Sicherer Zugang zum Bankennetz

 
Heft 1/2010
 
Sicherer Zugang zum Bankennetz
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Authentifizierung heute muss bedarfsorientiert sein: Stets und überall verfügbar, sicher, unkompliziert. Immer häufiger sind Mitarbeiter mobil für Unternehmen tätig. Da ist ein Verfahren gefragt, das diese Mobilität unterstützt ohne die Gefahr des Verlustes von Hardware, der Weitergabe von Passwörtern, des Missbrauchs durch Unbefugte.

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Biometrie ohne Zusatzhardware.Sichere und gleichzeitig komfortable Authentifizierung in sensiblen Bereichen – wie gerade bei Banken – ist eine große Herausforderung. Sie alle kennen sie: Die vergessenen Passwörter, der zuhause gelassene Token, die unbrauchbare Smartcard. Es geht auch anders!

Der Gesetzgeber nimmt Banken stärker in die Pflicht: Millionenschäden sind entstanden durch die jüngsten Datenpannen. Auch im internen Bereich müssen Compliancevorschriften erfüllt werden, ist die effiziente Absicherung kritischer Freigabeprozesse in Workflows ein wichtiges Thema. Eine Lösung der Zukunft scheint sich Bahn zu brechen.

Was ist Tippverhaltensbiometrie? Noch relativ jung in der IT-Branche, hat sie jedoch schon eine lange Geschichte: Bereits im 19. Jahrhundert stellten die Forscher Bryan und Harter fest, dass sich das Morseverhalten der Telegrafisten gravierend unterscheidet. Im Zweiten Weltkrieg machte man sich dies zunutze, indem das Tippverhalten von Funkern der „Special Operations Executive“/SOE, einer von Winston Churchill gegründeten Spezialeinheit, aufgezeichnet wurde, um die Authentizität ihrer Nachrichten durch die Erkennung ihres Tippverhaltens nachzuweisen.

Prof. Dr. Dieter Bartmann beschäftigt sich seit Anfang der 90er Jahre erst an der Universität Regensburg, bis heute im 2007 gegründeten Spin-off „Psylock“ erneut mit dem Phänomen der unverwechselbaren Charakteristika im Tippverhalten und perfektionierte das Verfahren zu einer ausgereiften und sicheren Methode der Authentifizierung.

Lohn der intensiven Forschungsarbeit: „Deutscher IT-Sicherheitspreis“. So filtert man die Individualität des Tippenden durch exakt definierte Parameter wie zum Beispiel den Shifttastengebrauch, das Tippen im Zehn- oder Zweifingersystem, den Schreibrhythmus, der bis zum Millisekundenbereich erfasst wird, oder etwa das Korrekturverhalten. Zusätzlich werden zahlreiche geheime und unterschwellige Merkmale erfasst, die selbst vom Nutzer nicht steuerbar sind.

So ergibt sich – wie bei einem Pianisten, an dessen Anschlag ein geschultes Ohr den Künstler erkennt ein sehr genaues Profil, anhand dessen der User erkannt wird.

Die Vorteile der Tippbiometrie sind signifikant: Das Tippverhalten ist untrennbar mit der Person verbunden. Es ist nicht trainierbar, kann nicht weitergegeben, verloren oder gestohlen werden, keine zusätzliche Hardware ist erforderlich, eine handelsübliche Tastatur reicht aus. Kurz: Es erfüllt alle Kriterien einer sicheren, kostengünstigen und daher zukunftsweisenden Authentifizierung .

Lernende Software gleicht das Profil des Users bei jedem erfolgreichen Login seinem Tippverhalten an. Selbst bei verändertem Tippverhalten (Indisposition, leichte Verletzung, Schreibmaschinenkurs) ist ein Login möglich.

Gefährdung der Daten durch alleinige Verwendung des Passwortes. Die biometrische Softwarelösung als zweiter Faktor bietet eine kostengünstige Alternative für Unternehmen, die ihre Daten effizient und kostengünstig schützen wollen. Diese reine Softwarelösung ist schnell und unkompliziert in nahezu jede Systemarchitektur integrierbar. So erhöht sie die Sicherheit, spart Kosten und bietet großen Komfort beim Login.

