Die mobile Bankfiliale

 
Heft 5/2010
 
Die mobile Bankfiliale
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Nach Angaben des Branchenverbands BITKOM nutzen inzwischen über 24 Millionen Bankkunden das Internet für ihre Bankgeschäfte. Jetzt wird Internetbanking mobil.

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GAD eG

Multikanal-Banking.Innovative Anwendungen wie die „bank21-Online-Filiale“ der GAD haben das Banking und den Onlinevertrieb im Internet spürbar komfortabler gemacht. Doch die Entwicklung geht für die Onlinebanking-Nutzer weiter. Günstigere Tarife und leistungsstärkere Endgeräte wie
Handy, iPhone, Blackberry & Co sorgen dafür, dass der Zugang ins Internet unabhängig vom Standort
in der digitalen Gesellschaft einfach dazugehört. Und damit auch das Mobile Banking.

Die Deutschen verbringen heute fast doppelt so viel Zeit im mobilen Internet als mit dem Lesen von Zeitschriften. Dies belegt die aktuelle Studie „Mediascope Europe 2009“, die von der European Interactive Advertising Association in Auftrag gegeben wurde. Mobile Banking wird für Internetbanking-Nutzer damit zur echten Alternative. Dies bestätigen auch die Marktforscher von Juniper Research. Nach ihrer Studie werden bereits im nächsten Jahr über 150 Millionen Menschen weltweit Mobile-Banking-Services nutzen. Ein weiterer Trendbeweis sind die Rekordzahlen, mit denen Bankinganwendungen im Apple-iStore heruntergeladen werden.

Banking noch komfortabler

Die GAD hat eine Mobile-Banking-Lösung entwickelt, die sich flexibel fast allen mobilen Endgeräten anpasst und auf die „bank21-Online-Filiale“ der Volks- und Raiffeisenbanken im Internet zugreift. Onlinebanking und Mobile Banking sind also eng miteinander verzahnt. Je innovativer das Onlinebanking-Konzept ist, desto smarter ist auch die mobile Anwendung.

Vor diesem Hintergrund entwickelt die GAD die „bank21-Online-Filiale“ kontinuierlich weiter. Das aktuelle bank21-Release optimiert die Benutzeroberfläche, gekoppelt mit einfacher Bedienung und einem schnellen Zugriff auf einzelne Funktionen. Die Hauptnavigation ist unterteilt in „Banking“, „Brokerage“ und „Service & Verwaltung“. Mit nur einem Klick greift der Nutzer auf alle Funktionen zu. Der Menüpunkt „Service & Verwaltung“ fasst unter anderem alle sicherheitsrelevanten Informationen im Punkt „Sicherheit“ zusammen. Dazu zählen das Ändern der PIN, Informationen zum Sperren von Karten oder auch das Angebot zum Wechsel des TAN-Verfahrens. Vor allem bei der mobilen Nutzung ist jeder Klick weniger ein echter Komfortgewinn für den Kunden. Die neue, übersichtlichere Gestaltung der Benutzeroberfläche wurde von über 400 Bankkunden in einem Onlinetest zuvor getestet. Die positiven Ergebnisse bestärkten die GAD in der Umsetzung des Konzeptes.

Funktionsumfang abhängig vom Endgerät

Grundsätzlich hat die GAD die „bank21-Online-Filiale“ als zentrale Vertriebs- und Transaktionsplattform der Volks- und Raiffeisenbanken speziell auf die Nutzung über mobile Endgeräte ausgerichtet. Die browserbasierte Mobile-Banking-Lösung läuft auf 90 Prozent aller internetfähigen Mobiltelefonen und PDA-Geräten inklusive iPhone. Den Nutzern steht je nach Gerät eine Auswahl an Funktionen der virtuellen Onlinefiliale zur Verfügung.

