Top Emotional Selling

 
Heft 6/2009
 
Top Emotional Selling
Fotostrecke: (2 Bilder)

Autor: Ingo Vogel, Esslingen, gilt als „der Experte für emotionales Verkaufen“. Im September erschien im Gabal Verlag sein neuestes Buch „Top Emotional Selling:
Die 7 Geheimnisse der Spitzenverkäufer“.

Bild:
privat

Die 7 Geheimnisse der Spitzenverkäufer.Warum hat mein Kollege nach Kundenbesuchen
stets einen Auftrag in der Tasche – und ich nicht? Das fragen sich viele Verkäufer. Ingo Vogel, Autor
des Buchs „Top Emotional Selling“ erläutert, was Spitzenverkäufer von (nur) guten Verkäufern unterscheidet.

▷Spitzenverkäufer sind Gefühlsmanager: Die meisten (Kauf-)Entscheidungen treffen wir aus dem Gefühl heraus. Also versetzen Spitzenverkäufer ihre Kunden in eine gute Stimmung. Zum Beispiel, indem sie diese loben und zum Träumen bringen.

Spitzenverkäufer wissen zudem: Ich muss selbst gut drauf sein, um meine Kunden in Kauflaune zu versetzen. Also stimmen sie sich mental auf die Verkaufsgespräche ein – zum Beispiel, indem sie sich ausmalen, wie toll es wäre, einen dicken Auftrag zu erhalten. Oder indem sie an Erlebnisse denken, die bei ihnen positive Gefühle auslösen.

▷Spitzenverkäufer gestalten den ersten Eindruck: Spitzenverkäufer wissen: Abhängig vom ersten Eindruck steckt der Kunde mich entweder in die Schublade „positiv“, „negativ“ oder „nichtssagend“. Und das bestimmt den Gesprächsverlauf.

Also sorgen Spitzenverkäufer dafür, dass sie in der richtigen Schublade landen. Zum Beispiel, indem sie sich so kleiden, dass beim Gegenüber das gewünschte Bild entsteht. Oder indem sie die Gesprächseröffnung bewusst anders als 08/15-Verkäufer gestalten. Denn am Gefähr-lichsten ist die Schublade „nichtssagend“. Mit Langweilern unterhält sich niemand gern.

▷Spitzenverkäufer sind Meister der Wahrnehmung: Spitzenverkäufer erkunden in Verkaufsgesprächen zunächst: Was für ein Typ ist mein Gegenüber? Und: Welche Bedürfnisse hat er? Denn sie wissen: Nur dann kann ich mein Angebot so darstellen, dass der Kunde am Schluss sagt: „Ja, das will ich haben.“ Also achten sie, wenn sie Kunden treffen, genau darauf: Was sehe, höre und fühle ich? Welche Worte benutzt der Kunde zum Beispiel, die mir etwas über seine Einstellungen verraten? Dieses sen-sible Wahrnehmen des Kunden behalten sie im gesamten Gespräch bei, um zu prüfen: War mein (erster) Eindruck vom Kunden richtig? Und: Habe ich noch einen Draht zu ihm?

▷Spitzenverkäufer sind Wunschdetek-tive: Spitzenverkäufer ermitteln mit Fragen fortwährend: Treffe ich den Bedarf des Kunden? Dabei agieren sie aber nicht wie gelangweilte Schalterbeamte. Das Fragen ist vielmehr Ausdruck ihrer Überzeugung: Der Kunde sollte im Zentrum des Gesprächs stehen.

Virtuos nutzen sie die verschiedenen Fragetypen. Sie stellen offene Fragen, um den Kunden ins Gespräch zu ziehen und viele Infos zu gewinnen

▷Spitzenverkäufer sind Magier der Kommunikation: Bei Spitzenverkäufern harmonieren gesprochene Sprache und Körpersprache. Deshalb wirken sie glaubhaft. Doch wie entsteht dieser Gleichklang? Indem die Verkäufer permanent ihre (Körper-)Sprache kontrollieren? Nein! Wie glaubwürdig ein Verkäufer wirkt, hängt letztlich von seiner Einstellung ab – zu sich selbst, zu seinem Beruf und zu den Kunden. Ist ein Verkäufer mit sich im Reinen, dann spürt dies auch der Kunde. Denn unsere (Körper-)Sprache spiegelt unsere Gedanken und Gefühle wider.

▷Spitzenverkäufer sind Typberater: Spitzenverkäufer wissen: Die Kunden wünschen eine unterschiedliche Ansprache. Welche, das verrät ihnen unter anderem deren Wortwahl. Benutzt ein Kunde häufig Aussagen wie „Das erscheint mir ...“ oder „Wenn ich es richtig sehe, ...“, ist er ein visueller Typ. Also visualisieren die Verkäufer ihre Botschaften. Außerdem verwenden sie oft Begriffe wie „sehen“, „glasklar“ und „offensichtlich“.

Anders ist dies, wenn ein Kunde häufig Aussagen wie „Erzählen Sie mal, ...“ oder „Das hört sich gut an, ...“ gebraucht. Dann ist er ein auditiver Typ. Also verwenden Spitzenverkäufer das passende Vokabular und erzählen dem Kunden tolle Geschichten.

▷Spitzenverkäufer suchen den Abschluss: Viele Verkäufer scheuen den Abschluss – selbst wenn ihnen der Kunde bereits signalisierte: Das will ich haben. Anders Spitzenverkäufer. Sie registrieren Kaufsignale nicht nur, sie reagieren auch auf sie – zum Beispiel, indem sie erkennbar ihre Körperspannung erhöhen und festen Blickkontakt mit dem Kunden suchen. So signalisieren sie ihm: Jetzt beginnt eine neue Gesprächsphase.

Verbindlich ist nun auch ihre Sprache. Statt zu sagen „Ich könnte Ihnen ein Angebot unterbreiten...“ sagen sie: „Ich unterbreite Ihnen folgendes Angebot: ...“. Sie verpacken ihre Botschaften also in kurze, knackige Indikativsätze. Dabei setzen sie das Ja des Kunden voraus.