Wie Mietsoftware Kosten reduziert

 
Heft 3/2010
 

Make or buy?Standardsoftware spielt auch bei Banken eine immer wichtigere Rolle. Wer hier mietet statt kauft, kann erheblich sparen – das gilt etwa bei Officeanwendungen oder professionellen E-Mail-Lösungen. Noch hegen viele Kreditinstitute jedoch Sicherheitsbedenken gegen Anwendungen aus dem Internet. Dabei bieten webbasierte Softwaremietmodelle oftmals höhere Sicherheitsstandards als lokale Lösungen – und das bei überschaubaren Kosten und geringem Pflegeaufwand.

Spätestens die Entwicklung hin zu Thin Clients hat vielen Verantwortlichen in den Banken gezeigt, dass sich sichere und leistungsfähige Software nicht unbedingt auf dem lokalen Arbeitsplatzrechner befinden muss. Serverbasierte Modelle sind klar auf dem Vormarsch. Doch ist die Entwicklung damit längst nicht abgeschlossen. Insbesondere Standards, die wenig mit dem Kerngeschäft zu tun haben, kommen vermehrt übers Internet und werden von spezialisierten Dienstleistern betrieben. Folgerichtig setzen sich aus Kostengründen derzeit die Mietmodelle durch. Viele Banken profitieren bereits von niedrigen Investitionskosten, geringen Wartezeiten und dem gesunkenen Aufwand für Wartung, Pflege und Updates. So besitzt Software as a Service (SaaS) die Fachbezeichnung der Mietsoftware erheblichen Charme. Denn Arbeitsplatzrechner und Internetzugang genügen, um ohne weitere Vorbereitungen alle relevanten Businessanwendungen ausführen zu können. In Frage kommen beispielsweise EMail- und Kalendersoftware oder Officeprogramme.

Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Anwender auf ein Programm zugreifen sollen oder von welchem Arbeitsplatz sie das tun. Ob stationär in der Bank oder unterwegs beim Kunden: Programme und Dateien sind jeweils dieselben. Ein wichtiges Plus, denn so können beispielsweise zeitaufwändige Abstimmungsrunden unterbleiben oder das Versionswirrwarr einer Tabelle verhindert werden.

Zur günstigen Kostenstruktur von SaaS trägt bei, dass Unternehmen nur das bezahlen, was sie gerade benötigen. Im Prinzip wie der Strom aus der Steckdose. Zudem lassen sich komplette Programme und die Anzahl der Arbeitsplatzlizenzen problemlos kurzfristig buchen und auch wieder abbestellen. Diese Flexibilität zählt insbesondere dann, wenn schnell neue Märkte besetzt werden oder Partner bestimmte Tätigkeiten übernehmen sollen. Zudem entfallen viele sonst übliche Investitionen in eigene Soft- und Hardware. Dazu kommen weitaus geringere Ressourcen für die Wartung und Pflege der Systeme als beim Eigenbetrieb. Beim IT-Softwareservice beispielsweise, dem SaaS-Angebot der Telekom, gewährleistet der Dienstleister die volle Funktionsfähigkeit aller Programme und sorgt gleichzeitig für die nötigen Aktualisierungen. Dazu gehören Sicherheitsupdates oder Patches und Neuerungen der Programme. All diese Vorteile sehen auch die meisten Banker. Bedenken kommen dann jedoch beim Punkt Sicherheit. Denn gerade in der Finanzbranche spielen Performanz, Vertraulichkeit und Ausfallsicherheit eine weitaus größere Rolle als in vielen anderen Branchen.

Dabei belegen zahlreiche Untersuchungen, dass gerade die internen Sicherheitsstandards sogar im Bankgewerbe Lücken aufweisen. Diese beginnen bei der Abwehr von äußeren Zugriffen auf vertrauliche Daten und reichen bis hin zu fehlenden Backups. Experten weisen darauf hin, dass mitunter noch immer die Sensibilität für die Gefahren fehlt.

