Virtuelle Bankfiliale ist Realität

 
Heft 6/2009
 

Die sichere Online-Vertriebsplattform der Volks- und Raiffeisenbanken.Die Volks- und
Raiffeisenbanken im Norden und Westen Deutschlands haben ihre Internetpräsenzen zu
einer attraktiven virtuellen Bankfiliale ausgebaut – die in das Bankenverfahren bank21 integriert ist. Dort kann der Bankkunde alle Standardbankgeschäfte durchführen.

Zu den Features der virtuellen Bankfiliale zählen: Kontostände abrufen, Überweisungen tätigen, Daueraufträge anlegen oder löschen, elektronische Kontoauszüge erstellen, Informationen zur Abgeltungssteuer einsehen, Handy-Prepaid-Karten aufladen, den Kauf und Verkauf von Wertpapieren steuern.

Aber die von der GAD entwickelte bank21-Onlinefiliale kann noch mehr: Sie bietet den Bankkunden ein attraktives Portal, in dem er sich elektronisch beraten, Modellrechnungen erstellen, maßgeschneiderte Informationen abrufen und Verträge für Tagesgeld oder Sparprodukte abschließen kann. Ist der Besucher der Homepage bereits Kunde der Bank, kann er – nach der Legitimation und Einwahl in die Onlinefiliale - auch direkt fallabschließend verschiedene Produkte wie zum Beispiel ein Tagesgeldkonto anlegen. Der zuständige Berater in der Bank erhält eine Nachricht über die Neueröffnung. Gleichzeitig fließen alle Daten direkt in das Bankenverfahren bank21 ein. Nachbearbeitungen in der Bank entfallen damit vollständig.

Individuelle Angebote

Falls sich Bankkunden in der Onlinefiliale zunächst einen Gesamtüberblick über das vorhandene Angebot machen möchten, können sie den elektronischen Anlageberater nutzen. Er unterbreitet dem Kunden nach einer Analyse seines Bedarfs diverse Produktvorschläge. Bei bestimmten Produkten unterstützt zusätzlich ein Modellrechner den Kunden auf dem Weg zu einem Produktabschluss. Neben den bankeigenen Produkten können darin künftig auch Produkte weiterer Verbundpartner zum Beispiel aus der Versicherungsbranche integriert sein.

Das Besondere der Onlinefiliale und der Beratungstools: Sie greifen auf den Rechenkern des Bankenverfahrens bank21 zu und arbeiten mit dort hinterlegten Konditionen, Kundendaten und Datenbanken. Ziel ist es, Beratungs- oder Vertriebsprozesse, die im Internet direkt vom Kunden angestoßen wurden, in der Filiale vor Ort fortzuführen. Ein Vorteil, der den Bedürfnissen des Kunden entgegenkommt. Denn nur rund die Hälfte der Kunden, die sich heutzutage im Internet informieren, kauft das Finanzprodukt auch über das Internet. Die andere Hälfte schließt den Kauf in der Filiale ab. Das ist wichtig bei beratungsintensiven Produkten.

Die virtuelle Onlinefiliale entspricht also dem Wunsch des Bankkunden, einfache und wenig erklärungsbedürftige Produkte von zu Hause aus abschließen zu können. Die bank21-Onlinefiliale ist damit ein weiterer komfortabler Zugang zur Volks- und Raiffeisenbank – zusätzlich zur Filiale vor Ort, die der zentrale Dreh- und Angelpunkt für den persönlichen Kontakt und die Beratung des Kunden bleibt.

Ergänzung im Multichannel-Vertrieb

Aus Sicht der Bank generiert die Onlinefiliale bank21 als weitere Vertriebsplattform zusätzliche Nachfrage. Sie ist damit ein wertvoller Bestandteil der vertrieblichen Wertschöpfungskette.

Außerdem ist sie eine attraktive Ergänzung im Multichannel-Vertrieb, in dem sämtliche Vertriebswege der Bank wie Filiale, Telefon und Internet sinnvoll miteinander verzahnt sind. Die Wahl des Vertriebskanals ist dem Bankkunden überlassen, je nach Wunsch, persönlichen Vorlieben und Gegebenheiten. Die Volks- und Raiffeisenbanken verfügen dabei über einen besonderen Vorteil: Sämtliche Vertriebsprozesse sind in das Bankenverfahren eingebunden.

Bereits heute können Banken individuelle Angebote und Informationen – geclustert nach Kundengruppen in die bank21-Onlinefiliale einstellen. Zukünftig sollen die Angebote Schritt für Schritt personalisiert und auf den einzelnen Kunden zugeschnitten sein. Die Ideen für den Ausbau der Personalisierung sind vielfältig: zum Beispiel die Nutzung des bekannten Amazon-Prinzips – also individuelle Produktvorschläge, die sich am Kundenverhalten orientieren.

