Welche Art von Managed Services können Sie den deutschen Kreditinstituten empfehlen?
Cornelia Zwirnmann: Auch 2010 stehen die deutschen Banken und Sparkassen wieder vor großen Herausforderungen. Die wohl größte Aufgabe liegt sicher darin, das Jahr 2010 trotz schwieriger Rahmenbedingungen im Sinne aller Shareholder positiv abzuschließen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde im vergangenen Jahr schon viel getan. Es müssen wohl aber auch im neuen Jahr noch viele Steine umgedreht werden. Eine Empfehlung aus unserem Haus für 2010 ist die grundlegende Überprüfung, welche Leistungen selbst und welche fremd erstellt werden können. Gerade im SB-Umfeld sollten die Institute genau hinschauen, welcher Teilbereich im Sinne von Managed Services ausgelagert werden könnte.
Das Thema Outsourcing von SB-Komponenten ist schon lange präsent. Woran, glauben Sie, hakt die Umsetzung bei manchen Instituten?
Cornelia Zwirnmann: Der größte Hemmschuh sind die Bedenken, das Projekt „Outsourcing von SB-Komponenten“ könnte negativ abschließen. Mit Recht schauen die deutschen Banken und Sparkassen genau hin, wenn es darum geht, zukunftsweisende Investitionen zu tätigen. Genau da setzt das SARROS-Consulting-Team an. Wir schauen mit den Instituten genau hin, welche Teilaufgaben sich für eine Auslagerung anbieten. Sich bei den Vorüberlegungen Zeit zu lassen und detailliert zu prüfen, ob und mit welchem Partner und vor allem in welchem Umfang das Projekt lohnt, ist die Basis für den Erfolg eines Outsourcingvorhabens. Insofern kann ich nur an die Sparkassen und Banken appellieren, mutig und detailliert zu prüfen, ob Managed Services im SB-Umfeld eine Alternative sein können. Ein nächster wichtiger Punkt ist die Sorge vor „Eh-da“-Kosten. Die Auslagerung von Dienstleistungen bringt nicht zwingend auch den Wegfall der oft hohen variablen Kosten mit sich. Genau hingeschaut, hält dieses Argument nicht stand. Kurzfristig betrachtet (innerhalb des ersten Jahres) werden die „Eh-da“-Kosten sicher nicht so stark schwinden. Aber dafür ist der langfristige Effekt umso vielversprechender. SARROS hilft seinen Kunden in diesem Bereich, neue Möglichkeiten zu entdecken, damit die Rechnung auch aufgeht.
In welchen SB-Bereichen sehen Sie derzeit die größten Kostensparpotenziale?
Cornelia Zwirnmann: Da gibt es viele Möglichkeiten. Zum einen können sich die Institute von einer Auslagerung des Standortmanagements viel versprechen. Dabei ist von der Auswahl der geeigneten Neustandorte bis hin zu der Entsorgung der Altgeräte vieles sinnvoll und aus Kosten-Nutzen-Sicht von großem Interesse. Aber auch in der Hardwarebetreuung, einer zentralisierten Steuerung, Beschaffung und Wartung der Endgeräte liegt großes Einsparpotenzial, wenn die Institute diese Prozesse auslagern. Um noch ein weiteres Beispiel herauszugreifen: Die Zentralisierung des gesamten Cashmanagements und Befüllmanagements (Tourenoptimierung) scheint wohl das Trendthema 2010 zu werden. Verständlich, wenn man bedenkt, welche Potenziale in diesem Bereich liegen.
Sind Managed Services oder das Outsourcing des gesamten SB-Bereichs also Kosteneinspargaranten?
Cornelia Zwirnmann: Dass die erheblichen Kosteneinsparpotenziale tatsächlich spürbar werden, hängt von vielen Faktoren ab. Unser Anliegen ist es, die Institute zu unterstützen, ihre Hausaufgaben im Vorfeld und auch während der Betriebsphase gründlich zu erledigen. Das bedeutet konkret: die gründliche Analyse der bestehenden Aufgaben und Arbeitsprozesse rund um SB und die Optimierung des gesamten SB-Prozesses.
Können Sie den Instituten eine Handlungsempfehlung geben?
Cornelia Zwirnmann: Banken und Sparkassen sollten sich auf dem Weg, ein mögliches Outsourcingvorhaben zu prüfen, genau anschauen, welche Partner ihnen auf diesem Wege nützlich sind. Das fängt schon bei den Vorüberlegungen an, sich auszuzahlen. Am deutschen Markt ist genügend Know-how vorhanden, dessen sich die Geldinstitute bedienen können und auch sollten. Angefangen von umfangreichen Prozessbibliotheken bis hin zu detaillierten Benchmarkingdaten für die Dienstleisterauswahl: Die Informationen liegen vor und sind für jedes Institut abrufbereit. Auch sei empfohlen, auf die Unabhängigkeit des Beratungsunternehmens zu achten.