Im Gegensatz zu anderen Biometrien werden beim Tippverhalten keine personenbezogenen Daten gespeichert, die Rückschlüsse auf den Benutzer zuließen, wie etwa Alter, Hautfarbe, ethnologische Abstammung, Geschlecht oder Krankheiten. So trägt diese Authentifizierungsmethode dazu bei, die immer wichtigeren Kriterien des Datenschutzes zu erfüllen. Die Tippverhaltensbiometrie erfreut sich gegenüber anderen Biometrien hoher Akzeptanz der Nutzer, wie in einer Umfrage bei der HVB direkt deutlich wurde. So zeigt der Vergleich mit anderen biometrischen Verfahren, dass das Tippverhalten auch im Hinblick auf die wichtigsten Merkmale zur Beurteilung des Datenschutzes klar im Vorteil ist.

Die Entwicklung der Psylock Software für unternehmensweiten Einsatz mit ihrer klaren Architektur, einfachen Integrierbarkeit und leicht zu erfüllenden Systemanforderungen ermöglicht Institutionen und Unternehmen auch dort eine sichere biometrische Authentifizierung, wo sie bisher zu teuer oder zu riskant erschien.

Die Authentifizierung mittels Tippverhalten: So funktioniert sie

 

Die Authentifizierung mittels Tippverhalten: So funktioniert sie
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Psylock GmbH

Psylock Software installieren, an Datenbank anbinden. Enrolment der Nutzer durch mehrmaliges Tippen eines vorgegebenen Satzes. Login durch jeweils einmaliges Tippen des angezeigten Satzes.

Interview: Vier Fragen an Prof. Dr. Dieter Bartmann

 

Interview: Vier Fragen an Prof. Dr. Dieter Bartmann
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Prof. Dr. Dieter Bartmann: Psylock ist eines der weltweit führenden Unternehmen auf dem Sektor der Tippverhaltensbiometrie. 2007 gegründet, bündelt das Unternehmen das wissenschaftliche Know-how des Gründers Prof. Dr. Dieter Bartmann und seines Teams von hochqualifizierten Softwareentwicklern.

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privat

Biometrien gibt es ja ganz unterschiedliche. Was ist das Revolutionäre an der Psylock Tippbiometrie?

Dieter Bartmann: Psylock ist einzigartig: Das Tippverhalten jedes Menschen ist ganz individuell. Jede handelsübliche Tastatur genügt zur sicheren Authentifizierung. Das Zusammenwirken zahlreicher – offenkundiger und versteckter Parameter macht seine Zuverlässigkeit aus.

Sicherheit im IT-Bereich ist gerade in der wirtschaftlichen Rezession ein zentrales Thema. Welchen Beitrag kann Psylock hier
leisten?

Dieter Bartmann: Es bietet zum einen die Sicherheit, ohne die heute kein Unternehmen mehr auskommt, um den Diebstahl sensibler und wertvoller Daten zu verhindern und rechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Andererseits handelt es sich um eine sehr kostengünstige Methode, da keine zusätzliche Hardware vonnöten ist: weder Token noch Smartcard, kein Lesegerät, keine Kamera, kein Sprachaufnahmegerät. Die Tastatur am Keyboard oder Laptop reicht aus.

Zwei-Faktor-Authentifizierung ist für zahlreiche Unternehmen unerlässlich. Kann Psylock hier mit Smartcard und Token mithalten?

Dieter Bartmann: Mehr als das! Dadurch, dass keine Hardware benötigt wird, ist Psylock eindeutig im Vorteil – sowohl kostenmäßig als auch sicherheitstechnisch. Hardware kann verloren gehen, gestohlen oder weitergegeben werden, das Tippverhalten nicht. In vielen Bereichen, in denen Authentifizierung extern stattfinden muss (zum Beispiel Onlineportale), ist außer dem Passwort ausschließlich Psylock als Sicherheitsschranke realisierbar.

Was bringt Psylock für die Unternehmen, die es einsetzen?

Dieter Bartmann: Mit Psylock steht den Unternehmen ein Authentifizierungsverfahren zur Verfügung, das sicher, kostengünstig und effizient ist und auch den datenschutzrechtlichen Bestimmungen standhält.