Höhere Refinanzierungskosten, kursbedingte Bestandsverringerungen, gesunkene Interbankenmarkt-Aktivitäten, die wachsende Verunsicherung vieler Privatanleger und massiv ansteigende Wertberichtigungen im Wertpapier- und Kreditbereich schlagen sich immer stärker in der Ertragsentwicklung der Banken nieder. Ging es in der ersten Phase der Finanzmarktkrise noch ums pure Überleben der Banken, liegt der Fokus nun auf der Entwicklung von Strategien, um den neuen Anforderungen am Markt gerecht zu werden.
Überprüfung der Geschäfts-
modelle
Nur durch drastische Einsparungen werden Finanzinstitute dem steigenden Kosten- und Margendruck entgegenwirken können. Vor diesem Hintergrund werden Unternehmen ihr Geschäftsmodell überprüfen und anpassen müssen. An dieser Stelle bietet das Business Process Outsourcing (BPO), die Auslagerung ganzer Geschäftsprozesse, echte Unterstützung. So können sich Banken mit Hilfe von BPO auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und ihren Fokus verstärkt auf die Bedürfnisse der Endkunden richten.
▷Bis zu 30 Prozent Kostensenkung durch effizient ausgelagerte Prozessabläufe.
Steria Mummert Consulting hat in der „Potenzialanalyse Industrialisierungs-Management“ (März 2009) ermittelt, dass sich die Kosten deutscher Finanzdienstleistungsunternehmen durch Auslagerung, Standardisierung und Automatisierung von Prozessabläufen um bis zu 30 Prozent senken lassen eine Erkenntnis, die sich immer mehr Finanzdienstleister zunutze machen: Wie der Branchenverband BITKOM im Januar dieses Jahres bekannt gab, wird die Auslagerung von Prozessen und Dienstleistungen 2009 einen deutlichen Schub erfahren und der Umsatz mit IT- und Business Process Outsourcing um 7,2 Prozent ansteigen. In Anbetracht der gegenwärtigen Lage ist davon auszugehen, dass gerade der Bankenbereich verstärkt zu dieser Entwicklung beitragen wird.
▷Verbesserung des Kosten-Ertrags-Verhältnisses. In der Finanzdienstleistung sind es vor allem die unterstützenden Leistungen, die für eine Auslagerung in Frage kommen: Hierunter fallen finanzmarktspezifische Prozesse wie die Wertpapier- oder die Zahlungsabwicklung, aber auch bankferne Prozesse wie beispielsweise die Dokumentenlogistik. Durch eine Auslagerung dieser Geschäftsbereiche an externe Anbieter lässt sich die Cost-Income-Ratio entscheidend verbessern. Und, von der Kostenoptimierung einmal abgesehen, kann BPO eine längerfristige Lösung sein, um auch die stetig wachsenden Regularien zu erfüllen, die dem Markt zunehmend auferlegt werden.
So einleuchtend die Vorteile für eine Auslagerung von Geschäftsprozessen sein mögen, so groß sind oftmals die Bedenken der Finanzdienstleister, auf BPO-Dienstleistungen zurückzugreifen. Vielfach steht die Befürchtung im Raum, durch die Prozessauslagerung internes Know-how zu verlieren.
Vor diesem Hintergrund ist eine genaue Prüfung des Anbieters und der BPO-Strategie unerlässlich. Bestehende Anbieteransätze und erzielte Ergebnisse können gerade in diesem Segment sehr unterschiedlich ausfallen: Die Gewinne, die durch das übliche Outsourcingmodell von Nichtkernprozessen erzielt werden können, werden oftmals nicht realisiert. Langwierige Verhandlungen und eine komplizierte, leistungsbezogene Preisgestaltung wirken sich negativ auf Anbieter und Kunden aus.
Anbieter wie der globale Abwicklungsspezialist Xchanging setzen daher auf ein Modell der Unternehmenspartnerschaft, bei dem ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet wird, das fortan die Geschäftsprozesse übernimmt und optimiert.
Der Partner überträgt seine Kostenbasis und Ressourcen, während Xchanging das operative Management übernimmt und seine Tools und sein Know-how einsetzt, um eine Abwicklungsplattform zu schaffen, die Kosten und Effizienzvorteile bringt. Auf diese Weise entsteht eine strategische Partnerschaft.
▷Unternehmenspartnerschaft als optimale BPO-Variante. Die Unternehmenspartnerschaft setzt auf Investitionen in die Standardisierung und Optimierung der Prozessabläufe und IT sowie die Übernahme von Personal, die einen Know-how-Verlust von vornherein ausschließt. Durch den Einsatz von Qualitätsmanagement-Werkzeugen, wie sie im industriellen Sektor bereits seit Jahren erfolgreich angewendet werden, sowie die richtige Managementphilosophie werden die Kosten gesenkt und die Qualität der Dienstleistungen wird zeitgleich optimiert.
Einzigartiger Vorteil der Unternehmenspartnerschaft ist die Akquise von Drittgeschäft: Zusätzliche Abwicklungsvolumina und Einnahmen steigern die Profitabilität der Abwicklungsplattform nachhaltig. Der Vorteil hierbei liegt auf der Hand: Teilen sich mehrere Finanzdienstleister eine Backoffice-Plattform, können Skaleneffekte und Effizienzsteigerungen erreicht werden. Als unabhängiger, neutraler Anbieter profitiert das Partnerschaftsunternehmen bei der Neukundengewinnung, ist es doch unternehmerisch orientiert und objektiv gegenüber Kunden.
Die Bank für die Bank
Prozessspezialisten wie Xchanging unterstützen Banken darin, ihre Kosten zu senken und damit die Effizienz im Backoffice zu steigern. Auf diese Weise kann die Marktkapitalisierung der Geschäftsbanken erhöht und Shareholder Value geschaffen werden. Das Business Process Outsourcing leistet auf diese Weise einen maßgeblichen Beitrag zur Wertsteigerung auf den Finanzmärkten.