Outsourcing | Mehr als ein Kostenkiller

Hoher ROI – ungenutzte Chancen

 
Heft 2/2008
 

Die Nutzung des Instrumentes Outsourcing hat den meisten Unternehmen einen ansehnlichen Return on Investment (ROI) gebracht. Dennoch haben knapp 40 Prozent der Unternehmen bereits einen Auslagerungsvertrag vorzeitig gekündigt oder es tauchen nach kurzer Zeit Unstimmigkeiten mit den Partnern auf. Ein weiteres Ergebnis des Outsourcing Report 2008 von Deloitte: Unternehmen nutzen größtenteils nicht die strategischen Möglichkeiten und Perspektiven einer Auslagerung, sondern setzen in erster Linie auf einen Kostenspareffekt. „Die Zahlen sind beeindruckend: 83 Prozent der befragten 300 Unternehmenslenker haben mit Outsourcing-Maßnahmen einen ROI von über 25 Prozent erreicht. Dennoch gibt nur etwa ein Drittel der Befragten an, innovative Impulse durch das Outsourcing erhalten zu haben, gut ein Drittel würde heute mehr Zeit mit der Suche nach dem richtigen Partner verwenden. Die Hälfte sagt sogar, sie würde die Vereinbarungen mit dem jeweiligen Partner besser auf die strategischen Ziele des Unternehmens abstimmen. Zu wenige Unternehmen haben Outsourcing als strategische Maßnahme und den Dienstleister als Partner begriffen – in den meisten Fällen blieben die wirklichen Potenziale ungenutzt“, erklärt Edgar Klein, Partner Consulting bei Deloitte. Über den Kosteneinsparungseffekt hinaus sind sich derzeit aber nur wenige Unternehmen des Potenzials durch Transformation und Neugestaltung von Geschäftsprozessen als strategischem Instrument bewusst. Gleiches gilt für die Wettbewerbsvorteile. www.deloitte.de

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