Richtungsweisend in Kundenorientierung und Nachhaltigkeit.Die Philosophie der
Paderborner Bank für Kirche und Caritas (BKC) beruht auf einem einfachen Anspruch: Nach dem
Motto „Die Bank von Mensch zu Mensch“ liegt dem Institut die Nähe zu ihren Kunden besonders
am Herzen. Durch einen persönlichen Ansprechpartner bietet sie eine ganzheitliche Kunden-
betreuung und somit den Zugang zu allen Finanzdienstleistungen.
Die Bank für Kirche und Caritas mit Sitz in Paderborn wurde 1972 als Kirchenbank in der Rechtsform einer Genossenschaft gegründet. Sie bietet das gesamte Spektrum der Bankdienstleistungen und sieht ihre spezifische Kompetenz darin, mit dem Wissen einer Spezialbank ihren Dienst ausschließlich kirchlichen und caritativen Einrichtungen sowie den hauptamtlich dort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anzubieten. Als erste Bank hat sie vor einigen Jahren damit begonnen, eine den christlichen Werten verpflichtete Nachhaltigkeitspolitik für alle Geschäftssparten des Bankbetriebs zu entwickeln. Mit dem Angebot nachhaltiger Geldanlagen kommt die Bank für Kirche und Caritas dem besonderen Wunsch ihrer Kunden nach, die neben der finanziellen Rendite bei ihrer Geldanlage auch christliche Werte verwirklicht wissen wollen.
Das überdurchschnittliche Wachstum der BKC erforderte einen entsprechenden Raumbedarf und machte eine dringende Flächenerweiterung notwendig. Die zweijährige Bauphase wurde im Sommer 2011 abgeschlossen. Es wurde ein funktionelles Bankgebäude mit einer modernen und umweltfreundlichen Ausstattung geschaffen, die Mitarbeitern und Kunden optimale Voraussetzungen für steigende Qualitätsansprüche bietet. In gewohnt persönlicher Atmosphäre präsentieren sich die neuen Räumlichkeiten. Die farbige Glaskunst, die von dem Rottweiler Künstler Tobias Kammerer gestaltet wurde, beginnt an den Eingangstüren der Bank und findet ihren Abschluss im Empfangsbereich. Sie setzt mit den leuchtenden Farben einen deutlichen Akzent. In der Außenfassade nimmt das Haus mit einem roten Main-Sandstein historische Zitate aus dem 17. Jahrhundert auf und erinnert damit an das ehemals an dieser Stelle stehende Renaissance-Gebäude „Hotel Löffelmann“. Die Kundenhalle steht speziell für die Abwicklung des Privatkundengeschäfts zur Verfügung. „Mit der Erweiterung unseres Bankgebäudes wollen wir bewusst dem Trend einer virtuellen Bank entgegenwirken und den persönlichen Kontakt weiter intensivieren“, wie Franz-Josef Backhaus als Leiter des Unternehmensservices unterstreicht. Neben der modernen Technik in der erweiterten SB-Zone steht den Kunden weiterhin eine Kasse zur Verfügung. Service und Beratung sind bewusst getrennt. Der großzügig geschwungene Empfang mit einem darüberliegendem Lichtdach und einer blauen Lichtvoute stellt die Über- und Weiterleitung der Kunden zu den hell und freundlich wirkenden diskreten Beratungsräumen und den sonstigen Bereichen der Bank sicher.
Coffee-Point und Internetplatz sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Diese persönliche Atmosphäre findet sich im ganzen Haus über alle Etagen hinweg wieder. Materialien wie Glas, Hochglanzweiß und amerikanischer Kirschbaum in Designerfurnier ziehen sich wie ein Leitfaden durch das ganze Haus und verbinden alt mit neu. Die offene Gestaltung mit akzentuierendem Licht schafft Transparenz und Luftigkeit, die durch das Setzen von punktuellen Glasakzenten (Verkleidung der Aufzugsbereiche, Abtrennung von Technikelementen) verstärkt wird. atrium3, architekten und ingenieure hat hier in Abstimmung mit Selecta aus Arnsberg ein harmonisches innenarchitektonisches Gesamtbild geschaffen, das Kunden und Mitarbeiter begeistert. Selecta war darüber hinaus mit der Einrichtung der Kundenhalle und dem Vorstandsbereich qualitätsvoll befasst.
Durch den Erhalt des Bestandsgebäudes wurde die Ökobilanz für das Gesamtgebäude verbessert. Besonderer Wert wurde auf eine nachhaltige Bauweise durch ökologische und energiesparende Maßnahmen gelegt. Beheizung und Kühlung des Bankgebäudes erfolgen maßgeblich über Umweltwärme aus dem Grundwasser. Darüber hinaus sorgt ein eigenes Blockheizkraftwerk für effiziente Stromproduktion und obendrein für Wärme. Für die Toilettenspülung wird Regenwasser in einem 5.000-Liter-Behälter vorgehalten. Auf dem Dach produziert eine Photovoltaikanlage rund 13.500 Kilowattstunden emissionsfreien Strom pro Jahr. Trotz Vergrößerung des Bankgebäudes kommt es durch die vorgenannten Maßnahmen sowie durch zusätzliche Wärmedämmung zu einer erheblichen Reduzierung der CO2-Emission.
Bei den Innenausbaugewerken wurden Materialien gewählt, die in Bezug auf ihre Herstellung, ihren Transportweg sowie die Entsorgung günstige Umweltbilanzen aufweisen. Innenwandflächen wurden mit einem Lehmunterputz versehen. Die Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen und abzugeben, macht diesen Baustoff zu einem idealen Faktor für ein angenehmes Raumklima.
Die Erweiterung und der Umbau erfolgten während des laufenden Betriebes.
Infos: Das Projekt
▷Bauherr: Bank für Kirche und Caritas eG, Paderborn
▷Mitarbeiterzahl (per 30. Dezember 2010): 80
▷Bilanzsumme (per 30. Dezember 2010): 3.601.936.297,36 Euro
▷Architekt: atrium3, architekten und ingenieure, Büren
▷Innenarchitekt/Organisationsplaner: atrium3, architekten und ingenieure, Büren
▷Gestaltung und Einrichtung: Selecta-Werk GmbH, Arnsberg
▷Gesamtnutzfläche: 2.500 Quadratmeter; davon Kundenhalle; SB-Bereich, Beratung Privatkunden und kirchlich caritativer Einrichtungen: 900 Quadratmeter