Die strategische Bedeutung der Selbstbedienungsmedien ist den meisten Kreditinstituten bewusst. Der regelmäßige und störungsfreie Betrieb der Endgeräte ist dabei erfolgsentscheidend: Die Automaten dürfen nicht ausfallen, sonst drohen Kundenunzufriedenheit und entgangene Gebührenerträge. Um den optimalen Betrieb und Füllstand der Selbstbedienungsmedien sicherzustellen, setzen manche Institute bereits auf eine moderne Cash-Management-Lösung. Die Vorzüge einer solchen Software, wie beispielsweise witCL aus dem Hause SARROS, werden gemeinhin allein in der Reduktion der Zins- und Versorgungskosten gesehen. Dass witCL aber auch beim Aufdecken von Betrugsversuchen am Geldautomaten behilflich sein kann, ist sicher für den einen oder anderen eine Überraschung.
Die Idee zu dieser ungewöhnlichen Programmerweiterung kam den SARROS-Experten, als im Rahmen einer Sicherheitsuntersuchung analysiert wurde, wie sich ein Mitarbeiter eines Geldversorgers und seine möglichen Komplizen aus den Kassetten im Tresor einer Bank bedienen können, ohne dass dies direkt nachgewiesen werden kann. Es ist denkbar, dass Schlüssel und Kombination weitergegeben werden, so dass ein Komplize den Tresor eines Geldautomaten öffnet, sich aus den Kassetten bedient und anschließend den Geldautomaten wieder verschließt. So ein Betrug wird leider oftmals erst Tage später festgestellt, wenn der Geldautomat wegen unerwarteten Geldmangels vorzeitig außer Betrieb geht. Obwohl der Verdacht schnell auf die Schlüsselträger fällt, ist ihnen oft nichts nachzuweisen.
witCL wertet hierzu, ähnlich wie auch das SB-Monitoring-Werkzeug witSB von SARROS, den Nachrichtenstrom zwischen Geldautomaten und Rechenzentrum aus und informiert das Kreditinstitut oder eine Notfallzentrale, wenn an einem Geldautomaten eine Kassette gezogen wurde, ohne dass sich vorher jemand ordnungsgemäß am internen Terminal an- sowie anschließend abgemeldet hat.
Einen besonderen Reiz stellt für Langfinger ein frisch befüllter Geldautomat dar. Daher ist es ebenfalls verdächtig, wenn ein Geldautomat unmittelbar nach einer Versorgung – oder auch etwas später – wieder geöffnet wird und Kassetten gezogen werden.
Um Fehlalarme zu vermeiden, beachtet die Softwarelösung stets auch den Status des Geldautomaten. Ungewöhnliche Vorfälle werden den verantwortlichen Mitarbeitern unverzüglich und gemäß einer vorher festgelegten Alarmstufe per E-Mail oder SMS gemeldet. www.sarros.com
Autor: Andreas Fischer, Leiter des operativen Geschäfts und Produktmanager Cash-Management bei SARROS