Bei der Preisverleihung, die am 5. Mai im IBM e-Finance Center in Frankfurt-Sossenheim statt fand, kürte geldinstitute erstmals Sieger in vier verschiedenen Kategorien. Ziel des etablierten Wettbewerbs „Geschäftsstelle des Jahres“ ist es, Finanzinstituten neue Ideen und Anregungen zu liefern, mit denen sich die Herausforderungen der nächsten Jahre bewältigen lassen. Deshalb sind für den Wettbewerb Geschäftsstellen mit besonders zukunftsorientierten Konzepten gefragt.
„Bestes Konzept für Individualkundenbetreuung“
In der Kategorie „Bestes Konzept für Individualkundenbetreuung“ schaffte es die Augsburger Aktienbank auf den vordersten Rang. Die Philosophie der ganzheitlichen Beratung überzeugte die hochkarätige Jury : Dem BeratungsCenter liegt ein Konzept zugrunde, das in puncto Service und Design den Kunden in den Mittelpunkt stellt. Betritt man die Augsburger Aktienbank, lädt das offene Atrium mit dem großen Infomonitor ein, die Dynamik des Raumes mit den geschwungenen Wänden auf sich wirken zu lassen. Statt von Prospektständern und bunten Plakaten wird der Kunde von einem 65-Zoll-Bildschirm begrüßt, auf dem aktuelle Informationen visuell zurückhaltend kommuniziert werden. Hier werden einzelne Filialprodukte nicht einfach „verkauft“ dafür erhalten die Kunden eine ganzheitliche Beratung, die ihre individuellen Ziele analysiert.
„Bestes internationales Konzept“
Als „Bestes internationales Konzept“ positionierte sich die Filiale „Via San Martino“ der Cassa Rurale di Treviglio mit ihrem speziell auf junge Leute und Familien zugeschnittenen Konzept. Die „Via San Martino“ ist ein lebendiger Treffpunkt: Dort gibt es Räume für Studium und Lektüre und Internetpoints laden zum Surfen ein. Dort kann man Tickets kaufen für musikalische, kulturelle und sportliche Veranstaltungen. Es gibt auch eine kleine Bar, die von den Betreibern der Stadt abwechselnd geführt wird. Mütter, die ihre Kinder in den ersten Wochen nach Schulanfang zur Schule bringen, können hier bei einem kostenlosen Kaffee verweilen. Außerdem gibt es einen Wickelraum, in dem die Windeln von der Bank zur Verfügung gestellt werden. Am Freitag- und Samstagabend treffen sich an der Filiale junge Leute aus der Umgebung. Denn von dort startet der Autobus, der sie sicher in die Disko und wieder zurück bringt.
„Bestes Flächenkonzept“
Das Projekt „Filiale im Wandel“ der Deutschen Postbank konnte sich als „Bestes Flächenkonzept“ durchsetzen. Das Siegerprojekt „Filiale im Wandel“ startete Mitte 2006 mit dem Ziel, Kundenwünschen an Finanz-, Post- und neue Dienstleistungen gerecht zu werden. Heute wird das Konzept sukzessive bei allen Umbaumaßnahmen umgesetzt, so dass in den nächsten Jahren alle wichtigen Standorte nach diesem Vorbild gestaltet sein werden. Die „Filiale im Wandel“ umfasst die strategische Neuausrichtung und Optimierung des stationären Vertriebsnetzes im Hinblick auf Prozesse, die Standorte der Filialen, Produkte und Services, die Vertriebssteuerung sowie die Filialgestaltung. Sie beinhaltet die Planung und Umsetzung innovativer Filialkonzepte mit dem Ziel, die Flächenproduktivität signifikant zu steigern.
„Bestes Hauptstellenkonzept“
In der Kategorie „Bestes Hauptstellenkonzept“ ging die „Bank of Change“ der Sparkasse Leverkusen als Sieger hervor. Dem Konzept „Bank of Change“ liegt die Idee zugrunde, in der zentralen Fläche der Kundenhalle Raum für eine ungeahnte Variabilität zu bieten. Jedes Raumelement, jeder Einrichtungsgegenstand, jedes technische Element ist so konzipiert, dass es in kürzester Zeit neu positioniert, substituiert und mit zusätzlichen Elementen zu neuen Einheiten integriert werden kann. Durch diesen „Change“ können immer neue Kommunikations- und Interaktionsszenarien generiert und auf wechselnde Bedürfnisse von Institut und Kunden zugeschnitten werden.
Impulse für die eigene Bank
Von der Veranstaltung profitierten schließlich nicht nur die Gewinner: So wurden die Konzepte der Sieger anschaulich erläutert und in ihrer Umsetzung vorgestellt. Die Besucher erhielten somit konkrete Impulse für die eigene Bank oder Sparkasse.
Der Wettbewerb, der alle zwei Jahre ausgerichtet wird, fand dieses Jahr in Kooperation mit dem Fraunhofer IAO und IBM statt. Nähere Informationen zu den eingereichten Filialkonzepten, ausführliche Beschreibungen der Konzepte und viel Anschauungsmaterial erhalten Sie im Special „Geschäftsstelle des Jahres“, das im September erscheint.
Autorin: Elisabeth Göpel