Die limitierenden Faktoren vergangener Tage wie der Mangel an einheitlicher Technologie- und Softwareplattform in den unterschiedlichen Münzautomaten sind längst beseitigt. Damit ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Münze nun auch im SB-Bereich in ihrer Bedeutung mit der Banknote gleichzieht.
Münzen bleiben beliebt
Das Münzvolumen in der Europäischen Union wächst weiter. In ihrem aktuellen Jahresbericht 2008 weist die Europäische Zentralbank im Berichtszeitraum einen erneuten Anstieg des Nettoumlaufs an Euromünzen um 7,9 Prozent auf 82,3 Milliarden Stück aus. Das entspricht einem Gesamtwert von 20,4 Milliarden Euro. Die Zahlen machen einmal mehr deutlich: Das runde Bargeld erfreut sich in Europa äußerster Beliebtheit. Da bildet Deutschland keine Ausnahme. Denn auch hierzulande wird noch immer die Barzahlung dem Plastikgeld vorgezogen, wenn es darum geht, Rechnungen in Restaurants und Tankstellen zu begleichen oder bei Einzelhändlern einzukaufen.
Für Geldinstitute bleibt das seit Jahren nicht ohne Folgen. Denn das aufwändige Bargeldhandling, zu dem das hohe Münzaufkommen beiträgt, verursacht in Europa immense Kosten. Einen guten Teil dieser Kosten tragen die Banken, die einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, den Münzgeldkreislauf aufrechtzuhalten. Fast jede Filiale eines Finanzinstituts in Deutschland bietet ihren Kunden die Möglichkeit der Ver- und Entsorgung von Münzgeld an. Vorausgesetzt, die Kunden halten sich an die bankenüblichen Öffnungszeiten. Denn die Münzgeldabwicklung spielt sich noch immer vor allem im Schalter-Kasse-Bereich einer Filiale ab. Für münzgeldintensive Branchen wie den Einzelhandel ist das ein echtes Hindernis, Einnahmen nach Ladenschluss tagesaktuell wertzustellen oder vor Geschäftsbeginn neues Münzgeld zu besorgen.
Münze im Foyer
Aber nicht mehr nur unter Einzelhändlern hat die Münze den Stellenwert der Banknote längst erreicht. Auch immer mehr Geldinstitute beginnen, die Herausforderung der Münze anzunehmen, und suchen nach Lösungsansätzen, die der Bedeutung der Münzgeldverarbeitung in der Filiale umfänglich gerecht wird. Um das Münzgeldhandling in den Filialen effizienter zu gestalten und gleichzeitig der Forderung des Handels nach mehr Flexibilität im Münzgeldservice nachzukommen, bietet die Münzautomation als integraler Bestandteil des SB-Bereichs ungenutzte Potenziale.
Die Münze gehört für Geldinstitute zur vollständigen Bargeldver- und -entsorgung. In exponierten Lagen ist die Verlagerung der Münze in das Foyer inzwischen zu einem echten Trend geworden. Der Grund dafür liegt zum einen darin, dass die Banknotenautomatisierung im Foyer einen hohen Reifegrad erreicht hat, somit also in diesem Bereich weitere Optimierungspotenziale kaum noch zu erschließen sind. Auf der anderen Seite zählt der technologische Quantensprung bei den Münzgeld-Verarbeitungsgeräten zu den treibenden Kräften. Mit der Entwicklung einer einheitlichen Technologie- und Softwareplattform, über die etwa die Münzeinzahler-Produktfamilie von HESS Cash Systems verfügt, werden Geldinstitute wesentlich flexibler bei der Ausstattung und Einrichtung ihrer SB-Foyers. Denn die funktionale und bauliche Vielfalt existierender Geräte bedeutet heute nicht mehr eine gleichgroße Heterogenität der technischen Basis.
Damit ist der Weg für Banken und Sparkassen frei, die Automatisierung der Münzgeldverarbeitung zu forcieren und in ihre SB-Konzepte aufzunehmen. Die einheitliche Technologiebasis wirkt sich positiv auf den Service aus, weil alle Modelle nur noch mit einem festen, einheitlichen Set an Komponenten auskommen. Das bietet nachhaltige Vorteile etwa bei der Entsorgung der Bargeldbestände durch einen WTU: Einheitliche Kassetten lassen sich in jeden Gerätetyp einsetzen, was Planungs- und Bevorratungsaufwände nachhaltig reduziert. Durch die einheitliche Softwareplattform haben die Münzgeldautomaten zudem noch einen ganz anderen Vorteil: Sie lassen sich einheitlich bedienen. Das reduziert noch einmal deutlich den für Schulung und Einarbeitung notwendigen Aufwand an Personal und Zeit. Zudem lassen sich die Systeme an eine einheitliche Cash-Management-Plattform anbinden und somit zentral verwalten.
Die State-of-the-Art-Lösungen sind heute so ausgelegt, dass sie den höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden. Ihre Gerätevielfalt bei einheitlicher Technologie- und Softwareplattform macht sie zum Motor der Veränderungsfähigkeit und erlaubt Banken und Sparkassen, neue und intelligente SB-Konzepte zu realisieren, die Kosten sparen und den Ansprüchen der Kunden gerecht werden. Hier zahlt sich das Engagement von Herstellern aus, die über eine eigene langjährige Forschungs- und Entwicklungsexpertise verfügen und in der Lage sind, nachhaltig in die Zukunftsfähigkeit der eigenen Systeme zu investieren. Durch die Unterstützung der familiengeführten, international tätigen Konzernmutter Gauselmann verfügt HESS Cash Systems über die Voraussetzungen, um dauerhaft Innovationen made in Germany voranzutreiben, mit denen Geldinstitute das Bargeldhandling ihrer Filialen optimieren.