Green Banking – auch mit SB?

 
Heft 6/2009
 
Green Banking – auch mit SB?
Fotostrecke: (3 Bilder)

Green-SB in Realität: Zum Beispiel durch Recyclinggeräte oder doppelseitigen Kontoauszugsdruck.

Bild:
KEBA AG

Umwelt schonen.Das Thema Umweltbewusstsein dringt immer weiter in Bereiche vor, in welchen es auf den ersten Blick nicht sofort ersichtlich ist. Studien belegen, dass Kunden eine höhere Bindung zu ihrer Bank aufbauen, wenn diese umweltbewusst handelt und das auch wahrgenommen wird. Ganz nebenbei ist Green Banking laut A.T. Kearney-Analysen für Banken und Finanzdienstleister „die große Chance, Glaubwürdigkeit und gesellschaftliche Akzeptanz zurückzugewinnen“. Und wie ist die Rolle der SB?

Immer mehr Menschen machen sich darüber Gedanken, das Auto stehen zu lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad umzusteigen. Umweltbewusstes Handeln durch den Umstieg von fossilen auf umweltschonende Energieträger wird immer wichtiger. Die Branche der Finanzdienstleister scheint auf den ersten Blick einer der wenigen Bereiche zu sein, die von der Beeinflussung dieses Trends unberührt bleiben. Doch in nahezu allen Branchen kommt es angesichts von häufiger auftretenden Klimakatastrophen, Bevölkerungswachstum und Globalisierung zu einem Umdenken. Immer mehr Geldinstitute setzen bewusst auf das Thema Nachhaltigkeit. Und das nicht ohne Grund – denn Studien belegen, dass Kunden eine höhere Bindung zu ihrer Bank aufbauen, wenn diese umweltbewusst handelt und das auch wahrgenommen wird. Ganz nebenbei ist Green Banking laut A.T. Kearney-Analysen für Banken und Finanzdienstleister „die große Chance, Glaubwürdigkeit und gesellschaftliche Akzeptanz zurückzugewinnen“.

Umwelt „Investitionen in die Zukunft“

Schon lange bevor der Trend Green Banking die Medien überhäufte, bekannte sich der Hersteller von Selbstbedienungsterminals, KEBA, zum umweltschonenden Umgang mit Ressourcen jeglicher Art, erwirkte Emissionsreduktionen in den eigenen Prozessen und entlang der gesamten Lieferkette und engagierte sich zudem für die Entwicklung von klima- und umweltschonenden Produkten und Dienstleistungen. Für eine gezielte Umsetzung entwickelte man ein eigenes Umweltmanagementsystem, das nach ISO 14001 zertifiziert ist.

Dieses Umweltmanagementsystem wird laufend von externen Auditoren evaluiert und regelt die Zuständigkeiten, Verhaltensweisen, Prozessabläufe und Vorgaben zur Umsetzung der betrieblichen Umweltpolitik. Zu dieser gehört unter anderem:

▷Umweltschonender Umgang mit Ressourcen jeglicher Art.

▷Bestmögliche Nutzung von Ressourcen.

▷Vermeidung/Vorbeugung geht vor nachträglicher Reparatur.

▷Maximale Reduktion von Emissionen.

Nachhaltigkeit über die gesamte Wertschöpfungskette beginnt schon bei der Beschaffung, welche unter ökologischen Gesichtspunkten abläuft. Lieferanten werden nicht nur nach ihrer Nachhaltigkeit und ihrem Umweltbewusstsein ausgewählt, die KEBA Black List trägt auch maßgeblich zur Entwicklung und Gestaltung umweltverträglicher Produkte in allen Geschäftsbereichen bei. Die Einhaltung aller relevanten Verbote gehört zur Pflicht jedes Inverkehrbringers, das heißt auch zu der der Lieferanten von KEBA. Entsprechend erwartet man von diesen ein System, das die Einhaltung dieser Verbote sicherstellt und fordert diese dezidiert ein.

Großes Potenzial zum umweltbewussten Handeln steckt in der Produktentwicklung (hier: Green Product Development). Wieder gibt es hier viele Facetten der „grünen“ Palette, zum Beispiel:

▷Materialauswahl (Verzicht von umweltgefährdenden Stoffen).

