Hinter der „S Bargeldlogistik“ stehen die Sparkassen Mülheim an der Ruhr und Oberhausen sowie die Vollmergruppe Dienstleistung. Der operative Start war am 1. April 2010. „Wir haben bisher ausschließlich positive Rückmeldungen aus unserer Mandantschaft bekommen“, sagt Geschäftsführer Marc Breitgraf.
Die Sparkassen sind je mit 30 Prozent beteiligt, die Vollmergruppe mit 40 Prozent. Ziel des Unternehmens sind neben der Bargeldlogistik auch das Cash-Management sowie der Geld- und Werttransport und der Automatenservice. Dabei werden diese Dienstleistungen nicht nur für die eigenen Filialen, sondern auch für weitere Kreditinstitute erbracht.
In den Räumlichkeiten der ehemaligen Bundesbankfiliale Mülheim an der Ruhr sorgen nun 52 Mitarbeiter für die Versorgung von rund 130 Filialen/SB-Stellen und rund 400 Automaten von fünf Sparkassen und einer Volksbank. Die beiden hauptamtlichen Geschäftsführer Wolfgang Demand und Marc Breitgraf freuen sich besonders darüber, dass in Zeiten von Stellenabbau hier eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze geschaffen werden konnte, zudem der Standort eine weitere Expansion ermöglicht.
Privates Cash-Receycling
Das neue Geldbearbeitungscenter entspricht den neuen Versicherungsbedingungen und verfügt über technische Sicherheitseinrichtungen gemäß VdS-Klassifizierung C. Dies gilt auch für den Fuhrpark des neuen Unternehmens. Zahlreiche spezialgesicherte Transportfahrzeuge, unter anderem mit GPS-Ortung und elektronischer Werteraumsicherung, befördern die wertvolle Fracht.
Eine weitere Herausforderung für die „S Bargeldlogistik“ ist das sogenannte Cash-Recycling. Die Bundesbank strebt eine Reduzierung ihres Bearbeitungsanteils am Bargeldumlauf auf lediglich 50 Prozent an und will im Gegenzug private Dienstleister stärker an diesem Geschäft beteiligen. Die „S Bargeldlogistik“ will in Kürze die heute wichtigsten Anforderungen des Cash-Recycling nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erfüllen. Nach entsprechender Genehmigung durch die BaFin erlaubt das ZAG privaten Dienstleistern, Banknoten und Münzen nach einer Prüfung auf Echtheit ohne Einbindung der Bundesbank wieder in Umlauf zu bringen.
Bis zum 31. März 2010 wurde das Bargeld- und SB-Gerätemanagement als ein Geschäftsbereich „Bargeldlogistik“ in der S Logistik Rhein-Ruhr, mit Sitz in Mülheim an der Ruhr, ausgeführt. Die S Logistik Rhein-Ruhr, eine 100-prozentige Tochter der Sparkasse Mülheim an der Ruhr und der Stadtsparkasse Oberhausen, führte seit 2005 erfolgreich für vier Sparkassen in NRW die Bargeldlogistik durch.
Laut den beiden Geschäftsführern Wolfgang Demand und Marc Breitgraf stand am Anfang nicht der Wunsch, eine neue Firma auf dem Markt zu etablieren, sondern Bargeldprozesse der Sparkassen/Banken kostengünstiger darzustellen. Es stand die Optimierung der Bargeldbestände in Geldautomaten und Kassen sowie das Controlling und die Beauftragung externer Geld- und Werttransporte für die Sparkassen im Fokus. Viele konkrete Anfragen zufriedener Kunden, die dem Unternehmen neben der Bargeldlogistik auch andere Bereiche (sichere Geld- und Werttransporte) anvertrauen wollten, führten dann zur Gründung der „S Bargeldlogistik“ Anfang 2010.
In der jetzigen Startphase des Unternehmens werden Geld- und Werttransporte von Mülheim an der Ruhr im Umkreis von etwa 100 km ausgeführt. Bargeld- und SB-Gerätemanagement für Sparkassen und Banken kann bereits jetzt deutschlandweit ausgeführt werden. „S Bargeldlogistik berät auch Sparkassen oder Banken zur Optimierung ihrer eigenen Bargeldlogistik oder Hauptkassen. Die beiden hauptamtlichen Geschäftführer Marc Breitgraf und Wolfgang Demand werden in ihrer Tätigkeit durch die weiteren Geschäftsführer Ralf Brügmann, Thomas Boos, Christian Vollmer und Ellen Gertz unterstützt (www.sbargeldlogistik.de).