SEPA-Lastschrift: „Jungfernflug“

 
Heft 2/2010
 

Beim offiziellen Start des europäischen Lastschriftverfahrens haben ABK / EFiS und ibi research an der Universität Regensburg die so genannte SEPA-Lastschrift auf Herz und Nieren getestet. Allerdings konnten nur gut zwei Drittel der Lastschriften erfolgreich eingezogen werden, da einige Banken das neue Verfahren derzeit noch nicht unterstützen. Bei den erfolgreichen Zahlungen waren die vorgeschriebenen Informationen zur Abbuchung in den Kontoauszügen der Kontoinhaber weitgehend richtig und vollständig wiedergegeben. Es wäre jedoch wünschenswert, durch zusätzliche Angaben und einheitliche Bezeichner den bezogenen Kontoinhabern die Zuordnung der Zahlung weiter zu vereinfachen.

Wie bereits beim Start der SEPA-Überweisung im Januar 2008 haben ABK/EFiS und ibi research an der Universität Regensburg auch zur Einführung der SEPA-Lastschrift einen „Jungfernflug“ durchgeführt. Insgesamt 183 Lastschriften von Konten bei 76 unterschiedlichen Banken wurden zu diesem Zweck eingereicht. Die eingezogenen Beträge kamen der Janusz-Korczak-Schule in Langen zugute.

Die Rückmeldungen hat ibi research an der Universität Regensburg anonymisiert ausgewertet und aufbereitet. Die vollständigen Ergebnisse des „Jungfernflugs“ der SEPA-Lastschrift stehen auf der Website von ibi research zum kostenlosen Download zur Verfügung.

„Die Ergebnisse des „Jungfernflugs“ zeigen, dass die SEPA-Lastschrift grundsätzlich funktioniert“, fasst Dr. Thomas Krabichler von ibi research an der Universität Regensburg die Erkenntnisse zusammen. „Es wäre jedoch erstrebenswert, dass alle Banken die im Lastschriftdatensatz enthaltenen Informationen möglichst vollständig an ihre Kunden weitergeben und dafür einheitliche Bezeichner verwenden. Hier ist eine stärkere Standardisierung erforderlich, um den Kunden das Auffinden der benötigten Informationen sowie die automatisierte Weiterverarbeitung der Kontoauszüge zu erleichtern.“

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