Es geht nicht nur um Kosten

 
Heft 3/2010
 

Mit Managed Services rund um die SB-Systeme auf der Gewinnerseite.Banken und Sparkassen müssen heute mehr denn je rechnen. Ihren Fokus, Kosten einzusparen, richten sie vor allem auf die in der Fläche installierten SB-Systeme und die Prozesse, über die diese in den Bargeldkreislauf und in
ihren IT-Betrieb eingebunden werden.

Nicht genug: Die Geldinstitute haben zusätzliche Kosteneinsparungen im Auge, indem sie sämtliche mit den Geldautomaten und dem IT-Betrieb verbundene Aktionen und Prozesse als Managed Services an einen externen Dienstleister auslagern. So können sich die Banken und Sparkassen im harten Wettbewerb besser auf ihre Kerngeschäfte konzentrieren.

Brach liegendes Kapital

Der Fokus auf SB-Systeme kommt in den Instituten nicht von ungefähr. Knapp 56.000 solcher Systeme gibt es in Deutschland. Einige größere Organisationen betreiben mehr als 1.000. Nicht nur, dass das aufwändige Bargeldhandling horrende Kosten verursacht. Rund zwölf Milliarden Euro werden allein in Deutschland darauf verwendet. Werden die Automaten, um Auszahlungsengpässe auszuschließen, randvoll mit Bargeld gefüllt, liegt erhebliches Kapital buchstäblich brach. Es steht weder für den Cashflow zur Verfügung noch für die Anlage am Geldmarkt oder zur Liquiditätsbildung, beispielsweise für eine bessere Eigenkapitalausstattung. Auch eine Anrechnung des unproduktiven Kapitals in den Geldautomaten auf die Mindestreserve ist laut den Bestimmungen der Bundesbank nicht möglich.

Verfügbarkeits- und Serviceeinbußen dürfen nicht sein

Das aufwändige Management der Geldautomaten wird gerade in Zeiten der strategischen Neuorientierung in den Instituten als unproduktiver Zusatzaufwand empfunden. Verfügbarkeits- und Serviceeinbußen können sich die Geldinstitute unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen keinesfalls leisten. Aber wenn im Schnitt jede Filiale im Monat 37 bis 38 Arbeitsstunden auf den Betrieb eines SB-Systems verwendet, geht das zwangsläufig auf Kosten der Kundenbedienung, -beratung und des Verkaufs von Finanzprodukten. Dabei bleibt es nicht. Ohne professionell gemanagte Geldautomaten, geschlossene Bargeldkreisläufe, die banksystemseitige Integration und die Erfassung betriebsrelevanter Daten können Intransparenz, Manipulation, verzögerte, ineffiziente Geldflüsse und Bearbeitungsfehler die Folge sein. Auch sie schlagen sich, ob direkt oder indirekt, in hohen laufenden Kosten nieder. Zu alledem stellen sich die Entscheider in den Instituten zunehmend die Frage, wieso sie die SB-Systeme und die damit verbundenen Prozesse selbst betreiben sollten. Denn der Betrieb der kompletten SB-Infrastruktur sowie die Steuerung der Geldversorgung und -entsorgung durch ein Werttransportunternehmen (WTU) gehören nicht zu ihrem Kerngeschäft. So halten sie zunehmend nach einem Dienstleister Ausschau, dem sie diese Aufgaben übertragen können, ohne eigene Betriebsrisiken einzugehen. Werden sie fündig, entbindet das die Institute darüber hinaus von hohen Investitionen, beispielsweise in einen Cash-Management-Prozess, den sie selbst aufbauen, betreiben, warten und konstant weiterentwickeln müssen.

Spürbare Entlastungen durch Managed Services

Serviceleistungen unter der Regie von Wincor Nixdorf: Die Basis entsteht durch eine Systeminfrastruktur, die modular in die Finanzprozesse der Institute integriert werden kann und sich durch eine besonders effiziente und anwenderfreundliche Bedienung und Wartung („Serviceability“) auszeichnet.

Konkret heißt das, alle in den Bargeldkreislauf eingebundenen Systeme stellen automatisiert die notwendigen Betriebsinformationen bereit, die für ihre optimale Überwachung, Steuerung und Bargeldversorgung sowie -entsorgung durch den WTU gebraucht werden. Diese Informationen werden in der „Wincor Nixdorf eServices Platform“ für die Systemüberwachung und -steuerung zentral gebündelt und verarbeitet. So ist sichergestellt, dass der Dienstleister allen SB-Systemen sowie den Prozessen und beteiligten Personen die richtigen Steuerungsimpulse geben kann.

Updates aus der Ferne

Remote-Management ist von zentraler Bedeutung für effiziente und kostensparende Managed Services rund um SB-Terminal-Installationen und -Infrastrukturen. Der Dienstleister kann damit einerseits in den SB-Systemen die für einen reibungslosen Betrieb wichtigen Informationen einsehen. Er kann darüber hinaus auch bei Bedarf aus der Ferne gezielt notwendige Softwareverteilungen und -updates vornehmen.

Umfassende Informationsbasis ist entscheidend

Die Systeminformationen, die direkt von den Systemen übermittelt werden, ermöglichen die schnelle und gezielte Wiederinstandsetzung bei Störungen. Über die Einblendung von Geräte- und Systemstatus, Transaktionsraten und Geldbestände ist der Betreiber in der Lage, potenziellen Engpässen oder Verfügbarkeitsproblemen mittels proaktiver Services schon in ihrer Entstehung entgegenzuwirken.

Risikominimierung

Auch WTU-Einsätze zur Bargeldversorgung oder -entsorgung in den Filialen werden vom Dienstleister zum geeigneten Zeitpunkt geordert. Für die Banken und Sparkassen leistet dieser proaktive Überwachungs- und Steuerungsansatz inklusive dem automatischen Management kritischer Prozessabschnitte einen entscheidenden Beitrag zur Risikominimierung.

Resümee

Es sind nicht nur die hohen Kosteneinsparungen, die Banken und Sparkassen dazu bewegen, auf professionelle Managed Services umzusteigen. Eine höhere Geräte- und Systemverfügbarkeit, Prozessoptimierungen, mehr Transparenz und eine nachhaltige Risikominimierung sind weitere Vorteile, die in den Augen der Entscheider dafür sprechen.

Die Erwartungen werden für die Banken und Sparkassen allerdings nur dann aufgehen, wenn der Dienstleister als Spezialist die notwendige Kompetenz und Technologie mitbringt. Wincor Nixdorf, beispielsweise, stellt seinen Kunden über das „eServices Portal“ die Informationen und Funktionen bereit, die die lückenlose Überwachung und Überprüfung der geleisteten Services zum Management der SB-Systeme, des IT-Betriebs und der Bargeldbestände erlauben.

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