Marktführer zeichnen sich gegenüber durchschnittlich erfolgreichen Unternehmen durch einen verstärkten Einsatz von Business Intelligence (BI) im operativen Bereich aus. Aufgrund der wachsenden Bedeutung der BI-Technologie tolerieren sie nicht einmal kurze Ausfallzeiten ihrer Systeme. Zugleich müssen operativ tätige Mitarbeiter immer mehr Entscheidungen treffen. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer groß angelegten Studie, die das Analystenhaus IDC im Auftrag von Teradata durchführte. Über 1.000 Führungskräfte aus 22 Ländern nahmen daran teil.
Der Studie zufolge setzen führende Unternehmen angesichts explodierender Datenmengen und eines erhöhten Entscheidungsdrucks ihre Business Intelligence nicht mehr nur für strategische Zwecke, sondern zunehmend auch für die operative Entscheidungsfindung ein. Demgegenüber treffen durchschnittlich erfolgreiche Unternehmen wichtige Entscheidungen nach wie vor intuitiv und investieren zugleich deutlich weniger in BI-Technologie. Insgesamt werden derzeit noch rund ein Drittel aller Entscheidungen rein „nach Bauchgefühl“ getroffen. Für die Studie mit dem Titel „Taming Information Chaos: A State of the Art Report on the Use of Business Intelligence for Decision Making“ befragte IDC sowohl IT-Manager (39 Prozent) als auch Fachbereichsleiter (61 Prozent). „Diese Studie ist ein Signal für diejenigen Unternehmen, die noch keine Business Intelligence einsetzen“, sagte John Gantz, Chief Research Officer bei IDC und einer der Hauptautoren.
Die Kluft zwischen Marktführern und restlichen Unternehmen offenbart sich unter anderem anhand folgender Ergebnisse: Bei den Marktführern bescheinigten 66 Prozent der Befragten ihrem Management ein ausgeprägtes Bewusstsein für BI-Investitionen, verglichen mit nur 15 Prozent bei den durchschnittlichen Unternehmen. Darüber hinaus setzen die führenden Unternehmen BI eher auch im Kontakt mit Kunden und Lieferanten ein – und sie befürchten häufiger unmittelbare Schäden, falls ihr BI-System ausfällt. Außerdem betrachten sie BI eher als eine ihrer wichtigsten Geschäftsinitiativen und messen den dadurch erzielten Return on Investment (ROI).
Die Entscheidungsprozesse in den Unternehmen verlagern sich der Studie zufolge immer weiter auf untere Hierarchieebenen und werden durch Outsourcing sowie entlang von Lieferketten auch nach außen abgegeben. Daraus erwächst ein erhöhter Bedarf an analytischen Entscheidungshilfen. So treffen laut 48 Prozent der Befragten zufolge die Mitarbeiter im Kundenkontakt, wie Empfangspersonal, Kassierer, Callcenter-Agenten oder Bankangestellte in diesem Jahr mehr Entscheidungen als 2006. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Befragten, die selbst im Kundenkontakt stehen, haben eine BI-Lösung zur Hand. Drei der fünf wichtigsten Business-Analytics-Anwendungen unterstützen kundenbezogene Tätigkeiten.
Weitere Ergebnisse der Studie im Detail:
75 Prozent der Befragten beobachten eine wachsende Informationsflut. Dabei sei fast die Hälfte der Daten für die Entscheidungsfindung nutzlos.
37 Prozent aller Geschäftsentscheidungen werden immer noch „nach dem Bauchgefühl“ getroffen.
58 Prozent der Befragten zufolge werden die Entscheidungen immer komplexer.
Die Studie lässt sich online in voller Länge nachlesen unter www.teradata.com.