Nidwaldner Kantonalbank: Komplett auf elektronische Archivierung gesetzt
Als die Nidwaldner Kantonalbank (NKB) auf eine neue Core-Banking-Anwendung migrierte stand die alte Archivierungslösung
des Schweizer Finanzinstituts ebenfalls auf dem Prüfstand. Ziel war es, die Dokumente nicht nur einzulagern, sondern jederzeit auf Knopfdruck direkt verfügbar zu machen.Die NKB hatte in der Vergangenheit für einen Teilbereich bereits das flexible System inboxx hyparchiv erfolgreich eingesetzt, das durch seine offene Auslegung mit allen führenden Systemplattformen kompatibel ist. Zufriedenheit mit dem Produkt, die Möglichkeit der individuellen Anpassung sowie die Kostenstruktur gaben den Ausschlag dafür, künftig komplett auf diese Lösung zu setzen. „Die gute Zusammenarbeit mit GFT über Jahre hinweg hat unsere Entscheidung mitgetragen“, erklärt Marco Bosshard, IT-Leiter und Prokurist bei der NKB. „Die Projektbeteiligten kennen unseren Workflow und unsere Anforderungen sehr genau. Durch die enge und professionelle Zusammenarbeit zwischen GFT und dem Kernbanklösungsanbieter Finnova waren die notwendigen Schnittstellen zwischen den Systemen innerhalb kurzer Zeit geschaffen und getestet. Damit konnte der von uns vorgegebene knappe Zeitrahmen eingehalten werden.“
„Flache Hierarchien mit kurzen Entscheidungswegen waren die Basis für die zügige Umsetzung des Projekts“, ergänzt Alois Waser, Controller und Prokurist bei der NKB. „Exakt zum vereinbarten Zeitpunkt war das neue individualisierte Archiv samt benutzerfreundlichem Front-End produktiv. Direkt im Anschluss startete das zweite Projekt, bei dem 11,5 Millionen Altdokumente von der einstigen IBM-Lösung ins neue Archiv migriert wurden.“ Im Durchschnitt werden heute pro Monat zirka 520.000 Kundendokumente via inboxx hyparchiv archiviert 75.000 davon allein am Monatsende. Den größten Teil nehmen Dokumente aus dem Zahlungsverkehr ein, die über eine Schnittstelle aus dem Hostsystem übertragen werden.
Der Nutzen ist täglich sichtbar
Ein Vorteil der durchgängigen, revisionssicheren Archivierung ist die Langzeitspeicherung ohne Medienbrüche in einem System. Mikrofilme oder Papierbelege gehören endgültig der Vergangenheit an. Ein weiterer Vorteil ist die Performance. Bankmitarbeiter können am Schalter über das intuitiv bedienbare Web-Front-End jedes beliebige Kundendokument recherchieren und in weniger als einer Minute dem Kunden ausgedruckt in die Hand geben. Auch für Finanzdienstleister wie NKB ist Kundendienst das Zauberwort. Nur zufriedene Kunden bleiben in dieser Zeit des internationalen Bankenwettbewerbs bei ihrer Hausbank. Die NKB bietet daher noch weitere Dienstleistungen an, die letztlich auf dem Archiv von GFT inboxx basieren. In der Schweiz gibt es die sogenannte „banklagernd“ Post. Dokumente, die der Kunde nicht per Post erhalten möchte, bleiben bis zum nächsten Besuch in einer Filiale gelagert. In der Vergangenheit wurden entsprechende Papiere teils über Monate deponiert. Heute löst der Kundenberater mittels Klick den Druck aller banklagernden Dokumente für den Kunden aus. Noch mehr Service bietet die NKB denjenigen Kunden, die E-Banking nutzen. Sie dürfen in ihren eigenen, früheren Dokumenten recherchieren und können diese dann ausdrucken. Das spart auch den Bankmitarbeitern manchen Handgriff. Nicht nur die Verantwortlichen bei der NKB sind überzeugt von der neuen Archivlösung, sondern auch die Anwender, so Marco Bosshard. „Nach den Erfahrungen aus unterschiedlichsten Softwareeinführungen wissen wir, dass es ein gutes Zeichen ist, wenn keine Rückmeldungen eintreffen das bedeutet dann Lob und zeigt uns, dass alles so läuft, wie gewünscht. Durch die intuitive Oberfläche konnten wir komplett auf Schulungen verzichten. Die Anwender erhielten lediglich eine knappe Bedienungsanleitung.“
Mittlerweile wird die inboxx-Familie auch zur Archivierung von E-Mails genutzt. Mit inboxx mail wurde das entsprechende Modul eingeführt. Damit folgt die NKB dem wichtigen Zukunftstrend Unified Archiving: Alle Archivierungsbelange werden mit einer einheitlichen Infrastruktur hier inboxx hyparchiv gelöst. Die gesamte IT-Infrastruktur steht als Outsourcing im Service-Rechenzentrum der Swisscom IT Services (SCIS) und wird auch von diesem Partner betrieben. Das erleichtert die Migration zwischen verschiedenen Storagetechnologien.