▷Prozessauswahl (Sicherstellung eines Bleifrei-Lötprozesses ROHS-Konformität).

▷Reduzierung von Produktvielfalt.

▷Verwendung von umweltfreundlichem Verpackungsmaterial.

Mit der Sicherstellung einer langen Lebensdauer und der Reduzierung des Gewichtes der Produkte wird die Abfallmenge reduziert und Transport- und Entsorgungskosten nachhaltig reduziert. Stromsparende Energiemanagement-Konzepte bei der Produktentwicklung gewährleisten einen geringen Energieverbrauch und eine hohe Energieeffizienz. Und natürlich wird in der Produktion auf die Vermeidung oder Reduktion umweltbelastender Materialien geachtet.

Umweltschonende SB-Produkte

KEBA leistet also bereits bei der Entwicklung von SB-Geräten einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. Doch nicht nur die Geräte selbst tragen dazu bei, auch die mit dem laufenden Betrieb verbundenen Prozesse. Ein gutes Beispiel dafür sind die Geldautomaten mit Cash-Cycle-Technologie, die eine der Kernkompetenzen im Bereich Bankautomation ist. Bereits vor 17 Jahren hat man das erste Cash-Recycling-System präsentiert und am europäischen Markt eingeführt. Standen damals wie auch heute – die enormen Kostenersparnisse für Banken und Sparkassen im Vordergrund, so gesellt sich mittlerweile die Umwelt als maßgeblicher beeinflussender Faktor hinzu.

Nach wie vor ist der Straßenverkehr eines der Sorgenkinder bei der Erreichung der Emissionsreduktionsziele. Die Fahrten des Werttransporteurs, der die Filiale mit Bargeld ver- und entsorgt, sind enorm. Ein Werttransporteur, der pro gefahrenem Kilometer rund 280 g CO2 ausstößt, trägt dementsprechend zur Luftverschmutzung und Klimabeeinträchtigung bei. Der geschlossene Geldkreislauf durch Cash-Recycling und die damit verbundenen längeren Intervalle für Befüllung und Entsorgung tragen so wesentlich dazu bei, die Umwelt zu schonen. In Österreich zum Beispiel benötigt ein Werttransporteur pro Geldautomat rund 60 Stopps, wobei zwischen den einzelnen Stopps rund 15 km zurückgelegt werden. Die 1.700 Geldautomaten, die in Österreich durch einen Werttransporteur versorgt werden, verursachen also rund 102.000 Stopps. Damit werden pro Jahr in etwa 1.530.000 km zurückgelegt und 306.000 l Kraftstoff verbraucht. Damit werden pro Jahr 428.400 kg CO2 ausgestoßen. Durch die Cash-Recycling-Technologie, Herzstück eines jeden KEBA-Cash-Automaten, kann durch den geschlossenen Geldkreislauf die Anzahl der Stopps um 50 Prozent reduziert werden, wodurch auch der Ausstoß an Treibhausgasen signifikant reduziert wird.

Wirtschaftlichkeit steigern

Mit der jüngsten Produktentwicklung von KEBA, dem Kontoauszugsdrucker KePlus P6 als auch dem Kontoserviceterminal KePlus K6, ist es dem österreichischen Automatisierungsspezialisten gelungen, in Sachen Umweltschutz einen Schritt weiter zu gehen.

Beide Kontoserviceterminals können Kontoauszugsdrucke doppelseitig mit Thermotechnologie drucken, wodurch sich für Geldinstitute und deren Kunden viele Vorteile wie die Reduktion von Papierkosten, ein höherer Durchsatz und bessere Auslastung der Geräte ergeben. Gleichzeitig wird mit dem beidseitigen Druck auch die Umwelt geschont, da der Verbrauch natürlicher Ressourcen nachhaltig reduziert wird. Eine Reduktion des Papierverbrauchs bis zu 40 Prozent bedeutet für die Umwelt nicht nur einen geringeren Energieverbrauch für die Herstellung und Produktion des Papiers, sondern auch geringere Schadstoffemissionen.

Mit dem doppelseitigen Thermodruck können Banken und Sparkassen somit nicht nur die Effizienz in ihrer Filiale erhöhen, sondern auch maßgeblich zum Schutz unserer Umwelt beitragen.