bank21 arbeiten alle Outsourcing-Partner – Bank wie auch VR-BankenService – in einem einzigen Softwaresystem. Das spart Kosten auf der Hardwareseite und optimiert die Prozesse und Schnittstellen. Die Kompetenzen der Mitarbeiter der VR-BankenService werden qua Mandantenvertrag vertraglich fixiert und in bank21 technisch entsprechend aufgesetzt. Voraussetzung für eine effektive Bündelung der Backoffice-Tätigkeiten in einem Kompetenzzentrum wie der VR-BankenService sind einheitliche Standardprozesse. Diese wurden von Beginn an auf Basis der Ergebnisse des BVR-Projektes „VR Process“ erarbeitet und in bank21 technisch abgebildet.

Die Banken profitieren einerseits von Kosteneinsparungen durch die Bündelung von Massen und andererseits von Qualitätssteigerungen durch die Spezialisierung. „Die Auslagerung von Backoffice-Tätigkeiten beispielsweise im Zahlungsverkehr bringt den Banken signifikante Produktivitätsvorteile von bis zu 50 Prozent. Die Bankmitarbeiter müssen nicht mehr für Standardprozesse eingesetzt werden und haben mehr Freiräume für Beratertätigkeiten. Wir haben ein Kompetenzzentrum aufgebaut, das vor allem auch kleine und mittelgroße Banken dabei unterstützt, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren“, sagt Burkhard Näther, Geschäftsführer der VR-BankenService.

„Das Modell der VR-BankenService ist einzigartig im genossenschaftlichen Verbund“, unterstreicht GAD-Vorstandsmitglied Anno Lederer. „Aufgrund der hohen Bereitschaft zu arbeitsteiligen Prozessen werden solche Kooperationsmodelle den Bankenmarkt zukünftig nachhaltig prägen. Bereits von Beginn an haben wir in unseren bank21-Konzepten die Mehrmandantenfähigkeit als zentrales Element berücksichtigt. bank21 hat das Potenzial, auch außerhalb des genossenschaftlichen Verbundes als Standardplattform für arbeitsteilige Prozesse zu fungieren.“ www.gad.de

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