Die Bankfiliale in der
Hosentasche

Eine weitere Stärke der bank21-Onlinefiliale der Volks- und Raiffeisenbanken ist ihre zusätzliche Mobilität. Die GAD als Spezialist für Banken-IT hat als erster Anbieter Bankingapplikationen konsequent auf die Betriebssysteme der Endgeräte ausgerichtet. Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken können mit jedem internetfähigen Handy, mit einem PDA-Gerät oder mit dem iPhone bequem und sicher auf die Onlinefiliale zugreifen und ihre Bankgeschäfte erledigen oder ihr Prepaidhandy aufladen.

In den kommenden Monaten wird das Angebot um weitere Services erweitert. Außerdem wird der Kunde je nach Bank zukünftig auch mobil über das Internetportal auf interessante Contents wie Immobilienangebote oder andere Extraservices wie Börseninformationen, Wetter- oder Staumeldungen oder einen Routenplaner zugreifen können.

Die Volks- und Raiffeisenbanken sind damit die erste Bankengruppe, die in dieser hochwertigen Form eine browserbasierte, mobile Anwendung für Bankkunden anbietet.

Ein sicherer, geschützter Raum

Die Onlinefiliale der VR-Banken erfüllt alle Kriterien für sicheres Onlinebanking. Das hat der TÜV Rheinland Secure IT mit dem Zertifikat „Datensicherheit und Datenschutz von Onlineapplikationen“ bestätigt. Deshalb kann der Bankkunde über einen „elektronischen Postkorb“ geschützt vor fremdem Zugriff vertrauliche Nachrichten an seinen persönlichen Bankberater senden oder von ihm empfangen. Anders als beim normalen E-Mail-Versand läuft die Kommunikation nicht über Mailserver im öffentlichen Internet, sondern ausschließlich über die abgesicherte Infrastruktur des IT-Dienstleisters der Bank.

Ebenfalls in die Onlinefiliale integriert ist ein digitaler „Safe“ – der eTresor zur Aufbewahrung wichtiger elektronischer Papiere wie zum Beispiel elektronische Kontoauszüge, die im dem Kunden automatisch in den Postkorb eingestellt werden, digitalisierte Personaldokumente, Versicherungspolicen oder Vertragsunterlagen.

Darüber hinaus bieten die VR-Banken ihren Kunden für die Onlinefiliale sichere Signaturverfahren. Dazu zählen Sm@rtTAN plus und Sm@rtTAN optic. Dabei werden mit der ec-Karte (VR-BankCard) und einem handlichen Gerät Transaktionsnummern generiert. Die TAN ist nur für diese eine Transaktion gültig und wird getrennt von den eigentlichen Transaktionsdaten übertragen. Selbst wenn ein Onlinebetrüger in den Besitz einer solchen Zwei-Schritt-TAN gelangt, kann er sie dennoch nicht für kriminelle Zwecke missbrauchen. Dasselbe gilt auch für die mobile TAN. Dabei wird im Rechenzentrum der Bank die TAN ermittelt und an ein zuvor registriertes Handy geschickt.

Einen gesicherten Zugang zu virtuellen Filiale bietet auch die signaturfähige VR-BankCard (ec-Karte), die in Kombination mit einem zertifizierten Chipkartenleser (Secoder) zum Einsatz kommt und eine digitale Signatur erzeugt.

Webhinweis

 

Das Besondere der Signaturkarte: Kunden können mit der Karte nicht nur Banktransaktionen, sondern zukünftig auch virtuelle Dokumente digital signieren: Zum Beispiel elektronische Steuererklärungen im ELSTER-Portal der Finanzämter oder Rentenkonto-Abfragen.

Weitere Informationen zur Signaturkarte gibt es unter:

Studie: Online boomt

 

Der Trend zum Onlinebanking hält unvermindert an: 2008 erledigten 24 Millionen Bundesbürger ihre Bankgeschäfte vorzugsweise
via Internet – gut zwei Millionen mehr als im Jahr zuvor. Laut Branchenverband BITKOM stieg der Anteil der Onlinebanking-Nutzer der 16- bis 74-jährigen Bevölkerung innerhalb der letzten fünf Jahre von 13 auf 38 Prozent an. Aber nicht nur die Akzeptanz von elektronischen Bankgeschäften wächst, sondern auch die Bandbreite der angebotenen Services.