Softwaretrends 2011.Auch 2011 werden die weltweiten IT-Ausgaben wieder steigen. IDC
prognostiziert eine Summe in Höhe von 1,6 Billionen US-Dollar, 5,7 Prozent mehr als im Jahr 2010.
Dabei erhöhen sich sowohl die Ausgaben für Hard- als auch für Software. 2011 werden sich
auch die Finanzdienstleister noch intensiver mit dem Thema IT und moderne IT-Infrastrukturlösungen auseinandersetzen müssen.
Regularien sowie Merger und Fusionen verlangen die Modernisierung der IT. Hinzu kommt der bestehende Kostendruck. Klar ist: Die IT-Infrastruktur ist entscheidend, um im Wettbewerb und im international umkämpften Markt zu bestehen. Folgende wichtige Themen werden die Branche 2011 bei der Auswahl ihrer IT-Lösungen bewegen: Bewältigung hoher Datenvolumina, Cloud Computing, Flexibilität und Agilität. Diese Kriterien werden Maßstäbe für wertsteigernde Softwarelösungen setzen.
Die Datenflut
Daten bilden die Grundlage für jede Entscheidung und Finanzdienstleister arbeiten mit hochsensiblen Daten. Mit dem kontinuierlichen Anstieg der Datenmenge nehmen auch die Herausforderungen an die IT und die Unternehmensrisiken zu. Zum einen können veraltete oder qualitativ schlecht aufbereitete Daten Fehlentscheidungen verursachen. Zum anderen kann mangelnder Überblick und fehlendes Management zu Datenmissbrauch und -verlust führen. Damit ist das Beherrschen höchster Datenvolumina, wie sie bei Finanzdienstleistern anfallen, entscheidend, um gegen die Konkurrenz zu bestehen. Der Wettbewerb lässt keine Fehlentscheidungen, Image- oder finanzielle Verluste zu. Die Datenflut wird weiter zunehmen. Ein rückläufiger Trend ist nicht in Sicht. Daher ist die Verarbeitung und Bewältigung hochvoluminöser Datenmengen ein Muss für Softwarelösungen, die bei Finanzdienstleistern zum Einsatz kommen, beispielsweise beim Output-Management oder bei der internen Benutzerverwaltung, das heißt beim Management der Zugriffsrechte einzelner Mitarbeiter auf die jeweiligen Applikationen. Insgesamt wichtig sind der schnelle Zugang zu den Daten, eine einfachere und sichere Verarbeitung und gesetzeskonforme Archivierung sowie das schnelle, geschäftsprozessorientierte Suchen und Auffinden von Informationen. Nicht zuletzt ist es notwendig, die Mitarbeiter für den sicheren Umgang mit den Daten und den darunterliegenden Applikationen und IT-Systemen zu sensibilisieren.
Die Cloud
Cloud Computing ist bei Großunternehmen, wie es Finanzdienstleister sind, als eine zeitgemäße Neudefinition der bereits seit langem gelebten IT-Dienstleistung zu sehen. Serviceprovider haben bereits Dienste für ihre Kunden bereitgestellt, als es den Begriff „Private Cloud“ noch nicht gab. Nach dem heutigen Verständnis des Cloud Computings gewinnt bei den schon bewährten Dienstleistungen jetzt aber der individuelle, flexible Abruf des bereitgestellten Angebots an Bedeutung. Private Clouds bieten Finanzdienstleistern die Möglichkeit, momentbezogen und ohne vorher definierte, starre Nutzungsverpflichtungen unterstützende Leistungen zu beziehen, beispielsweise im Bereich Dokumentenlogistik oder Wertpapierabwicklung. Im Sinne individuell nutzbarer IT-Infrastruktur und notwendiger Kostensenkung wird Cloud Computing für Finanzdienstleister eine immer größere Rolle spielen. Der Schutz der sensiblen Daten in der Cloud stellt dabei die größte Herausforderung für die IT-Anbieter dar.
Die Agilität
Unternehmenskritische Software muss sich an den Geschäftsprozessen orientieren, technologisch offen und standardisiert sein und Veränderungen im Unternehmen schnell in der IT abbilden. Zudem ist die nahtlose Integration vorhandener Drittprodukte mittels spezieller Connector-Technologien eine wichtige Voraussetzung.
Fusionen, anhaltende Konsolidierung und Anpassung von Geschäftsprozessen und IT-Systemen führen nach wie vor dazu, dass bereits vorhandene (Alt-)Systeme und neue Unternehmens-IT rasch und flexibel miteinander verknüpft werden müssen. Der Erfolg von Finanzdienstleistern hängt auch in Zukunft wesentlich davon ab, wie flexibel sie auf die Bedürfnisse ihrer Kunden oder auf neue Regularien und neue Geschäftsmodelle reagieren können. Finanzdienstleister benötigen auch 2011 Lösungen, die sie agil machen und gleichzeitig bereits getätigte Investitionen schützen.
Automatisierung zwingend
Bewältigung hoher Datenvolumina, Cloud Computing und Agilität – ohne weitere Automatisierung sind diese Trends nur halb so erfolgreich. Der hohe Automatisierungsgrad einer Software bringt Effizienz in die Systeme. Manuelle Prozesse bergen ein wesentlich höheres Fehlerrisiko, sind zeitaufwendiger und damit insgesamt kostenintensiver. Daher wird auch das Thema Automatisierung die Finanzdienstleister in Schach halten.
gjhg
IDC-Zukunftsprognose
Das Analyseunternehmen IDC prognostiziert in seinem Report „IDC Predictions 2011: Welcome to the New Mainstream“ u. a. eine Integration von Cloud Services, Mobile Computing und Social Networking zu einer neuen „Mainstream-Plattform“ in den kommenden Jahren . Die Studie kann über die Webseite des Anbieters eingesehen werden: