Banken entdecken das Risikomanagement als neuen Vertriebsansatz

Krisen-Seismograph für Firmenkunden

 
Heft 5/2011
 

83 Prozent der Banken gehen von sich aus auf Firmenkunden zu, um Risikomanagement als Dienstleistungsangebot in den Betrieben zu etablieren. Per Risiko-Frühwarnsystem können die Bankberater die Unternehmen somit vor Schieflagen bewahren. Dies schützt auch die Kredithäuser selbst vor finanziellen Schäden. Das ist das Ergebnis der Studie „banking insight“, die von der Unternehmensberatung msgGillardon und dem Handelsblatt erstellt wurde.

Da die Kreditrisiken im Zuge der angespannten Finanzlage steigen, wird das Thema Risikomanagement auch bei den Banken immer wichtiger. Sechs von zehn Instituten halten ihre Kunden deshalb dazu an, ein Risikohandbuch zu nutzen und bieten auch aktive Unterstützung für die Umsetzung an. 28 Prozent der Befragten fordern dies sogar grundsätzlich von ihren Firmenkunden, um die Risiken früh genug zu erkennen. Aber nicht nur die Banken, auch die Unternehmen selbst reagieren auf die steigenden Geschäftsrisiken, um die Zukunft ihres Betriebs zu sichern. Wie die aktuelle Studie „banking insight“ belegt, haben bereits 64 Prozent der befragten Unternehmen ein Risikomanagement etabliert. Über die Hälfte nutzen zudem ein Risikohandbuch, mit dessen Hilfe sich die Mitarbeiter mit den Risiken für das Unternehmen systematisch auseinandersetzen. Dabei werden die Unternehmen von den neuen Dienstleistungen der Banken unterstützt.

„Die Basis für ein effektives Risikomanagement ist zudem eine klare Kommunikation. Denn bei der Risikomessung wählen Unternehmen und Bank oft verschiedene Kriterien aus“, sagt Frank Schlottmann, Risikomanagement-Experte der Unternehmensberatung msgGillardon. „Der Berater muss deshalb seine Instrumente genau erklären und transparent machen. In diesem Schritt kann er die Risikoeinschätzung verbessern, indem er zusammen mit dem Unternehmen individuelle Messgrößen entwickelt und vereinbart. So hat der Berater die Risiken des Unternehmens im Griff und verhindert gleichzeitig, dass sie sich auf die Bank übertragen.“


www.msg-gillardon.de/studie-2011

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