Der Zugriff auf die Onlinefiliale soll natürlich nicht nur von einem iPhone, sondern auch von möglichst jedem Mobiltelefon oder PDA aus bedienerfreundlich sein. Deshalb wurden über 10.000 mobile Endgeräte klassifiziert und die mobile Lösung der „bank21-Online-Filiale“ auf alle definierten Endgerätklassen angepasst. Wählt sich der Nutzer über sein Endgerät in die „bank21-Online-Filiale“ ein, wird dieses im Rechenzentrum einer Geräteklasse zugeordnet. Dann erscheinen im Display speziell für diese Geräteklasse ausgewählte Funktionen. Das Funktionsangebot wird allein durch die Größe des Displays beschränkt. Zu den Basisfunktionen des Mobile Bankings zählen Überweisungen im In- und Ausland, Kontoinformationen, der elektronische Postkorb für die sichere Kommunikation zwischen Bank und Kunde sowie Mehrwertservices wie das Aufladen der Prepaidhandys.Das Konzept der GAD verbindet die gestiegenen Komfortansprüche des Bankkunden mit den technischen Möglichkeiten seines Endgerätes. Gleichzeitig orientiert es sich am geänderten Nutzerverhalten der Bankkunden.

Mobilität und Sicherheit
gehören zusammen

Mehr Mobilität darf nicht auf Kosten der Sicherheit gehen. Daher setzen die Volks- und Raiffeisenbanken auf das Sicherheitsprinzip der Zwei-Wege-Übermittlung. Dabei wird die für die Durchführung einer Überweisung notwendige Transaktionsnummer (TAN) nicht über das Mobiltelefon übermittelt, sondern in einem auch für das Internetbanking nutzbaren Kartenlesegerät generiert. Zum Einsatz kommen dabei besonders sichere Zwei-Schritt-TAN-Verfahren: „Sm@rtTAN plus“ und für das iPhone auch das besonders komfortable Verfahren „Sm@rtTAN optic“ sorgen zusätzlich zur sicheren 128-Bit SSL-Verbindung dafür, dass Bankkunden beim Besuch der „mobilen Filiale“ optimal vor Phishingangriffen geschützt sind.

Vertriebsstrategie

Die Erweiterung der Bankgeschäfte auf das Mobiltelefon und das Smartphone wird zum nächsten wichtigen Pfeiler in der Multikanalstrategie einer Bank. Dabei geht es jedoch nicht nur darum, den Kunden über verschiedene Wege anzusprechen, sondern ihm den „Kanal“ zu öffnen, den er gerade bevorzugt. Er handelt heute multimedial und wechselt im Rahmen eines Bankgeschäfts mehrmals zwischen den Vertriebskanälen Filiale, Internet, Telefon, Mailing oder Mobile Banking.

Banken, die Mobile Banking rechtzeitig in ihre Vertriebsstrategie integrieren, sind auf dem richtigen Weg. Das zeigt auch die Trendstudie „Bank & Zukunft“ des Fraunhofer Instituts: Vier von fünf Banken nannten bei den Investitionen in den Direktvertrieb die Weiterentwicklung der Services im Internet an erster Stelle.

Das Internet fördert auch im Bankgeschäft schnelle Entscheidungen insbesondere bei wenig beratungsintensiven Produkten wie der Anlage von Tagesgeld. Dabei ist es wichtig, die einzelnen Vertriebswege sinnvoll in die Vertriebsorganisation einzugliedern. Voraussetzung dafür ist ein Vertriebskonzept der Bank, das auch die Produkt- und Preisstrategie auf die einzelnen Kanäle ausrichtet. Zahlreiche Banken bieten bereits gesonderte Konditionen für spezielle Internetprodukte an. Für Mobile Banking ist dies ebenfalls denkbar.

Neben der Kundenbindung und der Option, die Abschlussquote zu erhöhen, beeinflussen neue, internetbasierende Anwendungen auch das Image einer Bank: Sie wird beim Kunden als innovativ und zukunftsorientiert wahrgenommen.

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