Mit Marktdaten bestens versorgt

 
Heft 6/2011
 
Mit Marktdaten bestens versorgt
Fotostrecke: (2 Bilder)

Branislav Sincic, Abteilungsleiter Retailplattformmanagement bei der DZ BANK: „Wir sparen durch Synergien und haben nun eine moderne und anwenderfreundliche Lösung.“

Bild:
DZ Bank

DZ BANK organisiert die Marktdatenversorgung neu.Im bislang größten Projekt der vwd group Umsatzvolumen rund 40 Millionen Euro bei einem langfristigen Vertrag mit zehn Jahren Laufzeit wurde die Marktdatenversorgung der gesamten genossenschaftlichen FinanzGruppe vollkommen neu gestaltet. Insgesamt fand eine Umstellung von über 10.000 Beraterarbeitsplätzen in mehr als 1.100 Instituten statt.

Nach der Überleitung von den ursprünglich bei der GIS (Genossenschaftlicher Informations Service) gebündelten Dienstleistungen zur DZ BANK in Frankfurt am Main, dem Zentralinstitut der Genossenschaftsbanken, erfolgte eine umfassende Bestandsaufnahme. Die GIS war bis dahin für die Marktdatenversorgung der genossenschaftlichen FinanzGruppe mit 1.138 Volks- und Raiffeisenbanken zuständig. Die Analyse zeigte, dass die im Einsatz befindlichen Marktdatensysteme nicht mehr zeitgerecht waren und das Kosten-Nutzen-Verhältnis optimiert werden musste. Die Bank stand außerdem vor der Aufgabe, die Zahl der Vertragspartner für die Marktdateninformationsversorgung zu reduzieren und durch Synergien zu sparen. Mit dem Outsourcen dieser hochkomplexen Anforderungen an einen Partner, der eine umfassende Lösung anbietet, wollte die DZ BANK alles aus einer Hand erhalten. „GIS“ als etablierter Begriff sollte dabei konsequent zur Qualitätsmarke der Marktdatenanwendungen in der genossenschaftlichen FinanzGruppe weiterentwickelt werden.

Angepasste Standardprodukte

Im Dezember 2007 fiel die Wahl nach einer Ausschreibung auf die vwd group, die mit ihrem High-End-Terminalsystem „vwd market manager financials“ sowie der browserbasierten Lösung „vwd market manager financials [web]“ über geeignete Standardprodukte verfügt, die über Schnittstellen in eine bestehende IT-Landschaft integriert werden können. Daneben konnte der Full-Service-Anbieter aber auch die Realisierung umfangreicher Individuallösungen für einzelne Institute der genossenschaftlichen FinanzGruppe realisieren. Im bisher größten Projekt in der Geschichte der vwd group – das Umsatzvolumen beträgt insgesamt über 40 Millionen Euro bei einem langfristigen Vertrag mit zehn Jahren Laufzeit – fand eine Neugestaltung der Versorgung der gesamten genossenschaftlichen FinanzGruppe mit Marktdateninformationen statt. Insgesamt wurden dabei über 10.000 Beraterarbeitsplätze in 1.138 Instituten umgestellt und die bisherigen GIS-Produkte an die Bedürfnisse der GENO-Nutzer angepasst und optimiert.

Die Terminallösung ist mittlerweile an 2.800 Arbeitsplätzen und die browserbasierte Standardvariante an 6.600 Arbeitsplätzen im Einsatz. Dazu werden noch über 1.000 Nutzer über individuelle Beraterlösungen versorgt. Branislav Sincic, Abteilungsleiter Retailplattformmanagement bei der DZ BANK in Frankfurt am Main: „Wir sparen durch Synergien und haben nun eine moderne und anwenderfreundliche Lösung, die wir mit der vwd group als Partner permanent gemeinsam weiterentwickeln.“ Für die Bank habe sich das Outsourcing der Marktdatenversorgung auf jeden Fall gelohnt, denn „auch die Anwender in den Volks- und Raiffeisenbanken sind mit den Systemen sehr zufrieden“.

Integration in die Bank-IT

Der „GIS Trader“ – das Flaggschiff der GIS-Produkte basiert auf dem „vwd market manager“, der im Hinblick auf Inhalt und Funktionalitäten den Wünschen der Anwender im genossenschaftlichen Verbund angepasst wurde. Die Internetlösung MEL (Master Exklusiv Lösung), die auf dem „vwd web manager“ basiert, wird von rund 1.200 Primärinstituten genutzt, um deren Endkunden über aktuelle Entwicklungen an den Finanzmärkten zu informieren. Über den „vwd data manager“ versorgt die vwd group an mehr als 14 verschiedenen Schnittstellen Applikationen im genossenschaftlichen Verbund mit Marktdaten. Darüber hinaus wurden umfangreiche Individuallösungen realisiert.

Um die Marktdateninformationssysteme an den Arbeitsplätzen der Berater nahtlos zu integrieren, werden große Teile der technischen Infrastruktur bei den genossenschaftlichen Rechenzentren Fiducia und GAD betrieben. „Diese Aufgabe war hochkomplex und es gab einen erheblichen Abstimmungsaufwand“, erinnert sich Branislav Sincic. Er sieht im Einsatz von angepassten Standardprodukten für die Versorgung mit Finanzmarkt- und Börseninformationen vor allem Vorteile bei der Wartung und bei den laufenden Kosten. Der Zehnjahresvertrag mit der vwd group beinhaltet jährlich zwei neue Softwarereleases, die eine permanente Anpassung an neue Marktbedürfnisse und gesetzliche Anforderungen garantieren.

Autor: Dr. Susan Tuchel, Redakteurin in Düsseldorf

Branchenguide 2011
CallCenter for finance 2011
CallCenter Verband