Doch kommt noch ein anderer Punkt hinzu: Es bedeutet einen immensen Aufwand, Kapazitäten und Know-how für den professionellen und sicheren Betrieb von Soft- und Hardware vorzuhalten. Gerade kleineren Instituten fehlen teilweise die Ressourcen, um eine entsprechende Umgebung für Officeprogramme oder Fileserver aufzubauen. Ein eigenes Rechenzentrum oder eine professionelle IT-Security für die vermeintlich unkritischen Standardanwendungen wären schlicht zu teuer. Viele unabhängige IT-Berater empfehlen daher explizit, diese nicht selbst zu betreiben, sondern sie an spezialisierte Dienstleister auszulagern. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Anbieter über die nötigen Ressourcen, Fähigkeiten und Angebote verfügen, um die Bedürfnisse einer Bank maßgeschneidert erfüllen zu können. Ebenso müssen sie branchenspezifische Sicherheitsstandards mit ihren SaaS-Lösungen jederzeit gewährleisten.

Die Telekom setzt IT-Softwareservice daher auf eine umfangreiche Palette von Maßnahmen. Dazu gehören beispielsweise tagesaktuelle Sicherheitsaktualisierungen der eingesetzten Software. Das betrifft einerseits Patches und Neuerungen der Programme, gilt aber insbesondere für Firewall, Spam- und Virenschutz. Dadurch sind die Bankmitarbeiter an ihren Arbeitsplatzrechnern jederzeit vor gefährlichen Trojanern und Viren geschützt, außerdem können sich keine unerwünschten Daten ins bankeigene Netz einschleichen und dort Schaden anrichten. Dieses Sicherheitsniveau gilt übrigens auch für die Verbindung von der Bank zu den Servern der Telekom. Hier kommt mit einer SSL-Verschlüsselung derselbe Standard wie beim Onlinebanking zum Einsatz. Doch geht das Sicherheitsnetz bei IT-Softwareservice noch deutlich weiter. Neben der Integrität der Daten sorgt es zudem für den unterbrechungs- und störungsfreien Betrieb der Systeme. So können sogar unvorhergesehene, äußere Einflüsse den Rechnern wenig anhaben. Kommt es zum Beispiel zu einem Stromausfall, springen Dieselaggregate oder Hochleistungsakkus sofort ein. Dieses Prinzip der mehrfachen Absicherung gilt auch bei der Anbindung ans Internet. Hier sichern zwei getrennte Leitungen stets den Datenverkehr, wichtig etwa beim Ausfall eines Verteilerknotens oder falls bei Baumaßnahmen versehentlich irgendwo eine Leitung gekappt wird. Kommt es intern zu Störungen, verhindern auch dort die redundanten Systeme einen Ausfall. Gespiegelte Komponenten befinden sich in getrennten Räumen im Hochsicherheitsrechenzentrum. Fällt ein Server aus, übernimmt sein Pendant nahtlos den Betrieb. Zusätzlich sorgen Brandschutztüren und -wände sowie moderne Gaslöschanlagen dafür, dass ein Feuer keine Schäden verursachen kann. Selbstverständlich ist eine Serverraumklimatisierung der Rechenzentren. Gegen menschliche Eingriffe schützen das permanent vor Ort befindliche Wachpersonal sowie Drehkreuze an den Türen.

Doch neben den Systemen kommt es beim Thema Sicherheit vor allem auf die Menschen an. Leider entstehen hier noch immer Gefahren für die Datensicherheit durch Unachtsamkeit oder durch Missverständnisse. Schnell löscht ein Mitarbeiter Informationen beispielsweise durch eine Verwechslung.

Bei IT-Softwareservice verhindern regelmäßig durchgeführte Backups, dass Daten verloren gehen. Damit lassen sich sogar gelöschte Daten wieder herstellen. Damit im Zusammenspiel zwischen Produktivdaten und Backup keine Unregelmäßigkeiten auftreten, kontrolliert die Telekom automatisch, ob die Backups fehlerfrei gelaufen sind. Noch ein Pluspunkt: Weil sich alle Daten zentral auf den Servern befinden, greifen die Mitarbeiter immer auf dieselbe Version einer Datei zu. Ein Versionswirrwarr ist damit ausgeschlossen.

Gerade in der Finanzbranche spielt die Verfügbarkeit von Daten und Systemen eine Schlüsselrolle. Abstürze oder Unterbrechungen durch Updates bedeuten in der Praxis Ärger oder sogar Vertrauensverlust der Kunden. Das gilt sogar im Fall der Standardsoftware. Verweigert während einer Beratung beispielsweise die Tabellenkalkulation ihren Dienst, lässt sich mancher Kunde nur unvollständig bedienen. Und meist ist die Lösung des Problems nicht innerhalb weniger Minuten möglich. Die Telekom garantiert in ihren professionellen Rechenzentren daher lückenlosen Support.

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