Gezieltes Outsourcing ist ohne Frage ein probates Instrument zur Kostenminimierung. Doch birgt die Übertragung von Dienstleistungen an externe Unternehmen gerade für Banken nicht zu unterschätzende Risiken.
Qualitätsmängel zum Beispiel lastet der Kunde nicht dem ihm in der Regel unbekannten Outsourcing-Partner an, sondern direkt seinem Kreditinstitut. Die Wahl des richtigen Partners ist deshalb eine wichtige Säule des Erfolgs. Outsourcing ist vor allem dann erfolgreich, wenn die betreffende Dienstleistung vom Kunden nicht als Serviceerlebnis, sondern als Selbstverständlichkeit empfunden wird.
Mit anderen Worten: Der Hebel ist bei den Standards und nicht bei den Extras anzusetzen. Diese Überlegung führte vor knapp zwei Jahren zur Gründung der Bankservicegesellschaft Rhein-Main mbH (bsg) im hessischen Kriftel, an der jeweils zur Hälfte die Nassauische Sparkasse (Naspa) und die Frankfurter Sparkasse (Fraspa) beteiligt sind.
Die bsg kann für ihre Kunden den gesamten beleghaften Zahlungsverkehr übernehmen, also die Erfassung und Verarbeitung von Einzel- und Sammelüberweisungen, Einzel- und Sammelgutschriften sowie Schecks. Aus Sicht der Naspa, die zu den zufriedenen Großkunden zählt, ist es wichtig, dass die bsg einen ganzheitlichen Service anbietet. So werden die eingehenden Belege von der bsg vorbereitet, eingescannt, gegebenenfalls korrigiert und codiert. Die erstellten Buchungsdaten leitet die bsg dann an die Rechenzentren der betreffenden Bank oder Sparkasse weiter.
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