SEPA: Trends im Zahlungsverkehr der Zukunft

 
Heft 2/2010
 
SEPA: Trends im Zahlungsverkehr der Zukunft
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Hans-Rainer van den Berg:
„Es ist höchste Zeit, sich mit den Themen Zahlungsverkehr und SEPA intensiver zu befassen und vor allem die Firmenkunden besser in die Überlegungen einzubeziehen.“

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van den Berg AG

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Früher sagte man in Bankerkreisen: „Wer den Zahlungsverkehr hat, hat auch den Kunden.“ In Zeiten des Outsourcings wurde vieles an diesem nicht ganz verkehrten Gedankengut über Bord geworfen. Überhaupt wurde der Zahlungsverkehr mehr und mehr als lästiges Kostenübel gesehen. Manche sprachen bereits von reinen „Vertriebsbanken“.

Im Zeichen von SEPA, dem einheitlichen europäischen Zahlungsraum – der zumindest offiziell anzustreben ist – scheint sich manches wieder ins Gegenteil zu verkehren. Der Zahlungsverkehr erfordert derzeit enorme Investitionen in der Bankenwelt, um „SEPA-ready“ zu sein. Gleichzeitig wird dessen Funktion in der Kunde-Bank-Beziehung gerade auch gegenüber Firmenkunden neu überdacht. Denn: Sollen die Investitionen sich eines Tages rechnen, muss der Zahlungsverkehr wieder mehr unter dem Aspekt eines Ertragsbringers betrachtet werden. Diese Sichtweise zeigte sich auch während der vom Unternehmen van den Berg Anfang März stattgefundenen Informationsforen.

Wie Banken zum Beispiel die Beziehung Kunde-Bank neu definieren können, machte bei diesen Informationsforen Dr. Ernst Stahl vom ibi research in Regensburg deutlich. Am Beispiel E-Invoicing zeigte er auf, welche Potenziale in diesem Bereich stecken, wenn er richtig genutzt wird. Das ibi Institut will übrigens in Kürze einen Leitfaden herausbringen, welcher die Möglichkeiten und Chancen des E-Invoicing aufzeigt. Für Dr. Stahl hängen Zahlungsverkehr und E-Invoicing eng zusammen. Beides kann die Beziehung zu Firmenkunden ganz neu gestalten. Und wenn SEPA einen Return bringen soll, ist die Neugestaltung dieser Beziehungen fast schon zwingend.

Welche Rolle der ab 1. November 2010 einzuführende elektronische Personalausweis in diesem Zusammenhang spielt, machte Alexander Schmid von Bearing Point deutlich. Dieser lässt sich dann zum Beispiel als elektronische Unterschrift nutzen. Das ermöglicht ganz neue Vorgehensweisen im E-Business.

Am Nachmittag der Informationsforen gab es dann parallele Sessions für Banken und für deren Firmenkunden (Industrie, Handel und Dienstleistung). Dieses neuartige Informationsangebot wurde sehr gut aufgenommen. Im Schnitt saßen etwa 20 bis 40 Firmenkunden in den Parallelsessions, um sich zu informieren, was hier auf sie zukommt. Claudia König von S.W.I.F.T. sowie Wolfgang Ehrmann und Rainer Thannhauer von der WestLB machten den höchst interessierten Zuhörern klar, was Stand der Dinge ist und was noch zu tun bleibt. Dabei besteht natürlich das Handicap, dass ein definitiver Endtermin von staatlicher Seite bislang nicht existiert. Aber dass SEPA spätestens etwa 2013 endgültig kommen wird, darin sind sich die Experten derzeit einig. Also sollten kluge Firmen sich rechtzeitig um das Thema kümmern und die Banken noch mehr in Richtung Aufklärung tun.

Was von Seiten der Bankenwelt noch getan werden sollte, zeigten die Referate von Harald Keller (S.W.I.F.T.) oder Claus F. Hilles (EBA). Über
aktuelle politische Entwicklungen und Leistungen der Bundesbank informierte schließlich Heike Winter (Deutsche Bundesbank). Und
Thomas Wildenauer vom Genossenschaftsverband erläuterte die Anforderungen an den Zahlungsverkehr aus Sicht der Wirtschaftsprüfung.

Wie SEPA-Zahlungsverkehrssysteme und Kernbankenlösungen zusammenhängen, vermittelte dann noch Fritz Blaschke von IT Consulting
Services. Und von Quoc-Khanh Nguyen gab es Infos zur Anbindung an die BBK über das Service Bureau.

Abgerundet wurden die Informationsforen durch Beiträge von Seiten van den Berg. Zum Beispiel durch Hans-Rainer van den Berg persönlich zum Thema SEPA-Lastschrift oder Christian Fink zum Mandatsmanagement.

Alles in allem ein prall gefülltes und dazu noch kostenfreies Informationsangebot. Weitere Fachtagungen sollen folgen. Anfragen dazu sind an untenstehende Webadresse möglich.


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